27.07.2021 - 09:24 Uhr
WaldsassenOberpfalz

Eine Wurzel und ein Olivenbaum in der Basilika Waldsassen

Viele Symbole prägten den Gottesdienst zum Welttag für Großeltern und ältere Menschen. Der Sachausschuss Ehe und Familie des Pfarrgemeinderats hatte die Feier vorbereitet.

Beim Gottesdienst zum Welttag für Großeltern und ältere Menschen trugen Großeltern und Enkel gemeinsam die Kyrierufe und Fürbitten vor.

Zum Welttag für Großeltern und ältere Menschen ist in der Basilika Waldsassen ein besonders gestalteter Gottesdienst gefeiert worden. Großeltern und Enkel trugen dabei gemeinsam Fürbitten und Kyrierufe vor. Damit wurde die Weitergabe eines großen Schatzes an Lebenserfahrung an die nächsten Generationen dokumentiert.

Im Mittelpunkt der Predigt von Stadtpfarrer Dr. Thomas Vogl standen drei Kernbegriffe der Botschaft von Papst Franziskus zum Welttag für Großeltern und ältere Menschen. Symbolisch hatte diese der Sachausschuss Ehe und Familie neben dem Ambo mit einer Wurzel und einem großen Olivenbaum dargestellt.

Erinnerung, Gebet und Träume. Erinnerungen, so Stadtpfarrer Thomas Vogl, sind der große Schatz an Lebenserfahrungen und damit auch Weisheit, der ältere Menschen auszeichnet. Diese zu bewahren und miteinander zu teilen, macht achtsam und wach für die Gegenwart und Zukunft. Sie sind nicht als Nostalgie oder als „die gute alte Zeit“ zu sehen, sondern als Aufgabe der älteren Menschen, die dazu beiträgt eine menschlichere Welt zu schaffen.

Das Gebet sieht Papst Franziskus als neue und gerade dem Alter auch besonders eigene Berufung. Wer danach frägt, wozu er noch wichtig ist, der kann gerade im Gebet einen Dienst für Kirche und Welt übernehmen, ein Zeichen zuversichtlicher Gelassenheit schenken. Und weil es oft die Großeltern sind, die mit den Enkelkindern beten und den Gottesdienst besuchen, liegt darin auch der Dienst der Glaubensweitergabe an die nächste Generation.

Und schließlich sollen Träume den Bund zwischen Jung und Alt bilden. Die Träume als Sprache Gottes in der Bibel sind nicht nur den Jungen vorbehalten, sondern sollen in jeder Lebensphase das lebendig halten, wovon auch das Sonntagsevangelium von der Brotvermehrung und die Lesung aus dem Epheserbrief sprachen: den Traum von einem Leben in Fülle für, weil es durch die Berufung der Taufe die eine gemeinsame und verbindende Hoffnung auf Liebe, Frieden und Einheit gibt. Ehrfurcht und Liebe zwischen den Generationen sind schon Verwirklichung dieses Traumes.

Stadtpfarrer Dr. Thomas Vogl bei der Predigt.
Beim Gottesdienst zum Welttag für Großeltern und ältere Menschen trugen Großeltern und Enkel gemeinsam die Kyrierufe und Fürbitten vor.

 

 

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