09.09.2019 - 13:46 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Klosterfest übertrifft wieder alle Erwartungen

Wenn die Zisterzienserinnen-Abtei einlädt, dann kommen die Besucher. So war es auch am Sonntag, als die Abtei zum dritten Klosterfest eingeladen hatte.

von Josef RosnerProfil

Weitestgehend hielt das Wetter. Erst am späteren Nachmittag regnete es vereinzelt. Höhepunkt waren die beiden Führungen durch die neue Wohnstätte der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg (KJF), mit nahezu 300 Besuchern. Dort sind 14 Wohnungen, zumeist Einzelzimmer, entstanden, die ab 22. September bezogen werden. Die beiden Architekten Axel Rüth und Michael Krapf freute das überaus große Interesse.

Der Beitrag über die Dreharbeiten

Sr. M. Sophia Schlembach OCist. hieß die Besucher im Freien vor der Wohnstätte willkommen. Unter den Gästen auch KJF-Direktor Michael Eibl, der aus Regensburg angereist kam. Gekommen waren auch Menschen mit Behinderung, die in wenigen Tagen einziehen und sich dann wie zu Hause fühlen sollen.

Entstehen wird hier ein Betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderung, hieß es. Architekt Axel Rüth - ein gebürtiger Mitterteicher, der sein Büro in Regensburg hat - zeigte sich stolz über das große Interesse an dieser Wohnform. "Wir freuen uns, Ihnen nun die fertigen Wohnungen präsentieren zu können", sagte Rüth. Er verwies darauf, dass die Außenanlagen erst im kommenden Jahr fertiggestellt werden. Die Besucher erfuhren, dass der Gebäudekomplex aus drei verschiedenen Gebäuden besteht. Die Gebäude stammen aus dem Jahr 1726. In den Grundzügen blieb das Gebäude so erhalten, wie es damals geschaffen wurde. "Wir wollten mit unserer Sanierung die alte Substanz erhalten. Ich glaube, dies ist uns gelungen", sagte Rüth.

Ursprüngliche Farbgebung

Einzug in wenigen Tagen

Auch die ursprüngliche Farbgebung wie damals wurde wieder hergestellt. Entstanden ist jetzt ein Betreutes Wohnen in einem denkmalgeschützten Gebäude. Nach der Einführung im Freien durften die Besucher dann auch das Gebäude besichtigen. Der Rundgang führte lediglich durch Flure und Gänge; auch ein Blick in einige der Wohnräume war möglich.

Danach marschierten viele der Besucher zum Klostermarkt, der direkt rund um den Brunnen im Klosterhof aufgebaut war. Mit dabei waren der Klosterladen, die Umweltstation, die Straußenfarm Mitterhof, die KJF-Wohngemeinschaft St.Benedikt, sowie der Obst- und Gartenbauverein Waldsassen. In den Verkaufsbuden gab es allerlei zu kaufen, von der Seife bis Religiöses, oder Selbstgemachtes vom Obst- und Gartenbauverein, wie Gelees, Honig, sowie Paprika, Zucchini und Weintraubenlikör. Für Speisen und Getränke sorgte das Team des Gästehauses St.Joseph. Es kamen alle Gäste auf ihre Kosten. Dazu spielte der Musikverein Ernestgrün zünftig bayerisch und böhmisch auf.

In der Aula des Klosters wurde der elf Minuten dauernde Film "Die Treppe" von Jan Oechsner gezeigt, mit Hans Weis in der Hauptrolle. Der Journalist und Filmautor hatte diesen Streifen im ehemaligen Sudhaus des Mühlenviertels gedreht.

Anmoderiert wurde der Streifen von Annette Spreitzer-Hochberger. Der Film stieß auf großes Interesse der Besucher; es blieb keiner der aufgestellten Stühle unbesetzt. "Sogar Stehplatz-Tickets haben wir heute verkaufen können", freute sich Oechsner über den Besucherandrang. Annette Spreitzer-Hochberger sowie Jan Oechsner überreichten an Hans Weis und an die weiteren Akteure Monika Grötsch mit Tochter Lisa, Sabine und Andreas Hoscheck sowie an Sohn Simon kleine Präsente.

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