09.12.2018 - 09:59 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Die Schätze am Wegesrand entdecken

Über 130 Veranstaltungen umfasst das Jahresprogramm 2019 des Kultur- und Begegnungszentrums Abtei Waldsassen. Die fünf tragenden Säulen des zwischenzeitlich 17. Jahresprogramms sind wieder Religion, Musik, Kultur, Natur und Bildung.

Die Informationsbroschüre mit dem Jahresprogramm 2019 des Kultur- und Begegnungszentrums Abtei Waldsassen und der Umweltstation wurde in einer Auflage von 11.000 Exemplaren gedruckt und ist ab sofort an vielen öffentlichen Stellen ausgelegt. Im Bild von links Ludwig Spreitzer, Äbtissin Laetitia Fech, Johanna Härtl, Bürgermeister Bernd Sommer und Brigitte Sommer.
von Autor KGGProfil

Äbtissin Laetitia Fech stellte das Programm zusammen mit Johanna Härtl, der Leiterin des Kultur- und Begegnungszentrums und der Umweltstation, vor. Sie dankte Johanna Härtl und ihrem Team für die Mühen, dieses wieder sehr umfangreiche und ansprechende Programm auf die Beine zu stellen. Die Äbtissin wies in ihren Ausführungen darauf hin, dass das Kultur- und Begegnungszentrum 1998 durch das Kloster gegründet wurde und mit seinen heute über 130 Veranstaltungen eine gute Resonanz erfährt. Mit in das Jahresprogramm eingebunden sind seitens des Klosters spirituelle Schwerpunkte, wie die „Auszeit und Geistzeit“, „Ruhegebetskurs nach Johannes Kastian“, „Marienandachten an besonderen Orten“ sowie die monatlichen Impulse. Die Äbtissin rundete ihre Ausführungen mit einem alten Zisterzienser-Spruch ab: „Unsere Pforte ist weit offen – noch mehr unsere Herzen“.

Wie Johanna Härtl weiter auf das druckfrisch vorliegende Jahresprogramm eingehend sagte, habe man eine Reihe bewährter Veranstaltungen wieder mit aufgenommen, jedoch auch viele frische Themen im Hinblick auf das neue Modellprojekt 2019 der Umweltstation aufgegriffen. Das Motto des Modellprojekts lautet „(Wild-) Obst – Erleben, Verstehen, Bewahren“. Am Wegesrand, auf öffentlichen Flächen oder in Privatgärten zeige sich oft eine Fülle von kostbaren Früchten, die am Boden nach und nach verderben. Die Umweltstation möchte nun den Begriff „Mundraub“ positiv umdeuten. Die Mundraub-Initiative, welche durch mundraub.org ins Leben gerufen wurde, möchte wieder die ungenutzten Schätze am Wegesrand als wiederentdeckte „Allmende“ ins Blickfeld rücken. Im Rahmen des Projektes wird die Umweltstation eine „Mundraub-Tour entwickeln, informierte Johanna Härtl. Feste Programmpunkte bleiben natürlich der Kurs zur Fortbildung zum zertifizierten Kräuterführer (Beginn 26. April) sowie der Zertifikatslehrgang zum Mentor für Garten und Natur, der im März startet.

Stiftungs-Vorstand Ludwig Spreitzer griff einige kulturelle Highlights aus dem neuen Programm heraus, wie den schon seit Längerem im Jahresprogramm festgeschriebenen und von ihm initiierten Punkt „Stiftländer im Ausland“. Im Januar erzählt Anna Zeitler, gebürtige Tirschenreutherin, von ihren Erlebnissen als Sängerin, Tänzerin und Artistin in London und Buenos Aires. Weitere Veranstaltungen: „Mundgeblasenes Lamberts-Glas aus Waldsassen in aller Welt“; „Märchenstund' hat Gold im Mund“ mit Äbtissin Laetitia Fech und Ludwig Spreitzer; „Unbekanntes Kemnather Land“; "Dialekt wichtiger denn je!?“ und „Vorweihnachtlicher Abend – dem Dialekt gewidmet“. Ein fester Bestandteil bleibt das monatlich stattfindende „offene Singen“ mit 70 und mehr singbegeisterten Teilnehmern, sagte Ludwig Spreitzer.

Bürgermeister und Stiftungs-Vorstand Bernd Sommer freute sich über das wieder gelungene Jahresprogramm und wünschte sich, dass es gut angenommen wird. Überrascht zeigte sich Sommer über das Modellprojekt „Mundraub“, das nach seiner Auffassung sicher gut ankommen werde. "Wir als Stadt sind stolz auf die Umweltstation und das gute Miteinander", meinte Sommer und bedankte sich beim Leitungsteam um Johanna Härtl.

Äbtissin Laetitia Fech: „Unsere Pforte ist weit offen, noch mehr unsere Herzen.“
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