31.05.2021 - 13:04 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Lourdesgrotte bei Waldsassen stets ein gepflegter Ort der Besinnung

Die besondere Stimmung in freier Natur und dem einzigartigen Licht am frühen Abend passten perfekt: Bei der letzten Maiandacht an der Lourdesgrotte gab es engagierte Helfer, die sich um den Gebetsort kümmerten, eine besondere Anerkennung.

von Josef RosnerProfil

Bestes Maienwetter am Sonntagabend bei der Maiandacht an der idyllisch gelegenen Lourdesgrotte am Spazierweg zwischen dem Mitterhof und der Mammersreuther Straße. Stadtpfarrer Thomas Vogl hatte zur Maiandacht eingeladen. Diese Gelegenheit nutzte Äbtissin Laetitia Fech, den drei seit Jahrzehnten ehrenamtlich tätigen Ehepaaren zu danken, die sich um die Pflege und Sauberkeit der Lourdesgrotte kümmerten und jetzt ihr Amt in jüngere Hände legen.

Stadtpfarrer Vogl freute sich, dass zur Maiandacht an einem besonderen Ort so viele Menschen gekommen waren. „Unsere Lourdesgrotte kennt die vielen Anliegen, Sorgen und Bitten unserer Menschen, die sie hierher bringen“, erklärte Vogl. „Wollen wir Gott danken, dass er uns Maria als Gottesmutter geschenkt hat“, sagte der Stadtpfarrer.

Ein besonderer Dank galt den drei Ehepaaren, die seit Jahrzehnten die Grotte betreuten. „Frauen und Männer aus unserer Pfarrei haben diesen Auftrag bestens erfüllt“, sagte der Stadtpfarrer. Damit werde ein Wunsch Gottes erfüllt, der gesagt habe: "Liebt einander, wie ich euch geliebt habe.“ Die anschließende Maiandacht bereicherte Äbtissin Laetitia Fech mit ihrem Gesang von Marienliedern. Beendet wurde die Feier unter freiem Himmel mit dem Lied „Meerstern, ich dich grüße“.

Unbezahlbar, aber nie umsonst

Im Anschluss ergriff Äbtissin Laetitia Fech das Wort und dankte den Ehepaaren Marianne und Rudi Rüth, Rosemarie und Willi Härtl sowie Josefine und Georg Koch. Sie betreuten und pflegten ehrenamtlich 43 Jahre lang die Lourdesgrotte. „Ehrenamt ist keine Arbeit, die nicht bezahlt wird. Ehrenamt ist eine Arbeit, die unbezahlbar ist. Unbezahlt, unbezahlbar, aber nie umsonst.“

Sich ehrenamtlich zu engagieren, sei keine Selbstverständlichkeit. Ein Ehrenamt erfordere Zeit und Kraft, Ausdauer und Zuverlässigkeit und koste es auch Nerven. "Aber durch Menschen wie Sie, die sich ehrenamtlich engagieren, wird unsere Gesellschaft lebendiger und wärmer“, sagte die Äbtissin und dankte allen drei Ehepaaren mit einem "Vergelt's Gott" für diesen zeitintensiven Einsatz.

Gepflegter Ort der Besinnung

„Sie haben für Ordnung, Sauberkeit und den Blumenschmuck gesorgt. Sie haben regelmäßig den Kerzenständer von abgebrannten Kerzen und unschönen Wachsresten befreit", würdigte die Ordensfrau die Arbeit. So hätten Pilger stets einen gepflegten Ort der Besinnung vorgefunden. Äbtissin Laetitia Fech erinnerte auch an eine Restaurierung der Grotte in den Jahren 2009/2010, ermöglicht durch einen großzügigen Spender.

Ausdrücklich dankte die Äbtissin auch Ludwig Fenzl, der den Korpus des benachbarten Feldkreuzes erneuerte. Allen sagte die Äbtissin ein "Vergelt's Gott“, äußeres Zeichen waren ein Festband über das Kloster Waldsassen sowie Restaurant-Gutscheine. Dank und Anerkennung galt auch den Nachfolgern, die das ehrenamtliche Engagement der drei Familien fortsetzen wollen: Die Aufgabe übernehmen künftig Helmut Heindl, Werner und Dagmar Koch, Ferdinand Sperber, Robert Ernstberger sowie Bernhard Lux. Nach der Maiandacht segnete Stadtpfarrer Thomas Vogl das restaurierte Feldkreuz in unmittelbarer Nähe der Lourdesgrotte.

Seit 43 Jahren kümmerten sich drei Ehepaare um die Sauberkeit in der Lourdesgrotte

Waldsassen

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.