13.12.2019 - 16:30 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Stadt „vergräbt“ viel Geld im Wald

Bürgermeister Bernd Sommer gab kürzlich im Stadtrat Waldsassen eine Reihe von nichtöffentlichen Beschlüssen bekannt. Vor allem Auftragsvergaben standen dabei im Mittelpunkt, mit teils stattlichen Summen.

Die Quellen 6 bis 8 sind während der Bauzeit vom Netz genommen und freigelegt. Im Hintergrund der Bereich der Quelle 9, die bereits in den Jahren 2018/2019 saniert worden war.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

Viel Geld verschlingen Investitionen in die Wasserversorgung. Den Bauauftrag für die Quellensanierung erhielt die Firma Roth in Wunsiedel für 951 955,83 Euro, wobei das Unternehmen aus Wunsiedel als einzige Firma ein Angebot abgegeben hat. Im Vermögenshaushalt 2019 sind für diese Baumaßnahme 300 000 Euro eingeplant, die Restkosten wird der Haushalt 2020 enthalten: Die Bauzeit ist bis Juni nächsten Jahres vorgesehen. Für den zweiten Abschnitt der Sanierung des Hochbehälters im Wernersreuther Wald legte die Firma Von der Forst in Pfarrweisach das wirtschaftlichste Angebot vor (130 577,25 Euro).

Für die Kanalauswechslung in der Georg-Dientzenhofer-Straße erhielt die Stadt Waldsassen eine Abrechnung der Tiefbauarbeiten in Höhe von 160 750,72 Euro brutto: Die Angebotssumme war um rund 4900 Euro geringer, jedoch musste ein größerer Granitstein-Findling ausgebaut werden. Außerdem waren mehrere Kabelquerungen erforderlich.

Im nächsten Jahr soll die Aula der Markgraf-Diepold-Grundschule saniert werden. Die Planung der Elektroinstallation wurde vergeben an das Ingenieurbüro Projekt-HLS GmbH in Weiden zum Angebotspreis von 41 098,63 Euro. Weitere Auftragsvergaben wurden auch im Zusammenhang mit der Erweiterungsmaßnahme des Kinderhauses "Tausendfüßler" bebilligt. Den vorgesehenen Pavillon im Gartenbereich wird die Dachdeckerei Schreiner errichten, für 7816,86 Euro. Sie übernimmt auch Zimmererarbeiten (13 898,01 Euro). Die Stahlbauarbeiten gingen an die Firma Fütterer in Püchersreuth (23 498, 53 Euro).

Zuletzt wurden die Leistungen für die Verschattung des neu geschaffenen Terrassenbereichs entlang des Kinderhausgebäudes ausgeschrieben. Den Auftrag erhielt die Firma Faltenbacher (Erbendorf) für 48 653,15 Euro.

Zum Stadtarchiv umgebaut wird die ehemalige Tourist-Info am Johannisplatz. Dabei soll auch die Inneneinrichtung des bisherigen Archivs, das zurzeit in angemieteten Räumen im Anwesen Egerer Straße 2 untergebracht ist, erneuert werden. Zusammen mit den erforderlichen Elektro- und Malerarbeiten sowie dem Einbruchsschutz belaufen sich die Gesamtausgaben auf rund 25 000 Euro. Dafür wird zum Teil der Haushaltsansatz verwendet, der für die Dachstuhlsanierung am Anwesen Johannisplatz 9/11 eingeplant war. Dieses Jahr war die Maßnahme nicht ausgeführt worden.

Der Auftrag für die Elektroplanung bei der Sanierung und Revitalisierung des Anwesens Brauhausstraße 2 ging an das Büro Dittmann in Plößberg zum Angebotspreis von 10 013,16 Euro.

Bereits in den Jahren 2018/2019 waren die Quellen 1 bis 3 saniert worden. An die Maßnahme erinnert inzwischen kaum etwas mehr.
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Die Quellen 9 und 10 waren in den Jahren 2018 saniert worden, im Hintergrund die Baustelle zur Sanierung der Quellen 6, 7 und 8.
Die Quellen 6 bis 8 sind während der Bauzeit vom Netz genommen und freigelegt.
Glasfaser-Anschlüsse für Schulen:

Glasfaser-Anschüsse für Grundschule und Mittelschule

Die Aufträge für die Glasfaser-Anschlüsse der beiden Schulen in der Trägerschaft der Stadt Waldsassen ergingen an die Firma T-Systems - für 36 958,92 Euro (Grundschule) und für 72 439,50 Euro Mittelschule). Wie es heißt, könnten die Preise nur garantiert werden, wenn zeitgleich eine Auftragsvergabe des Landkreises für die Realschule im Stiftland erfolgt. Nach dem Abzug der Förderung durch die Regierung der Oberpfalz bleibt für die Stadt ein Eigenanteil von 26 135,87 Euro. Die Förderbescheide sind bereits eingetroffen. Zudem gab Bürgermeister Bernd Sommer noch bekannt, dass die Stadt künftig stärker wieder in den Mietwohnungsbau einsteigen will. Dabei eine Rolle spielen auch Fördermöglichkeiten für neuen Wohnraum in Bayern, mit Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen. Der Fokus liegt dabei auch auf innerörtlichen Baulücken. (pz)

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