16.09.2020 - 12:33 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Polizei kassiert Schleichweg-Benutzer ab

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Der Ausnahmezustand am Stationsweg in Waldsassen, der sich in der Folge der Sperrung der Bundesstraße entwickelte, ist inzwischen wieder beendet. Die Anwohner sind erleichtert.

Ein Schild am Stationsweg, gleich hinter der Einmündung in die Elsa-Brändström-Straße, weist auf die Sperrung der Fahrbahn hin.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Nach zwei Tagen Ausnahmezustand ist am Stationsweg wieder Normalität eingekehrt. Über die "göttliche Ruhe" freute sich eine Anwohnerin am Mittwoch morgens bei einem Spaziergang am Kapplwald.

Nach der Komplettsperrung der Egerer Straße zu Beginn der Woche war das Verkehrsaufkommen am Stationsweg rasant angestiegen. Die Ortsstraße und deren Fortsetzung zur Schirndinger Straße wurde rasch zur inoffiziellen Umfahrung der Baustelle auf der Bundesstraße 299.

Einheimische und auswärtige Fahrer

Einheimische Verkehrsteilnehmer aber auch auswärtige Fahrzeuge mit CZ-Kennzeichen rumpelten am Montag und Dienstag teils in Kolonne in beide Richtungen über die Wegstrecke. Sie ist nur provisorisch befestigt; dadurch wurde durch den Transitverkehr mächtig Staub aufgewirbelt.

Am Dienstagnachmittag allerdings war es damit vorbei: Bürgermeister Bernd Sommer ließ die Verbindungsstrecke abriegeln. Zuvor hatten mehrere Anwohner im Rathaus angerufen und auf die Situation aufmerksam gemacht.

Mit hoher Geschwindigkeit

Vor allem das Gefährdungspotenzial durch den Durchgangsverkehr veranlasste mehrere besorgte Bürger zum Handeln. Durch den Stationsweg, an dem auch viele Familien mit kleinen Kindern wohnen, donnerten die Fahrzeuge mit weit höherer Geschwindigkeit als die erlaubten 30 km/h in Richtung Waldrand oder in umgekehrte Richtung zur Innenstadt.

Am Mittwoch hatte sich die Lage dann deutlich entspannt, nachdem an der Schirndinger Straße und am Stationsweg bei der Einmündung zur Elsa-Brändström-Straße ein Gesperrt-Schild aufgestellt worden war – mit dem Zusatz "Landwirtschaftlicher Verkehr frei". Eine Sperrung mit Hindernissen war Auskunft der Polizei nicht möglich, weil sonst Landwirte mit ihrem teils schweren Gerät nicht durchkommen würden.

Vereinzelt Durchgangsverkehr

Von dem Verkehrszeichen ließen sich aber am Mittwoch erneut viele Verkehrsteilnehmer – Fahrer von Personenautos wie Lastwagen – nicht beeindrucken und befuhren die Strecke.

Eine Polizeistreife hatte sich am Vormittag auf dem Weg sowie an der Schirndinger Straße postiert. Autofahrer, die meinten die Schilder ignorieren zu können und trotzdem durchfuhren, wurden gestoppt. Die Beamten verteilten gebührenpflichtige Verwarnungen. Jeweils 20 Euro mussten die Lenker bezahlen.

Zwei Tage lang war der Stationsweg inoffizielle Baustellen-Umfahrung

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