25.09.2018 - 11:54 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Neue Mentoren für Garten und Natur

Sie alle wollen Kindern und Jugendlichen den Umgang mit Pflanzen und das Erspüren des jahreszeitlichen Rhythmus vermitteln.

Abschlussfeier mit Zertifikatsübergabe „Mentoren Garten und Natur“. Teilnehmerinnen mit Referentin zusammen mit Leiterin der Umweltstation Johanna Härtl (sitzend, Zweite von links) sowie Äbtissin Laetitia Fech.
von Autor KGGProfil

"Dieses Jahr war die Ernte je nachdem schlecht oder sehr gut", sagte Johanna Härtl. Dabei meinte die Leiterin der Umweltstation einerseits im Garten die Spalierobstbäume und alle anderen Obstbäume. Auf den Feldern dagegen habe es im Sommer eher "mau" ausgesehen. Hinsichtlich des Futters für die Tiere in den Wintermonaten kämen Landwirte ins Schwitzen, sagte Johanna Härtl, die die Landwirtschaft von zu Hause kennt. Vor allen zeige sich eben, dass das tägliche Brot eben gar nicht so alltäglich ist, viel Sorge und Mühe dahinter steckt. Früher lebten 80 Prozent aller Menschen auf und von dem Land und waren von der eingebrachten Ernte abhängig und dankten Gott für das Gedeihen lassen der Früchte, sagte Johanna Härtl.

Mit dem Erntedankfest heute hier in der Umweltstation möchte man nicht nur den Abschluss der "Mentorenfortbildung" feiern, sondern auch Danke sagen. Danke sagen, dass nicht alles selbstverständlich ist, sagte Johanna Härtl.

Äbtissin Laetitia Fech sprach in ihrem Grußwort die Hoffnung aus, dass alle Teilnehmerinnen mit Freude diesen Fortbildung zu Mentoren absolviert haben und die Begeisterung für die Natur und alles drum herum weiter anhalten möge. Sie wünsche den Absolventen, dass das alles was das Jahr über gelernt wurde und jetzt wie Feuer im Herzen brennt, auch andere mit ansteckt und diese in diesem Sinne mitziehen. Man solle sich aber auch darauf gefasst machen, dass diese Begeisterung nicht immer Widerhall finden werde. Die Klosterchefin rief die Mentorinnen auf dieses Feuer im Herzen zu bewahren. Mit einer nachdenklichen Geschichte von einem "alten Apfelbaum" rundete Äbtissin ihr Grußwort ab gab die kopiert zusammen mit einem dunkelroten Apfel aus dem Klostergarten als Geschenk für zuhause mit.

Im Anschluss luden die Mentorinnen die Gäste zu einem Kreistanz ein; auch Äbtissin Laetitia Fech ließ sich nicht zweimal bitten und machte gerne mit. Bei der Zertifikatsübergabe sprach Johanna Härtl die Hoffnung aus, dass die bei dieser Bildungsmaßnahme geknüpften Freundschaften weiter untereinander gepflegt werden und man hin und wieder auch in der Umweltstation vorbeikomme.

Nach einem kurzen Sketch "Wie der Apfel den Kreislauf des Lebens lernt", luden die Mentoren die Gäste an die im Gewächshaus weiß eingedeckten und geschmückten Tische zum Essen und feiern ein. Hierzu hatten sie ein großes Buffet mit einer Vielzahl von Schmankerln die auch ein Garten und Natur bieten, vorbereitet. Danach wurde dann bis in den späten Nachmittag der erfolgreiche Abschluss dieses zweiten Kurses, der fester Bestandteil des Bildungsprogramms der Umweltstation bleibt, entsprechend gefeiert. Musikalisch gestaltet wurde die Erntedank- und Abschlussfeier von Instrumentalistinnen des Mentorenkreises.

Infobox:

Zur Zielgruppe von Mentoren gehören Erzieherinnen, Lehrerinnen, Multiplikatoren an Schulen oder anderen Einrichtungen, Kräuterführer beziehungsweise Kräuterpädagogen und Jugendleiter von Gartenbauvereinen. Zum Inhalt der Fortbildung gehören: Gestaltungsideen für einen Naturerlebnisraum wie Kräuterschnecken, Bohnen-Tipis und dergleichen mehr. Außerdem eine kleine Sortenkunde über Gemüse, Beeren und Obst; das Gärtner-Abc Anbau, Pflege und Ernte. Gartenwerkstatt: Erlebnisorientierte Vermittlung des Themas für Kinder, Vorträge, praktische Übungen und Workshops, Gruppen und Einzelarbeit. (kgg)

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