28.07.2020 - 10:11 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Pfarrvikar Markus Hochheimer feierlich verabschiedet

Bei einem von ihm selbst zelebrierten Gottesdienst wurde Pfarrvikar Markus Hochheimer verabschiedet. Wegbegleiter würdigten das Wirken in der Pfarrei Waldsassen und überreichten Geschenke – etwa einen Fan-Schal fürs Fußballstadion.

Mit herzlichen Dankesworten, Geschenken und den besten Wünschen für den neuen Wirkungskreis wurde Pfarrvikar Markus Hochheimer bei einem Festgottesdienst in der Basilika verabschiedet. Von links Stadtpfarrer Thomas Vogl, Andreas Grillmeier, Pfarrvikar Markus Hochheimer, Sabine Ernstberger, Schwester Raphaela und Dritter Bürgermeister Markus Scharnagl.
von Redaktion ONETZProfil

Zahlreiche Gläubige waren zum Festgottesdienst anlässlich der Verabschiedung von Pfarrvikar Markus Hochheimer am Sonntag in die Basilika gekommen. Musikalisch gestaltete der Basilikachor in kleiner Besetzung unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Andreas Sagstetter und Organist Franz Ballon die Messfeier.

In seiner Predigt ging Pfarrvikar Hochheimer auf das Evangelium vom vergrabenen Schatz im Acker ein. Um den Schatz zu erhalten, verkaufte der Mann all sein Hab und Gut und erwarb dafür den Acker. Übertragen auf den Glauben mahnte der Prediger: „Wir müssen das, was wir haben, sinnvoll einsetzen. Einen Schatz haben wir, wenn wir das Wort Gottes verstehen.“

Schatzsuche über den Tellerrand hinaus

Am Beispiel der Lebensgeschichte eines Handwerkers aus seiner Heimat zeigte der Priester auf wie man den Weg zum Schatz und damit zu Gott finden kann. Dazu müsse man „über den eigenen Tellerrand hinausschauen und sich aufmachen zur Schatzsuche“.

Stadtpfarrer Thomas Vogl würdigte den Dienst des Pfarrvikars in den vergangenen drei Jahren. Besonders hob er dabei die wertvolle Tätigkeit des Pfarrvikars im Altenheim, seine Krankenbesuche und die Kontaktpflege zu den Menschen hervor. Er habe sich in dieser Zeit an der neu renovierten Basilika erfreuen dürfen, zwei erwachsene Taufbewerber auf das Sakrament der Taufe vorbereitet und sich gut in das Seelsorgeteam eingebracht.

Buch über "bayerischen Papst"

Ein Lob galt seiner steten Bereitschaft, auch kurzfristig Aufgaben zu übernehmen. So sei oftmals die Vertretung des Pfarrers notwendig gewesen, zum Beispiel in der Schule oder während dessen Promotion. Als Geschenk des Seelsorgeteams überreichte Vogl eine Schiefertafel mit der eingearbeiteten Basilika. Zusätzlich übergab er ein mehr als 1000 Seiten umfassendes Buch über den emeritierten Papst Benedikt XVI., da der Pfarrvikar ein besonderes Faible für den „bayerischen Papst“ habe.

Im Namen der katholischen Pfarrei Waldsassen bedankten sich die Pfarrgemeinderatssprecher Sabine Ernstberger und Andreas Grillmeier beim scheidenden Seelsorger für die vielfältige Aufgabenerledigung beispielsweise im Altenheim, auch mit der Gitarre.

Als Geschenk hatten sie für den Anhänger des TSV 1860 München einen Fan-Schal sowie ein entsprechendes Sweatshirt mitgebracht. „Ihre Begeisterung für den Glauben lässt sich mit der für die Sechziger vergleichen“, so Ernstberger. Für die am 1. September beginnende Tätigkeit als Pfarradministrator in der Pfarrei Egglkofen mit der Expositur Wiesbach wünschte die Sprecherin alles Gute, Gottes Segen und ganz viel Kraft. „Lassen Sie sich immer auf etwas Neues ein.“

Für die Abtei Waldsassen sprach Schwester M. Raphaela in Vertretung der Äbtissin Dankesworte, wünschte alles Gute für den neuen Lebensabschnitt und überreichte ein Messbuch.

Ein Löwen-Fan ist leidensfähig und geduldig. Einmal Löwe, immer Löwe – einmal Jesus, immer Jesus.

Pfarrvikar Markus Hochheimer

Dritter Bürgermeister Markus Scharnagl hob als Vertreter der Stadt besonders die eigentlich ungewöhnlich lange Verweildauer eines Pfarrvikars in Waldsassen von drei Jahren hervor. Gerne habe er auch die humorvolle Seite des Seelsorgers Hochheimer bei verschiedenen Anlässen kennengelernt und erinnerte an die Auftritte als 60er-Fan oder als Fredl Fesl bei Faschingsveranstaltungen. „Ich wünsche Dir, dass Du im Baumarkt des Glaubens immer das richtige Werkzeug findest“, hoffte Scharnagl und bedankte sich ebenfalls mit einem Geschenk.

Hochheimer bedankte sich für die lobenden Worte und die Geschenke. „Jesus nachfolgen ist mehr als Fan zu sein“. Auf seine Neigung zu den Münchener Löwen eingehend meinte er: „Ein Löwen-Fan ist leidensfähig und geduldig. Einmal Löwe, immer Löwe – einmal Jesus, immer Jesus“. Sein abschließendes "Vergelt‘s Gott" galt allen, die ihn auf seinem Weg in Waldsassen begleitet haben. Die Feier klang mit einem Stehempfang aus.

Während seiner Zeit in Waldsassen hat der Pfarrvikar auch erwachsene Taufbewerber auf das Sakrament vorbereitet

Stadtpfarrer Thomas Vogl überreichte dem scheidenden Pfarrvikar ein über 1000 Seiten umfassendes Buch über den emeritierten „bayerischen“ Papst Benedikt.
Pfarrvikar Markus Hochheimer beim Festgottesdienst zu seiner Verabschiedung in der Basilika Waldsassen.
Hintergrund:

Neue Pfarrei unweit der ersten Kaplanstelle

Pfarrvikar Markus Hochheimer stammt aus Obernried, Pfarrei Grafenkirchen, im Bayerischen Wald und wurde in Cham geboren und getauft. Von Beruf war er Einzelhandelskaufmann und fand Ende 2005 nach einer Begegnung und einem anschließenden Vertiefungsseminar mit Pfarrer Gustav Krämer zu Jesus Christus und seiner Kirche. Nach erfolgreichem Studium der Theologie und Philosophie empfing er von Bischof Rudolf Voderholzer am 7. Dezember 2013 in der Stadtpfarrkirche Nabburg die Diakonenweihe und am 28. Juni 2014 im Regensburger Dom St. Peter die Priesterweihe. Die Primiz fand am 13. Juli 2014 statt, genau der Tag, an dem die deutsche Fussballnationalmannschaft in Brasilien im Endspiel gegen Argentinien mit 1:0 zum vierten Mal Weltmeister wurde. Nach seiner ersten Kaplanstelle in der Pfarrei Gangkofen und den letzten drei Jahren in Waldsassen wurde er jetzt zum Pfarradministrator für die Pfarrei Egglkofen mit der Expositur Wiesbach bestellt, der südlichsten Pfarrei des Bistums Regensburg, südöstlich von Vilsbiburg und unweit seiner ersten Kaplanstelle.

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