25.01.2019 - 13:58 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Lehm-Bauplatte zum Anbeißen

Die Bau-Fachmesse in München war für die Hart Keramik AG mit der Verwaltung in Waldsassen und Werken in Schirnding ein Erfolg. „Sie hat die Erwartungen mehr als erfüllt und wir sind in zwei Jahren wieder präsent", resümiert Anton W. Hart.

Schwer im Einsatz war bei der Baufachmesse in München das elfköpfige Messeteam von Hart Keramik mit (von links) Marina Günter, Stefan Spörrer, Sophia Huscher, Christina Schmaus, Anton Wolfgang Hart, Elisabeth Hart, Michael Schwarz, Lorenz Müller, Hans-Peter Schatz, Eugen Hörner und Sven Eulenstein.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

"Es herrschte reges Treiben am Messestand, und unser elfköpfiges Team hatte alle Hände voll zu tun“, zieht der Vorstandsvorsitzende positive Bilanz. Hart verweist auf das besondere Interesse bei den Fachbesuchern für die Lehm-Bauplatte nach der neuen DIN 18948 mit der Bezeichnung "Lemix": Das Produkt, das inzwischen auf einer neu errichteten industriellen Fertigungsstraße entsteht, setzte bei der alle zwei Jahre in München stattfindenden Leitmesse der Bauwirtschaft auch optisch den Hauptakzent. Der 83 Quadratmeter große Hart-Messestand, den die aus Waldsassen stammende Architektin Ute Sölch aus Weiden konzipierte, war modifiziert und überwiegend mit Lehm-Bauplatten gestaltet. Ein spezieller Anlaufpunkt war ein „Kino“: "Die Besucher konnten sich bei frischem Popcorn über die Lehmplatte, die neuesten bauphysikalischen Nachweise und die fachgerechte Verarbeitung informieren", heißt es dazu in der Pressemitteilung des Unternehmens. Präsentiert wurden darüber hinaus die bewährten Keramikrohre für Abgasanlagen, Hafner-Schamotte und Ziegelmantelsteine.

Gut angekommen ist laut Hart eine neu und aufwendig gestaltete Broschüre über die Lehmbauplatte. Darin wird auch auf ein besonderes Referenzobjekt in Berlin hingewiesen – die Sanierung der Reinbeckhallen. "Diese besondere Fertigung gibt es weltweit nur bei uns", verweist Hart auf das Alleinstellungsmerkmal. Ein origineller Gag für die Messebesucher: Musterteile sind eingepackt wie ein Schokoriegel – mit dem Hinweis auf die naturreinen Inhaltsstoffe, weshalb man die Platte sogar essen könnte.

"Seit August/September 2018 können wir in Topqualität Mengen produzieren", so Hart über die Kapazitäten in Schirnding. Die Fertigung dort läuft teils im Mehrschichtbetrieb. Es sei der richtige Zeitpunkt für die Offensive. Am Stand, so Hart, hätten sich viele Planer, Architekten und Zimmerer informiert. "Das hochwertige Zimmermanns-Haus ist prädestiniert für unsere Lehm-Bauplatte." Das ökologische Produkt harmoniere gut mit dem Baustoff Holz. "Und über die schwere Lehm-Bauplatte bringen wir Gewicht ins leichtere Holzhaus." Dies bedeute hohe Effizienz beim Brand- und Schallschutz sowie beim Wärmeschutz, wobei Hart auf die besonderen Vorteile für das Wohnklima verweist.

Kino, Cafeteria und viel Informationen bot der Stand des Unternehmens auf der Baufachmesse in München vom 14. bis 19. Januar.
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Baustoff mit Umweltgütesiegel

Die Lemix-Lehmplatte, die seit etwas über einem Jahr das Umweltgütesiegel „natureplus“ führt, verzeichnete bei Hart Keramik auch im Jahr 2018 ein kräftiges Wachstum. In Schirnding wurden über 100.000 Quadratmeter produziert. „Unsere nach industriellen Maßstäben gefertigte Platte wird als alternatives Produkt für den Innenausbau und Trockenbau zunehmend nachgefragt. Speziell im Holzbau haben wir neue Marktanteile gewonnen“, berichtet Anton W. Hart. Erfolgreiche Zahlen nennt der Vorstandsvorsitzender von Hart-Keramik auch für das Hauptgeschäftsfeld Keramikrohre. Auf diesem Gebiet ist Hart Keramik mittlerweile einer der führenden Baustoffhersteller in Europa und erzielte 2018 einen Exportanteil von über 60 Prozent in insgesamt 27 Ländern. Die Mitarbeiterzahl liegt konstant bei 120 Leuten.

Die Baumesse 2019 gilt als europaweite Leitmesse der Branche und erreichte nach Aussage der Messeleitung erneut Spitzenwerte: Erstmals betrug die Gesamt-Ausstellungsfläche etwa 200.000 Quadratmeter. Dort zeigten 2250 Unternehmen und Verbände aus 45 Ländern ihre Produkte und Lösungen in der Baubranche. In den fünf Tagen wurden 250.000 Besucher registriert, davon ein gutes Drittel aus dem Ausland. Jeder vierte Besucher kam aus den Bereichen Architektur, Ingenieurwesen und Planung. Eines der Trendthemen war der Bereich Digitalisierung, die unter anderem in der Gebäudeautomation an Bedeutung gewinnt. Aber auch Themen wie Umwelt und Nachhaltigkeit standen im Blickpunkt der Fachöffentlichkeit. „Mit der Lemix-Lehmplatte konnten wir zu diesem wichtigen Aspekt in der Bauwirtschaft in guter Weise beitragen“, so Hart.

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