16.08.2018 - 09:46 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Überversorgung

Bürgermeister Bernd Sommer verweist in einem Brief an die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns auf die Schließung der Hausarzt-Praxis von Dr. Manfred Müller Ende Juni und deren Folgen. Die Antwort dürfte viele überraschen.

Symbolfoto.
von Paul Zrenner Kontakt Profil

In der jüngsten Sitzung des Stadtrats verlas Bernd Sommer die Antwort auf sein Schreiben. Fazit: Im Raum Waldsassen, Konnersreuth und Neualbenreuth gibt es auch nach der Schließung dieser Praxis genügend Hausärzte. Man habe sogar eine "Überversorgung festgestellt", wie es heißt.

Die hausärztliche Versorgung wird nach der Bedarfsplanung in Mittelbereiche unterteilt. Zum Mittelbereich Waldsassen gehören die Stadt Waldsassen sowie Konnersreuth und Neualbenreuth. Dort seien aktuell sieben Hausärzte zugelassen bzw. angestellt. "Dies entspricht einem Versorgungsgrad von 113,22 Prozent." Niederlassungen für neue Ärzte seien damit nur im Rahmen der Praxis-Nachfolge möglich - etwa durch die Übernahme der Praxis Dr. Müller. Für eine Unterversorgung oder eine drohende Unterversorgung gebe es zurzeit keine Anhaltspunkte. Die Feststellung drohender Unterversorgung beziehe sich immer auf den gesamte Planungsbereiche und nicht auf einzelne Unterbereiche oder Gemeinden eines Planungsbereichs.

Dr. Müller sei bei der Suche nach einem Nachfolger unterstützt worden, auch seien Kontakte mit interessierten Hausärzten hergestellt worden. "Leider gab es auf die Ausschreibung der Praxis im April keinen Bewerber für den ausgeschriebenen Praxissitz." Außerdem heißt es in dem Schreiben weiter, dass an die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns keine Beschwerden hinsichtlich der Patientenversorgung herangetragen worden seien.

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