31.01.2020 - 11:28 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Das letzte Chodauer Treffen in der Geburtsheimat

Tausende Egerländer kamen 1956 zum ersten Chodauer Treffen nach Waldsassen. Damals ahnten die Besucher höchstwahrscheinlich nicht, dass auch im 21. Jahrhundert das Chodauer Heimattreffen noch Bestand haben würde.

Die Verantwortlichen des Chodauer Heimattags imJahre 2018, von links Heimatpfleger Miloš Bělohlávek , Heimatausschuss-Vorsitzender Josef Moder sowie die beiden Bürgermeister Patrik Pizinger und Bernd Sommer als Vertreter der beiden Paten- und Partnerstädte.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Doch leider, so schreibt Josef Moder als Vorsitzender des Chodauer Heimatausschusses, "sind nur Ausnahmen von Dauer, auch das ,Alte Rom' überlebte nicht". Für Veränderungen habe es immer Gründe gegeben und es gebe solche auch noch in der Gegenwart. Dies gelte es auch für die turnusmäßig alle zwei Jahre stattgefundenen "Chodauer Treffen", schreibt Moder weiter.

"Bei den letzten Zusammenkünften kamen - primär biologisch bedingt - immer weniger Besucher nach Waldsassen, zuletzt auch in unsere Geburtsstadt nach Chodau." Mittlerweile fehle altersbedingt nicht nur die so genannte Erlebnis-Generation. Auch die bisher Jüngeren seien in die Jahre gekommen und fehlten ebenfalls.

Erfolgreichen Abschnitt beenden

Moder sieht deshalb die Zeit gekommen, einen überaus erfolgreichen Abschnitt der Chodauer Geschichte zu beenden. "In Gesprächen mit einigen der treuesten Besucher der Treffen, aber auch in Abstimmung mit Bürgermeister Bernd Sommer aus unserer Patenstadt und den Verantwortlichen des letzten Treffens aus unserer Geburtsstadt, reifte die übereinstimmende Überzeugung, dass die Zeit gekommen ist, heuer die offiziellen Chodauer Heimattreffen abzuschließen." Davon unberührt bleibe der Besuch des beliebten Laurentiusfestes im heutigen Chodov (Chodau).

Weiterhin den Talkessel besuchen

"Diejenigen, die weiterhin in der Lage sind, den Chodauer Talkessel zu besuchen, sollten dies auch tun, denn die Geburtsheimat gibt es nur einmal."

Auch in Waldsassen seien die Chodauer immer willkommen. Wie im Jahre 2018 treffen sich die Chodauer dieses Jahr am zweiten August-Wochenende wieder im heutigen Chodov, dann aber zum letzten Male in der bisherigen Form. Dabei wolle man einen würdigen Abschluss der regelmäßigen Treffen begehen, schreibt Moder.

Infobox:

Das Programm am zweiten August-Wochenende

Für das letzte Treffen ist folgender Ablauf vorgesehen: Freitag, 7. August: Kass Chodov (Kulturzentrum auf der Siedlung), 14 Uhr, Eröffnung des 33. Chodauer Heimattreffens. 18 Uhr Abendessen, 19.30 Uhr Unterhaltung, Tanz. - Samstag, 8. August: Laurentiuskirche, Gottesdienst, anschließend Kranzniederlegung beim Denkmal im Friedhof. Nachmittags Zeit zur freien Verfügung (festlicher Trubel in den Straßen). - Sonntag, 9.August: Busausflug zu Sehenswürdigkeiten der Geburtsheimat. Die Organisation liegt in den Händen von Milos Bělohlávek. Damit ausreichend Unterkunftsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, hat die Stadt Chodov(Chodau) bereits sämtliche in der Pension Harmonie und im Nautilus (frühere Fenklhäuser) vorhandenen Übernachtungsmöglichkeiten reserviert (Doppelzimmer je Nacht und Person 700 Kronen, Einzelzimmer 800). Zimmerbestellungen ausschließlich über das Rathaus (Milos Bělohlávek, Město Chodov, Komenskėho 1077, 35735 Chodov, Telefon Festnetz 00420/352352244, Mobil 00420/728031131) oder per E-Mail (milbelohlav[at]gmail[dot]com). Aus organisatorischen Gründen soll bei der Zimmerbestellung auch mitgeteilt werden, ob am Ausflug teilgenommen wird. Nähere Informationen auch direkt bei Josef Moder, Telefon 09407/810822.

Beim Treffen 1994 füllten die Besucher des Chodauer Heimattags in der Patenstadt Waldsassen noch die Städtische Turnhalle. Vorne rechts am Tischende der damalige Bürgermeister Hans Schraml.
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