Den „Beruf des Schreiners: früher&heute“ brachte die Schreinerei Weiß in generationsübergreifender Zusammenarbeit einer zehnköpfigen Schülergruppe näher. Zunächst lud Seniorchef Otto Weiß die Jungs in sein privates Schreinereimuseum ein, wo er den Schülern neben dem Beruf des Schreiners, Wagners und Fassbinders auch die Traditionen und die Geschichte des Zunfthandwerkes erläuterte. Dass das sprichwörtliche „in die Schuhe schieben“, das „Schlitzohr“ und der alltagssprachliche Begriff „Okay“ aus der Tradition des Handwerks stammen traf ebenso auf reges Interesse, wie die Erklärungen zu historischem Werkzeug durch den Schreinermeister, der seine Lehre 1958 begonnen hatte.
Im Anschluss besichtigte die Gruppe den Schreinereibetrieb von Helmut Weiß, wo Produktionsprozesse heute größtenteils an computergesteuerten Maschinen ablaufen: „2022 wollen wir die am modernsten ausgestattete Schreinerei in der Oberpfalz sein“, so der Geschäftsführer. Im Anschluss an die Betriebsbesichtigung erläuterte der Juniorchef bei einer Brotzeit den Ausbildungsberuf des Schreiners, bevor er die Schülergruppe mit einem kleinen Präsent verabschiedete.
Ein weiteres Zentrum des Projekttages war das Museum Mitterteich. Dort schnupperten zehn Jugendliche unter Anleitung von Nicole Schuller mit Pinsel und Dekorelementen in den Beruf des Porzellanmalers hinein und designten ihren individuellen Bierkrug.
Ein paar Türen weiter begleiteten Sabine Hoffmann, Peter F. Dotzauer, Rainer Gottas, Karl Ockl und Reinhold Csakli eine Gruppe Realschüler auf ihren ersten Schritten in das Schnitz-Handwerk. Die Chemie zwischen den Jugendlichen und der ehrenamtlichen Kursleitern stimmte auf Anhieb, so dass man adhoc für das kommende Schuljahr eine Kooperation der Mitterteicher Schnitzer mit der Realschule im Stiftland ins Auge fasste.
















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