31.01.2021 - 11:40 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Realschüler schaffen Kunstwerke aus Eis um Schnee vom Feinsten

Wie läuft Kunstunterricht im Homeschooling ab? Kinder und Jugendliche der Realschule im Stiftland waren dazu aufgerufen, raus in den Garten oder die Natur zu gehen und mit Eis und Schnee zu arbeiten. Dabei entstanden eindrucksvolle Werke.

von Externer BeitragProfil

Seit Jahren hat es mal wieder richtig viel geschneit. Für die Liftbetreiber in der Region kommt der Schneesegen zur Unzeit – nicht jedoch für die Schüler der Realschule im Stiftland. Trotz Lockdown und Homeschooling wurden die Jungs der fünften, sechsten und siebten Jahrgangsstufen unter Anleitung ihrer Kunstlehrerin draußen kreativ tätig. Unter Einhaltung der coronabedingten Vorgaben gestalteten die Unterstufenschüler Kunstwerke aus Eis und Schnee.

Haufen geschickt integriert

Spaziergänger konnten im Einzugsgebiet der Knabenrealschule in den vergangenen Tagen die eiskalten Kunstwerke bewundern. Die Palette reichte dabei von gefrorenen Objekten, die mit Hilfe von Eimern oder mit Folie ausgelegten Pappschachteln erstellt wurden, über mittelgroße Schneetiere bis hin zum riesengroßen Drachen oder gar zur märchenhaften Schneebehausung. Dabei verstanden es die Schüler geschickt, bereits vorhandene Scheehaufen umfangreicher Räumarbeiten in ihr Kunstwerk zu integrieren.

Es entstanden übergroße Reptilien genauso wie Bären, Hasen, Schneeeulen, Schildkröten, Igel oder Spinnentiere. Aber auch kleine, beinahe versteckte Objekte zauberten dem Betrachter durch ihren kindlichen Charme ein Lächeln ins Gesicht. So waren beispielsweise kleine Vögel aus Schnee im Futterhäuschen, auf einer Astgabel im Obstbaum oder eine Reihe kleiner Spatzen im Gartenzaun auszumachen. Andernorts schlängelte sich eine Raupe am Baum entlang, oder eine locker aufgeschichtete Wand aus Schneebällen in Astgabeln verlieh einem Obstbaum aufgrund des durchscheinenden Gegenlichts eine Leichtigkeit, die verzaubern kann.

Gefrosteter Schmuck aus Eis, farbigen Ästen und immergrünem Efeu blitzte zusammen mit rotem Hartriegel aus Bäumen heraus, und aus dem Waldboden wuchsen große Schneepilze. „Snoopy“, ganz aus Schnee modelliert, fand sich genüsslich in die Sonne blinzelnd auf der Hundehütte wieder. Und „Pacman“ positionierte sich, floristisch mit Fichtenzapfen und Lärchenzweigen arrangiert, auf einem Hackstock.

Das Fotomaterial, das der Kunstlehrerin Birgit Plößner über das Programm Mebis von den Schülern zugesandt wurde, zeigt auch Kinder und Jugendliche, die liebevoll neben einer Robbenmama aus Schnee ein Robbenbaby im Arm wiegen, stolz einen „Minion“ präsentieren, eine Platte aus gefrorener Kunst in die Kamera stemmen oder mit einem Freund oder Schulkameraden in freundschaftlicher Distanz im gemeinsam gefertigten Traktor und einem Anhänger sitzen.

Materialien aus der Natur

Vorgabe für jede Gestaltungsarbeit war, dass nur Materialien verarbeitet werden, die von der Natur vor Ort bereitgehalten werden. Dies ist neben der Vergänglichkeit der Naturkunstwerke ein wesentliches Kennzeichen von „LandArt“, das zum Motto der Aktion ausgerufen worden war. „Dieses Schneekunstprojekt wäre im Rahmen herkömmlicher Kunststunden so niemals umsetzbar und ist damit wie geschaffen für den Distanzunterricht“, heißt es vonseiten der Schule.

Um den unterschiedlichen Möglichkeiten und Wohnsituationen der Schüler Rechnung zu tragen, wurde auch ein Alternativthema angeboten. „Indoor“ sollten Schneeflocken in ihrer Vielfalt gezeichnet werden. „Eine Aufgabe, die von einem Fünftklässler mit Bravour gemeistert wurde“, so die Verantwortlichen. Die beste Projektidee nutze jedoch auch im noch so gut vorbereiteten Distanzunterricht wenig, wenn nicht auf der anderen Seite von den Schülern mitgearbeitet werde. Daher dürfe die Unterstützung durch die Elternschaft nicht unerwähnt bleiben, die die Schule in dieser besonderen Zeit erfahre. „Dafür unser ausdrücklicher Dank!“, betonen die Verantwortlichen an der Schule.

Die Waldsassener Realschulen beteiligten sich kürzlich auch an einer Hilfsaktion

Waldsassen

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