01.07.2020 - 11:04 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Erna und Josef Gollwitzer feiern goldene Hochzeit

Erna und Josef Gollwitzer sind seit 50 Jahren verheiratet.
von Franz VölklProfil

Erna und Josef Gollwitzer feierten goldene Hochzeit. Erna, geborene Wittmann stammt vom Kühbachhof bei Frankenrieth, der Jubelbräutigam ist als ehemalige FSV-Fußballgröße bekannt. Als Mittelfeldstratege jagte der „Surrer“ fast vier Jahrzehnte dem runden Leder voller Leidenschaft nach. Seine Ehefrau organisierte für die Siedlergemeinschaft bereits 14 Nähkurse, wobei die Teilnehmer aus den ganzen Landkreis kommen. Aufgewachsen ist sie am elterlichen Hof mit sechs weiteren Geschwistern.Josef Gollwitzer ist mit einer Schwester in Waldthurn aufgewachsen und lernte das Maurerhandwerk bei der Firma Georg Gollwitzer, wo er 45 Jahre bis zur Rente arbeitete.

Als Maurer war er im Sommer 1966 am Kühbachhof und baute den neuen Kuhstall, dabei sah er Erna und verliebte sich in sie. Bei der Fastnacht im Frühjahr 1967 war es schließlich um beide geschehen, als sie beim Tanz beim Bojer in Ottenrieth aus dem „Fundament des Kennenlernens das Haus der Liebe fürs Leben bauten“ und der Surrer seine Erna das erste Mal nach Hause führte. „Fußball ist mein Leben“, sagte Josef Gollwitzer. Gerne teilte seine Freundin die Fußballleidenschaft und nähte für den FSV Waldthurn sogar die Eckfähnchen und hat auch gerne die Trikots gewaschen.

Am 26. Juni 1970 gaben sich die beiden in der Fahrenberg-Kirche vor Pfarrer Joseph Greil das Jawort. Tags zuvor vollzog der damalige Bürgermeister Ludwig Bergmann die standesamtliche Trauung. „Am Samstag war das Hochzeitsfest beim Gipfelwirt, am Sonntag spielte Josef Fußball und am Montag gingen wir wieder unserer Arbeit nach“, erinnert sich die Jubilarin. Flitterwochen oder Hochzeitreise gab es keine, das elterliche Haus von Josef in Waldthurn wurde um- und angebaut. Erna Gollwitzer war und ist eine Frau der klaren Worte. Als eine der ersten Markträtinnen „regierte“ sie von 1996 bis 2002 im Gremium und bezog dabei mit ihrer Art klar Stellung. Die Jubelbraut arbeitete vor der Ehe im Flosser Kabelwerk, war dann Hausfrau und Postzustellerin. Nachdem sie nochmal in die Postschule ging, war sie in der Philatelie in Weiden Teamleiterin Versand. Seit seinem Eintritt in den Rentenstand kümmert sich Josef um die häuslichen Holzarbeiten und interessiert sich weiterhin für seine Leidenschaft Fußball entweder am benachbarten Platz beim FSV oder verfolgt auch im Fernsehen die Spiele.

Die Kinder Thomas, Karin und Klaus sowie die Enkel Luisa und Fabian wünschten alles Gute. Der Waldthurner Pfarrer Norbert Götz gratulierte ebenso wie Bürgermeister Josef Beimler, ebenso dritter Bürgermeister Hans-Peter Reil. Er war vor einem halben Jahrhundert Brautbub bei der Hochzeit des Jubelpaars. Woher kommt eigentlich der Name Surrer? „Als kleiner Junge gab es wenig Spielzeug, so ahmte der kleine Josef gerne ein Moped oder einen Traktor nach und surrte so vor sich hin“, erklärt Ehefrau Erna. So entstand der Name, der ihn und seinem Sohn Klaus, der Surrers Radlhütte am Kühbachhof führt, bis heute blieb.

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