29.03.2021 - 17:09 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Kreis Tirschenreuth: Rund 100 fehlgeschlagene Corona-Tests am Wochenende

Bei rund 100 PCR-Tests gab es am Wochenende im Kreis Tirschenreuth keine Ergebnisse. Das sorgte kurzzeitig in den sozialen Medien für Diskussionen. Die Waldsassener Firma Bio-Variance sorgte aber schnell für Klarheit.

Bio-Variance analysiert seit Ende Februar in einem Labor in ehemaligen Krankenhaus Waldsassen die PCR-Tests aus den beiden Testzentren in Tirschenreuth und Waldsassen.
von Martin Maier Kontakt Profil

Etwa 100 Bürger, die am Wochenende in den Testzentren in Waldsassen oder Tirschenreuth beim Corona-Test waren, haben kein positives oder negatives Ergebnis erhalten. Bei dem Feld „Qualitätskontrolle bestanden“ stand ein rotes Kreuz statt eines grünen Hakens und beim Testergebnis war nur „failed“ zu lesen. Der Test war also fehlgeschlagen.

Die PCR-Tests in den beiden Testzentren wertet die Firma Bio-Variance in einem Labor im ehemaligen Krankenhaus Waldsassen innerhalb weniger Stunden aus. Nachdem in den sozialen Medien das Thema aufgelaufen war, reagierte Geschäftsführer Dr. Josef Scheiber schnell und erläuterte das Missgeschick. Er schrieb: „Wo gehobelt wird, fallen Späne: Das ist uns leider am Wochenende bei einigen Laboranalysen von PCR-Tests passiert. Wir mussten eine Reihe von Ergebnissen als ‚failed‘ rausschicken.“ Dies sei in dem Fall nicht am Abstrich gelegen, sondern am verwendeten Analysematerial.

Dies erklärte Scheiber noch weiter: „Die Abstriche werden in Röhrchen mit einer inaktivierenden Flüssigkeit gelagert. Wir hatten leider eine Charge dabei, bei der diese Flüssigkeit anscheinend zu aggressiv war, weswegen wir aus Qualitätsgründen diese Tests auf ‚failed‘ setzen mussten. Dies tut uns sehr leid für alle Betroffenen. Wir sind auf Zulieferer angewiesen, aber es liegt natürlich in unserer Verantwortung.“ Seine Firma habe sicherheitshalber alle Röhrchen, die noch im Umlauf waren, ersetzt.

„Das ist natürlich unschön und darf nicht passieren“, sagte der Geschäftsführer auf NT-Nachfrage. Rund 100 Tests seien betroffen gewesen. Der Fehler sei bei der Qualitätsprüfung aufgefallen. „Die Werte waren so nicht akzeptabel.“ Das Analysematerial würden viele Labore in Deutschland verwenden. Vermutlich sei die Charge beim Transport ins Labor beschädigt worden.

Das Vorgehen von Scheiber lobte das Rote Kreuz, das die Testzentren betreibt. "Wir sind dankbar, dass das Labor den Umstand transparent dargestellt hat und wir darauf verweisen können, nachdem sich bei uns schon betroffene Personen gemeldet haben, die davon ausgingen, dass uns bei der Abstrichnahme Fehler unterlaufen wären", schrieb BRK-Pressesprecher Sven Lehner.

Heimische Firma wertet Corona-PCR-Tests im ehemaligen Krankenhaus Waldassen aus

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