29.10.2019 - 11:23 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Krönender Abschluss des Gedenkens an Anton Hart

Ein begeisterndes Konzert erlebte das Publikum in den nahezu voll besetzten Bankreihen in der Basilika: Das Westböhmische Sinfonieorchester Marienbad unter Leitung von Michael Rohác musizierte aus besonderem Anlass in Waldsassen.

Das Westböhmische Sinfonieorchster Marienbad bot in der Basilika ein eindrucksvolles Konzert mit Werken von Händel und Vivaldi.
von Konrad RosnerProfil

Mit dem Konzert endeten die Feierlichkeiten zum Gedenken an Anton Hart zu dessen 15. Todestag. Das gut zwanzigköpfige Orchester begeisterte durch musikalische Reinheit und Klarheit und verwöhnte die vielen Zuhörer, darunter auch auffallend viele tschechische Besucher, mit imposanten Werken von Georg Friedrich Händel und Antonio Vivaldi. Countertenor Jan Mikusek interpretierte Werke von Vivaldi. Das Orchester wurde am Ende teils mit stehendem Applaus in der Basilika gefeiert.

Der Eintritt war frei, aber es wurden Spende entgegen genommen. Der Erlös kommt der Wallfahrtskirche Maria Loreto und der Basilika Waldsassen zugute.

Große Ehre, großes Geschenk

Ulrika Hart, Vorsitzende des Fördervereins Maria Loreto, dankte dem Stiftungsfonds Historisches Cheb für die große Ehre, dieses Konzert 15 Jahre nach dem Tod von Anton Hart als Geschenk in der Basilika ermöglicht zu haben. Das Vermächtnis ihres Vaters, so Ulrika Hart, sei eine große Aufgabe. Deshalb seien auch alle drei Kinder von Anton Hart anwesend.

Dieses Konzert sei der krönende Abschluss des Gedenkens zum 15. Todestag des Vaters gewesen. "Sie haben uns reich beschenkt. Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass wir die Basilika füllen können", sagte Ulrika Hart gerührt. Ihr Vater hätte sich über diesen Musikgenuss sicherlich gefreut.

Marcela Brabačová, die Vorsitzende des Stiftungsfonds Historisches Cheb, verwies darauf, dass Anton Hart 15 Jahre nach seinem Tod seiner Heimatstadt Eger ein weiteres Geschenk gemacht habe. In Cheb werde ein alter Backofen gebaut. Dabei verwendet werden nur alte Ziegelsteine aus Neukinsberg, wo vor der Vertreibung aus der früheren Heimat die Ziegelei der Familie Hart stand. Diese Steine habe man dort gefunden und nach Cheb gebracht. Damit werde Anton Hart in Waldsassens Nachbarstadt auch weiterhin sichtbar mit der Stadt verbunden bleiben.

Freude, Trost und Hoffnung

Luis-Andreas Hart ging detailliert auf das Lebenswerk seines Vaters ein, den er als einen überzeugten Europäer bezeichnete. Maria Loreto sei seinem Vater Freude, Trost und Hoffnung zugleich gewesen und ein Symbol der Versöhnung über alle Verletzungen der Vergangenheit hinweg.

Stadtpfarrer Dr. Thomas Vogl, der wegen eines anderen Termins etwas später kam, dankte der Familie Hart, dass sie das Vermächtnis ihres Vaters weiterhin lebendig hält. Er würde sich freuen, wenn wieder eine "pulsierende Wallfahrt von Waldsassen aus nach Maria Loreto stattfinden würde".

Die Bankreihen in der Basilika waren gut gefüllt.
Ulrika Hart (links) und Marcela Brabačová, die Vorsitzende des Stiftungsfonds Historisches Cheb.

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