08.10.2019 - 12:05 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Michael Riedl mit größtem Kürbis

Mitte der 90er Jahre hatte Wilhelmine Schwegler, Schriftführerin beim Obst- und Gartenbauverein Waldsassen, die Idee: Sonnenblumen könnte man vorziehen und an Grundschüler verteilen, um ihnen das „Garteln“ näher zu bringen.

Vorne hinter den Kürbissen von links: Emily Schreiner, Michael Riedl und Max Ernst sowie (von links) Silvia Engel, Robert Treml, (hinten) Klaus Schuster, Achim Neubauer, Birgitta Hösl; rechts Schulleiterin Karin Gleißner.
von Externer BeitragProfil

Diese Idee wurde gerne aufgenommen. Deshalb führt der Obst- und Gartenbauverein (OGV) Waldsassen an der Grundschule seit 1997 alljährlich eine Pflanzaktion durch. Anfangs wurden vorgezogene Sonnenblumen an die Drittklässler verteilt. Seit sechs Jahren werden Kürbispflanzen vorgezogen und an die Kinder der dritten Jahrgangsstufe ausgegeben.

Am Prämierungstag war Rektorin Karin Gleißner erfreut, dass diese Aktion des OGV auch unter ihrer Ägide fortgeführt wird. Den Mädchen und Buben sprach sie ausdrücklich ihren Respekt für die Mühen bei der Kürbispflege aus. Besonders dankte sie dem Obst- und Gartenbauverein für die umfangreiche Vorbereitung und die professionelle Durchführung. Klaus Schuster, Vorsitzender des OGV, würdigte die Unterstützung aller Beteiligen, damit solche Aktionen für die Kinder durchgeführt werden können.

Zucchini: Kleiner Kürbis

Besonders erwähnte Schuster die ortsansässigen Banken, die derartige Projekte durch großzügige Spenden erst ermöglichen. Danach erklärte der Vereinsvorsitzende den Kindern, warum die Kürbisse unterschiedliches Aussehen haben. Dies liegt nicht an der ursprünglichen Pflanze, sondern an den Pollen, die von anderen Kürbispflanzen durch die Insekten an den Blütenstempel gebracht wurden. Ein besonders grünfarbiges Exemplar dürfte von einer Zucchini-Pflanze bestäubt worden sein. Das Wort Zucchini ist bekanntlich aus dem Italienischen und bedeutet nichts anderes als "Kleiner Kürbis".

Der stattlichste Kürbis wurde von Michael Riedl mitgebracht. Das Prachtstück wog 30,3 Kilo und hatte einen Umfang von 148 Zentimeter. Dafür erhielt Michael zusätzlich einen Gutschein für die Mitfahrt beim Vereinsausflug 2020. Ein ebenso stolzes Exemplar brachte die zweitplatzierte Emily Schreiner mit. Ihr Kürbis wog 22,9 Kilo und hatte einen Umfang von 139 Zentimeter. Da dieser Kürbis ebenfalls größer war als der Siegerkürbis der letztjährigen Kürbisprämierung, erhielt Emily ebenfalls einen Reisegutschein.

Kürbis "Horst"

Max Ernst rundete mit seinem Kürbis (21,7 kg, 134 cm) die ersten drei Plätze ab. Die stattliche Anzahl von 23 mitgebrachten Kürbissen zeigte, dass diese Aktion von den Kindern sehr ernst genommen worden ist. Ein Kürbis erhielt sogar von seiner Züchterin den Spitznamen "Horst". Besonders hob Schuster den Kürbis von Carolin Wührl hervor. Sie hatte ihre nur faustgroße Frucht mitgebracht, worüber sich Schuster besonders freute. Denn der Pflegeaufwand sei genauso groß wie der für die größeren Züchtungen.

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