13.01.2019 - 12:45 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Lachen mit "Sepp" und Co.

Fast 400 Besucher haben es am Freitagabend mit der Oberpfälzer Comedy-Band "Barbari Bavarii" ausgehalten. Das ist eine echte Leistung, denn "Sepp, Alfons und Hans" sorgen für Lachattacken im Sekundentakt.

Christian Witt, Peter Greiner (von links) und Stephan Rosner (rechts) holen sich als "Hilfe" aus dem Publikum den Michl aus Pilsen (Zweiter von rechts).
von Ulla Britta BaumerProfil

Los geht es um 19.30 Uhr, Ende ist erst gegen 23.30 Uhr: Christian Witt, Peter Greiner und Stephan Rosner alias „Alfons, Sepp und Hans“ bescheren mit ihrem Programm „Sepp, der Durchschnittsdepp“ in der Städtischen Turnhalle bauchkrampfartige Lachanfälle. Ein kurzweiliger Abend. Die drei Oberpfälzer mit Postadresse Theisseil haben nicht etwa nur Musikcomedy im Gepäck. Die erwartungsvollen Zuschauer bekommen eine komplette Geschichte geliefert, vom „Sepp, dem Durchschnittsdepp“ und seinem Freund "Hans" (Stephan Rosner).

Zuerst stellen sich die drei jungen Männer vor. Christian Witt und Stephan Rosner in kurzen Lederhosen sowie Peter Greiner als Oberpfälzer Bursch verstehen es, ihr Publikum zu fesseln. Alles dreht sich um „Sepp, den Durchschnittsdepp“. Der will raus aus dem Durchschnitt. "Hans" soll mit. „Der ist kein Durchschnittsdepp. Der is a Volldepp“, stellt "Sepp" seinen Freund vor. Erste Lachangriffe auf das Zwerchfell schwappen über bis in die hintersten Reihen.

Während der „Sepp“ aus Langeweile Rockstar werden will, ist dem Publikum gewiss nicht langweilig. Wenn auch die Band mit teils platten Witzen den Anschein von oberflächlichem Geplänkel erweckt, ist die Comedy auch ein Fingerzeig auf die Unsinnigkeit im wirklichen Leben. „Ich war noch niemals in New York“, singt "Sepp" und sucht des Pudels Kern. Statt Udo (Lindenberg) als Ratgeber zu finden, landet er bei "Alfons" (alias Christian Witt), der Fernsehkoch werden will. "Weil die machen was Besonderes, schließlich kochen sie jeden Vormittag im Fernsehen." Und auch noch mit Ingwer und glutenfrei, sagt "Alfons". Das darf durchaus sarkastisch gemeint sein.

„Sing was über Tiere“, schlägt "Hans" vor. „Eigentlich will ich schon lange wissen, wie Fledermäuse pi…“ Weil sie doch verkehrt herum hängen. Jetzt lachen sich die Fans kaputt. Zuschauer Michl aus Pilsen darf auf der Bühne die Triangel bedienen. Den dazugehörigen Refrain „das Leben ist geil“ singt der ganze Saal mit. Ist schließlich ziemlich einfach gestrickt. Mal ist es ein Rap oder Schlager. Es wird gejodelt oder zum Rockklassiker geblödelt.

Bis "Sepp" beschließt, eine Flugreise zu machen. „Über den Wolken“, singt er frei nach Reinhard Mey, „soll die Freiheit grenzenlos sein“. Schelmisch lachend folgt im Lied die Wirklichkeit: Im engen Sitz des Airbus eingequetscht sitzt rechts einer, der stinkt, und links eine, die 180 Kilogramm wiegt und schnarcht - zehn Stunden lang!

Nach der Pause erfreuen die Jungs in weiß-blauen Rautenanzügen. Bayern lässt grüßen. "Sepp" verliebt sich in die 180-Kilo-Dame. Mei, die is halt Brauereibesitzerin. "Ich sauf dich schön.“ Die will Poetin werden. Zitate aus Schillers Glocke und Goethes Faust im Rap-Battle: das ist nicht von schlechten Eltern. "Sepp" beschließt: „Ohne Leberkas macht das Leben koin Spaß.“ Er will heim. In Hamburg trifft er Udo Lindenberg, der ihm zum Imagewechsel rät. Vielleicht als „Sepp, der König der Oberpfalz“? Ende gut, alles gut: "Sepp" ist König, "Alfons" Starkoch, "Hans" lernt hochdeutsch zu sprechen. Alle leben glücklich bis ans Ende. Letzteres naht unweigerlich. Die Uhr zeigt Viertel nach 11. Aber ohne Zugaben geht nix. Der Song „Bou, Brouder“ ist den Exiloberpfälzern gewidmet, der lautstarke Applaus den drei Jungs von „Barbari Bavarii“.

"Alfons" alias Christian Witt ist der Erzähler. Er kann aber auch Musik machen, keine Frage. Und er fühlt sich sichtlich wohl, umrahmt von BHs in allen erdenklichen Größen.
Die Lachangriffe erfolgen eng getaktet. Das Publikum freut's.
Sobald "Hans" den Mund aufmacht, sind Brüller vor Lachen garantiert.
"Sepp" alias Peter Greiner spielt den Durchschnittsdepp.
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