Waldsassen
11.03.2020 - 11:32 Uhr

Shakespeare auf der Kunsthaus-Bühne

Das Kunsthaus-Theaterensemble unter Regie von Manfred Grüssner sucht für die moderne Inszenierung des „Sommernachtstraum“ mit Premiere im Juli noch weitere Laiendarsteller.

KuWa-Vorsitzender Wolfgang Horn, KuWa-Pressesprecherin und Produzentin Ulla Britta Baumer und Regisseur Manfred Grüssner (von links) haben sich fürs Pressegespräch eine imposante Kulisse ausgesucht. Gespielt wird aber Kunsthausbühne. Denn eine derart berühmte Bühne wie auf dem Foto bleibt für die Sommernachtstraum-Inszenierung ein Traum. Bild: ubb
KuWa-Vorsitzender Wolfgang Horn, KuWa-Pressesprecherin und Produzentin Ulla Britta Baumer und Regisseur Manfred Grüssner (von links) haben sich fürs Pressegespräch eine imposante Kulisse ausgesucht. Gespielt wird aber Kunsthausbühne. Denn eine derart berühmte Bühne wie auf dem Foto bleibt für die Sommernachtstraum-Inszenierung ein Traum.

Manfred Grüssner, ehemaliger Rektor der Grundschule Tirschenreuth und Theatermann durch und durch ist momentan voll beschäftigt mit der "Neuen Passion Tirschenreuth". Aktuell agiert er im Kettelerhaus als Regieassistent und wirkt als Darsteller selbst mit. Gleichzeitig kreisen Manfred Grüssners Gedanken um neue Inszenierungen.

Nachdem vor zwei Jahren die moderne Variante von Goethes Faust auf der Bühne im Kunsthaus für viel Aufmerksamkeit und ausverkauften Vorstellungen gesorgt hat, wurde Grüssner nun gebeten, dort wieder ein Theater zu inszenieren. Der Konnersreuther Regisseur folgte dem Ruf gern und machte sich umgehend Gedanken um ein neues Stück, das zur Philosophie des Kunsthauses passt.

Grüssner bleibt beim Klassiker und schlug für das Kunsthaus-Sommertheater 2020 Shakespeares „Sommernachtstraum“ vor. Rasch waren sprichwörtlich Nägel mit Köpfen gemacht. Probenbeginn ist Ende April, die Premiere soll am 11. Juli stattfinden.

Klare Vorstellungen

Grüssner, der klare Vorstellungen von der neuen Inszenierung hat, hat mit Wolfgang Horn, dem Vorsitzenden des Fördervereins Kunsthaus Waldsassen (KuWa), einen tatkräftigen Mitstreiter. Die beiden kreativen Köpfe verrieten beim Pressegespräch Details zu den Kulissen und dem modern aufbereiteten Shakespeare. So werden etwa puristische, schwarze Würfel diesmal eine große Rolle spielen „Den sehr umfangreichen Text wird man nur in Bruchstücken im Theaterspiel erkennen“, erklärt Grüssner. Shakespeares großes Werk werde im Wesentlichen durch Handlung, Bewegung und in Bildern dargestellt.

„Die Spieler werden sich die Freiheit nehmen, auch den Bezug zur Gegenwart zu suchen und den Sommernachtstraum als Anlass für Aussagen zum Thema Liebe zu nehmen." Denn um die Liebe drehe sich das gesamte Stück, wie im Original mit all den Verwechslungen, die sich ergeben.

Grüssner freut sich, damit wieder eine weitere Kooperationsarbeit mit dem Verein „Modernes Theater Tirschenreuth“ in Waldsassen präsentieren zu können. „Mit diesen künstlerischen Bühnendarstellungen haben wir eine Möglichkeit gefunden, auch dem Theater eine Bühne zu geben“, freut sich KuWa-Vorsitzender Wolfgang Horn. „Es ist uns im Verein ein wichtiges Anliegen, alle denkbar möglichen künstlerischen Formen im KuWa zu vereinen."

Horn will an den großen Erfolg des „Faust“ anknüpfen und sieht einer spannenden Theaterzeit entgegen.

Ensemble vervollständigen

Erster Schritt vor den Proben sei es nun, das Ensemble zu vervollständigen, sagen Horn und Grüssner. Zur erfahrenen Truppe sucht der Regisseur neue Gesichter für seine Bühne. Gut sei es, bereits Bühnenerfahrung mitzubringen, aber das sei nicht unbedingt Vorgabe. „Auch Neuanfänger sind willkommen“, betont der Regisseur und nennte Beispiele von Darstellern aus dem „Faust“ oder den MTT-Inszenierungen, wo sich regelmäßig Neulinge auf der Bühne als überraschend talentiert präsentierten der sich in kleinen Nebenrollen bestens darzustellen wüssten.

Erforderlich sei natürlich die Bereitschaft, während der Probenzeit (von Ende April bis Anfang Juli) jeweils Dienstag und Donnerstagabend sowie zu den vier Aufführungen zur Verfügung zu stehen. Wer Interesse hat, kann sich bei Produktionsleiterin Ulla Britta Baumer, Telefon 0171 9949667 oder per E-Mal (ullabritta.baumer[at]gmx[dot]de) melden.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.