26.06.2018 - 14:40 Uhr
WaldsassenOberpfalz

"Puppenfee" erwacht

Was für ein Augenschmaus: Bei der Ballettmatinée der Kreismusikschule wird diesmal die "Puppenfee" zum Leben erweckt. Die kleinste Tänzerin ist gerade mal vier Jahre alt.

In den Hauptrollen tanzten unter anderem Lea Selch als Puppenfee (links) und Clara Maenner (rechts) als Zinnsoldat.
von Ulla Britta BaumerProfil

(ubb) Alle zwei Jahre gibt es in der Turnhalle Waldsassen ein zauberhaftes Märchen der Ballettschule der Kreismusikschule Tirschenreuth. Unter Leitung von Ballettmeisterin Silvia Brauneis lassen sich am Sonntag beim Stück "Die Puppenfee" wieder unzählige Gäste in die ästhetische Welt des Tanzes entführen. Zur Musik von Josef Bayer stehen 60 kleine und große Eleven im Alter zwischen vier und 20 Jahren auf der Bühne.

Die Geschichte braucht keinen Text. Nach einer kurzen Zusammenfassung von Sprecherin Lorena Neupert führen die Mädchen ihre Zuschauer tanzend durch das Märchen. Alles dreht sich um einen Puppenladen, in dem sich eine reiche und eine arme Familie nicht entscheiden kann, welche Puppe es sein soll. Bis am Ende der Puppenmacher entscheidet, seine schönste Puppe, die "Puppenfee", zu verkaufen.

Puppen werden lebendig

Die Fee ist sehr traurig darüber. In der Nacht geht es im Laden hoch her, alle Puppen wollen Abschied von der Freundin nehmen. Anmutig tanzt sich die Hauptdarstellerin, Lea Selch, als Puppenfee ganz in weißem Tüll in die Herzen des Publikums. Die erfahrene Balletttänzerin wirbelt gekonnt über die Bühne und meistert selbst schwierige Tanzformationen mit Bravour.

Noch ein wenig zögerlich und ängstlich, aber durchaus bühnenreif zeigen auch die Jüngsten ab dem Alter von vier Jahren, dass sie bei Silvia Brauneis viel gelernt haben. Das Spiel ist ebenso anstrengend wie anspruchsvoll. Die Chefin verlangt ihren Eleven einiges ab, was diese mit viel Tanzfreude und sichtlichem Spaß meistern. Und wie immer glänzen die Ballettschülerinnen mit aufwendigen Kostümen und Kulissen, wofür Waltraud Brauneis verantwortlich zeichnet.

Märchenhaft bunt wirbeln chinesische, österreichische, spanische und japanische Puppen durch den Puppenladen. Eine große Rolle spielt ein aufwendig gekleideter Zinnsoldat (Clara Maenner). Er darf die wunderschöne Puppenfee beim Tanz begleiten. Sehr stilvoll, gar elegant, mimen der Puppenmacher (Sophia Freundl) und sein Gehilfe (Theresa Kohl) ihre Rollen. Viel Tüll und Tütü in Weiß und Cremeweiß tragen die Freundinnen der Puppenfee, was sie zu "Prinzessinnen" macht.

Lob vom Chef

"Eine Ballettschule an einer Kreismusikschule ist nicht selbstverständlich", lobt am Ende Kreismusikschulleiter Tobias Böhm die Leistungen der Eleven. Dank gilt auch den Eltern für die Unterstützung. Am Schluss heißt es zudem Abschied nehmen, weil Silvia Brauneis einige ihrer älteren Schülerinnen "entlässt", da diese den Landkreis aus beruflichen beziehungsweise schulischen Gründen den Rücken kehren.

Die jüngeren Mädchen zeigten ebenfalls viel Anmut und begeisterten unter anderem mit ausgesprochen hoher Sprungkraft (zweite Tänzerin von rechts)

Der Puppenmacher (rechts, Sophia Freundl) und sein Gehilfe (links, Theresa Kohl) wollen die Puppenfee (Mitte, Lea Selch) nicht weggeben.

Kreismusikschulleiter Tobias Böhm war begeistert. Er lobte die Ballettschule und deren Leiterin Silvia Brauneis (rechts) sehr. Eine derartige Sparte, so Böhm, sei nicht überall an staatlichen Musikschulen selbstverständlich.

Liebenswert tanzten sich die Kleinsten in die Herzen der Zuschauer.

Die netten Chinesinnen gingen ihren Part hochmotiviert an.

Bestens geschult und exakt der Choreografie von Silvia Brauneis entsprechend zeigten auch die jüngeren Eleven, was sie bereits gelernt haben.

Tosenden Applaus gab es am Ende der Ballettmatinée: Die Zuschauer waren rundweg begeistert.

Auch die Standszenen waren ein Augenschmaus. Man konnte sich an den schönen Kostümen kaum sattsehen.

Rassige Spanierinnen in der Waldsassener Turnhalle.

Anmutig und lebhaft tanzte die Puppenfee mit ihren kleinen Freundinnen über die Bühne.

Wenn die Tüllröcke flogen, gab es im Publikum auch schon einmal Zwischenapplaus.

Die Freundinnen der Puppenfee nahmen traurig Abschied mit einem schönen Tanz.

Die Puppenfee (Lea Selch) traf auch so manche chinesische Abordnungen.

Und die Füßchen immer exakt auf den Boden aufsetzen...Die Mädchen haben's wirklich drauf!

Die arme und die reiche Familie (links) wollte sich eine Puppe kaufen. Doch auch die Aufziehpuppe (Gloria Riedl, rechts) taugte den Käufern nicht.

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