16.01.2020 - 10:21 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Musikalische Wurzeln im Stiftland

Der gebürtiger Tirschenreuther Tarkan Yesil kommt mit dem „Harrycane Orchestra“ ins Stiftland. Im Kunsthaus Waldsassen gibt er mit seiner Band ein Konzert. Karten gibt es noch an den bekannten Vorverkaufsstellen.

Tarkan Yesil (rechts) ist in Tirschenreuth geboren und in der Weltmusik zu Hause.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Es klingt nach Orient, nach Arabien, nach Jazz: Diesen Samstag (18. Januar, 19.30 Uhr) gastiert das „Harrycane Orchestra“ aus Augsburg mit seiner ganz außergewöhnlichen Performance im Kunsthaus Waldsassen. Für Leadsänger Tarkan Yesil ist es ein Heimspiel, denn er ist – auch im Interview unüberhörbar – ein waschechter Oberpfälzer.

ONETZ: Kürzlich habe ich Euch in der „Abendschau“ im Bayerischen Fernsehen gesehen. Und als ich dich im Interview reden hörte, dachte ich: Hey, der kommt ja aus der Gegend…!

Tarkan Yesil: Stimmt, ich bin gebürtiger Tirschenreuther, Jahrgang 1979, war auf der Grundschule in Tirschenreuth, dann später auf der Knabenrealschule in Waldsassen, bevor ich dann in Bayreuth auf der BOS mei Abitur g'macht hab.

ONETZ: Wann hast Du die Liebe zur Musik entdeckt?

Tarkan Yesil: Ich hab immer scho' musiziert. Maßgeblich dazu beigetragen haben, neben meinen Eltern, auf der Grundschule Manfred Grüssner und das Ehepaar Schultes. Der eine war Rektor, die anderen beiden Lehrer. Ich war dort im Chor, später in der Schulspielgruppe. An der Realschule war dann der Michael Bertelshofer an meiner musikalischen Weiterentwicklung beteiligt.

ONETZ: Also ein direkter Weg zum Musik machen …?

Tarkan Yesil: Naja, ich habe parallel dazu immer Fußball gespielt, zuletzt beim SV Mitterteich. In der Zeit hab ich‘s dann etwas schleifen lassen. Mädchen und Fortgehen waren irgendwie wichtiger (lacht).

ONETZ: Wie ging es dann weiter?

Tarkan Yesil: Mit 18 Jahren hatte ich einen Bandübernahmevertrag für die Musikrichtung „Deutscher RnB“ beim Label "coconut records". Aber das war alles net so cool, viel zu kommerziell und dann am Ende auch net so erfolgreich. So richtig wohl habe ich mich nicht gefühlt.

ONETZ: Wo siehst Du dich selber musikalisch?

Tarkan Yesil: Ich bin westlich musikalisch sozialisiert, aber zeitgleich eben auch östlich-orientalisch. Von daher fühle ich mich in beiden Stilrichtungen zu Hause, was mit meiner Bi-Kulturalität zu tun hat. Vor zwölf Jahren habe ich mir dann autodidaktisch orientalische Rahmentrommeln und Rhythmik beigebracht, die ich heute auf professioneller Ebene, nebst Gesang, beherrsche.

ONETZ: Und wie kam es dann zum Harrycane Orchestra?

Tarkan Yesil: Ich wollte eine Band gründen, in der die Stilrichtungen Jazz und Arabeske ineinander aufgehen. Ich hab dazu Leute gesucht und übers Internet hab ich den Harry Alt gefunden. Nach einiger Zeit klappte es dann auch und wir haben uns formiert.
Den Bandnamen hatte es scho vor uns gegeben, Harry wollte halt, dass der weiter geführt wird. Durch die Mischung mit den Orientanteil haben wir die Chance, dass des a bissle größer wird und dass wir uns in der „Weltmusik-Szene“ festsetzen. Unrealistisch is es net....

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