02.10.2019 - 10:52 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Purzelbäume auf einem Quadratmeter

Der Kleintierzuchtverein Waldsassen war jetzt Treffpunkt von Liebhabern einer speziellen Taubenrasse.

Die Mitglieder der Regionalgruppe Süd der Züchtersparte, Vierter von links Bundesvorsitzender Dr. Martin Pestel aus Leipzig, links Regionalleiter Süd, Karl-Wolfgang Brunner aus Nittenau. Dritter von links der Zweite Vorsitzende des Kleintierzuchtvereins Waldsassen, Michael Lang.
von Konrad RosnerProfil

Dazu waren Mitglieder der Regionalgruppe Süd aus Süd- und Ostdeutschland in das Vereinsheim gekommen. Bei den Tischpurzlern handelt es sich um eine uralte Rasse aus dem persisch-indischen Raum, die bereits vor 500 Jahren beschrieben wurde. Aus den USA kam sie 1967 nach Deutschland; ein Züchter aus Dorsten brachte die Rasse mit. Sie fliegt als einzige Taubenrasse nicht, sondern läuft wie der Vogel Strauß auf dem Boden. Dabei vollführt diese überaus vitale Taubenrasse gelegentlich auch Purzelbäume.

Der Zweite Vorsitzende des Kleintierzuchtvereins Waldsassen, Michael Lang, begrüßte in Vertretung der verhinderten Vorsitzenden Heike Suchanek die Gäste, an der Spitze Regionalleiter Süd, Karl Wolfgang Brunner aus Nittenau, und den Bundesvorsitzenden des Deutschen Bodenpurzler Clubs (DBC) Dr. Martin Pestel aus Leipzig.

Wie Brunner eingangs ausführte, sei man gerne nach Waldsassen zum Kleintierzuchtverein gekommen. Dieser sei weithin für seine Aktivität bekannt. Schon als Bezirksvorsitzender der Oberpfalz sei er gerne hierher gekommen, auch wegen der Sehenswürdigkeiten wie der Basilika. Waldsassen sei zu jeder Jahreszeit eine Reise wert.

Die Mitglieder der Regionalgruppenversammlung behandelten diverse Sachthemen, ehe die Regionalmeisterschaft der Tischpurzler begann. Zuchtwart Andreas Rolf aus Waldstetten erläuterte die Regeln: So muss ein auf einem Quadratmeter Fläche gesetzter Bodenpurzler einen sauberen Purzelbaum rückwärts zeigen und möglichst auf derselben Stelle landen, von der er diesen begonnen hatte. Für Abweichungen gibt es Strafpunkte. Regionalmeister wird der Züchter derjenigen Taube, der die meisten Wettkampfpunkte erreicht.

Nach einem Durchgang wurden folgende Meister ermittelt und mit Siegergeschenken bedacht – Klasse Tischpurzler alt: 1. Andreas Rolf, Waldstetten, 2. Dr. Martin Pestel, Leipzig und 3. Karl-Wolfgang Brunner, Nittenau. – Klasse Tischpurzler jung: 1. Thomas Rauch, Saalfeld, 2. Karl-Wolfgang Brunner, Nittenau und 3. Christoph Hopfe, Ronneburg.

Brunner schenkte für das vorbildliche Ausrichten der Tagung dem Züchter Nikolaus Ramer ein Pärchen dieser seltenen Taubenrasse, damit sie auch in Waldsassen Fuß fassen kann.

Tischpurzler, eine Taubenrasse aus dem persisch-indischen Raum, können nicht fliegen.

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