11.09.2020 - 14:56 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Der vierte Neubeginn im Kloster Waldsassen

Corona wirbelt auch die Planungen in der Zisterzienserinnenabtei durcheinander: Nicht wie geplant gewürdigt werden kann das 25. Weihejubiläum von Äbtissin Laetitia Fech. Dennoch gibt es eine Besonderheit aus diesem Anlass.

Die Zisterzienserin Laetitia Fech ist seit 1995 Äbtissin des Klosters Waldsassen. Die Weihe vor 25 Jahren wird wegen der aktuellen Umstände erst 2021 gefeiert, den Jubiläumsband gibt es aber schon dieses Jahr.
von Externer BeitragProfil

"Infolge der derzeitigen Situation wird die Feier auf den 3. Oktober 2021 verschoben", heißt es über das Weihejubiläum in einer Pressemitteilung der Zisterzienserinnen-Abtei Waldsassen. Der Festband, den der Verein der Freunde des Klosters Waldsassen aus diesem Anlass initiiert hat, wird aber trotzdem in diesem Jahr vorgestellt.

Das erste Exemplar dieser Festschrift über die Zisterzienserinnen in Waldsassen mit dem Titel "Die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft" wird nun von der Vorsitzenden des Vereins, Monika Hohlmeier, bei der Mitgliederversammlung am Freitag, 25. September, ab 19 Uhr in der Aula der Abtei Waldsassen an die Äbtissin überreicht - "natürlich unter Einhaltung der üblichen Hygieneregeln und Vorgaben für Versammlungen der bayerischen Staatsregierung", heißt es in der Pressemitteilung.

Abtei seit 1925

In Waldsassen sind zwei Gründungen des Zisterzienserklosters beschrieben - zunächst 1133 und dann, nach einer 100-jährigen Unterbrechung während der Reformation, im Jahr 1661. Die Männerklöster finden ihr Ende in der bayerischen Säkularisation 1803. Die dritte Gründung nehmen Zisterzienserinnen aus Seligenthal vor, als sie 1864 in Waldsassen einzogen. Seit 1925 ist dort wieder eine Abtei errichtet.

"Die Zisterzienser in Waldsassen haben eine dreifache, wenn nicht gar vierfache Geschichte", heißt es über den Hintergrund des Festbands: Er dokumentiert vor allem den Neubeginn in der Abtei Waldsassen seit der Wahl von Sr. Laetitia Fech im Jahr 1995 zur vierten Äbtissin.

"Nach jahrelangen intensiven Bau- und Renovierungsarbeiten unter ihrer Leitung blühen neben den kontemplativen Rückzugsorten die klostereigenen Betriebe und Einrichtungen auf", wird in der Mitteilung die Entwicklung in den vergangenen 25 Jahren beschrieben.

Konkret benannt werden im Schulbetrieb die in klösterlicher Trägerschaft geführte Mädchenrealschule, ein Kultur- und Begegnungszentrum mit dem zisterziensischen Thema zur Bewahrung der Schöpfung/Umweltbildung, ein Gästehaus St. Joseph mit einem Klosterladen sowie zum Thema Inklusion die Einrichtung "Mühlenviertel".

Wahlspruch als Titel

Den Angaben zufolge vermitteln namhafte Archivare, Historiker und Kunsthistoriker einen Überblick über die vier Gründungen und stellen das Zisterzienserinnenkloster Waldsassen unter dem Wahlspruch von Äbtissin M. Laetitia Fech ("Die auf den Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft") erstmals in den Mittelpunkt.

Verleger Albrecht Weiland vom Verlag Schnell & Steiner Regensburg hat diesen Festband in sein Programm aufgenommen, auch im Hinblick auf den Beginn der Geschichte dieses Verlages in Waldsassen. Herausgeber ist Peter Pfister; der Band kostet 24,95 Euro und ab Januar 29,95 Euro.

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