20.03.2020 - 17:41 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Punktesystem und Abreißkarte statt Bargeld

Beim Anliefern von Grüngut an der Sammelstelle in Waldsassen bleiben die Münzen für die Gebühren erst einmal im Portmonee. Auch in der jüngsten Sitzung des Stadtrats ging es um eine Bezahllösung ohne Bargeld.

Bargeldlos abgewickelt werden sollte künftig die Zahlung der Gebühr für die Anlieferung von Grünabfällen, so ein Vorschlag im Stadtrat.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Beim Anliefern von Grüngut an der Sammelstelle in Waldsassen bleiben die Münzen für die Gebühren erst einmal im Portemonnaie. Auch in der jüngsten Sitzung des Stadtrats ging es schon um ein Lösung ohne Bargeld - nicht der Coronakrise wegen, sondern weil es lange dauert.

Waldsassen

In der März-Sitzung des Stadtrats schlug Karlheinz Hoyer (CSU) Alternativen vor: Eine Punktekarte wie im Freibad oder eine Abreißkarte wie beim Skifahren. "Das ist eine gute Anregung", fand Bürgermeister Bernd Sommer und Elmar Brandl (SPD) warf ein, dass die Zwickzangen für die Entwertung der Liftkarten für Schloppach-Lift ohnehin bald nicht mehr gebraucht werden.

Sogar eine Art "Flatrate" für Kleinst-Anlieferer wurde ins Gespräch gebracht "Das wäre schon praktisch", fand Sommer und meinte, das sei kein Thema, für die eine Registrierkasse nötig wäre.

"Ich würde mir nicht den Kopf darüber zerbrechen", meinte zuvor Freier Wähler Bernhard Lux und warnte von dem Mehraufwand für die Verwaltung. Die Leute hätten ihr Geld bei der Anlieferung in aller Regel passend parat.

Im Blickpunkt:

Grüngut-Annahme: Geringeres Defizit

"Es war verdammt heiß und trocken", sagte Monika Gerl (SPD) jüngst im Stadtrat über den Bericht: Die Verwaltung hatte die Abschlussbilanz über die Annahme von Grünabfällen aus Privatgärten vorgelegt. Darin heißt es, dass gegenüber den Vorjahren weniger Grüngutabfälle (1242 Kubikmeter gegenüber 1582 im Jahre 2018) angeliefert worden waren, eben der anhaltenden Trockenheit wegen. Deshalb sind die Einnahmen (8732,50 Euro) geringer gewesen; diese seien aber durch die Gebührenerhöhung von 6 auf 7 Euro pro Kubikmeter weniger stark gesunken. Das Defizit für die Saison 2019 liegt bei 911,81 Euro, im Vorjahr waren es noch 2826,87 Euro. Die Einnahmen betrugen 2018 9610,18 Euro, die Ausgaben 12 437,05 Euro.

Die Annahmestelle ist samstags von 15 bis 17 Uhr und mittwochs von 17.30 bis 18.30 Uhr geöffnet. Wichtig ist bei der Anlieferung, dass das Grüngut (Schnittgut, Laub, Pflanzenreste, Baum- und Strauchschnitt ohne Wurzelwerk) sortiert ist.

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