18.04.2019 - 09:14 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Freie Wähler positionieren sich in Waldthurn

Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Waldthurn stellt sich für die Zukunft auf. Roman Bauer tritt als Stellvertreter zurück. Erhalten bleibt aber der Mann an der Spitze.

Die Freie Wählergemeinschaft Waldthurn hat Jürgen Götz (Vordere Reihe Zweiter von links) erneut zum Vorsitzenden gewählt
von Franz VölklProfil

Jürgen Götz führt seit vier Jahren die Freien Wählergemeinschaft (FWG) Waldthurn. Am Dienstagabend wurde er im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Kühnhauser für zwei weitere Jahre an die Spitze der Partei gewählt. Der bisherige zweite Vorsitzende Roman Bauer meinte in seiner Funktion als zweiter Bürgermeister, dass auf die Freien Wähler immer Verlass sei. „Schon bei der letzten Wahl vor zwei Jahren habe ich angekündigt, etwas kürzer treten zu wollen. Deshalb werde ich mich von den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden zurückziehen und mich gerne weiter als Beisitzer für „meine Partei“ einbringen.“ Bauer sagte, dass er trotzdem einer Freier Wähler mit Herz und Blut sei, der seit über 24 Jahren im Vorstandsgremium der Partei tätig sei. Als neuen Stellvertreter wählte die Versammlung Marktrat Andreas Troidl, gleichberechtigter Stellvertreter ist weiterhin Manfred Käs.

Schriftführer ist Michael Troidl und die Kasse führt weiterhin Fraktionssprecher Michael Steiner. Als Beisitzer wurden bestimmt: Waltraud Kühnhauser, Josef Beimler, Josef Müllner, Petra Reil, Max Müllner, Andreas Holfelner, Heiko Glaser (neu), Josef Pühler, Dieter Malzer, Wolfgang Grötsch, Jürgen Stade, Roman Bauer (neu), Johann Bäumler und Manfred Holbaum. Einen prüfenden Blick auf die Kasse werden weiterhin Josef Holfelner und Bernhard Unger werfen.

Vor den Neuwahlen blickte der alte und neue Vorsitzende auf das vergangene „Vereinsjahr“ der 49 Mitglieder zählenden Freien Wähler zurück. Er schnitt die Rama-dama-Aktion an der Luhmühle, den Aufbau des Osterbrunnens, Bürgerfest, den erfolgreichen Weihnachtsmarkt, LTO- röffnung im alten Raiffeisengebäude an. Michael Steiner erläuterte die Kassenbewegungen.

Steiner sprach in seiner Eigenschaft als Marktrat und Fraktionssprecher über die politischen Aktivitäten der Freien Wähler und die aktuellen Angelegenheiten. Im Baugebiet Hirmesbühl habe sich was getan, die Marktgemeinde hatte einige Unannehmlichkeiten mit Altlasten. Das Baugebiet habe den Marktrat schon einige graue Haare gekostet, jetzt werde die Straße hergestellt und man könne in den Verkauf einsteigen. Viele Interessenten seien da, man könne erst nachdem die Straße fertiggestellt worden ist, die Einzelparzellen vermessen und beurkunden. Interesse an den Bauplätzen sei da, gut ein Drittel sei schon weg. „Innen statt Außen“ war ein weiterer Punkt. Die Marktgemeinde konnte drei Gebäude ankaufen, die saniert werden.

Beim Anwesen Ebnet werde ein Torbogen geöffnet, so könne man von hinten zum Markt durchgehen, dort wo früher das Gasthaus war, werden sechs Wohnungen entstehen. Beim Anwesen „Adam“ entstehe eine Physiotherapiepraxis mit einem kleinen Fitnessraum im ersten Stock und ganz oben im Dachgeschoss zwei Wohnungen. Der dritte Baustein - das „Hirmeshaus“ werde zwei Wohnungen erhalten. „Die Marktgemeinde musste eine Million Euro aufnehmen, Baugebiete erschließen sich nicht von alleine, wir werden das Geld wieder zurückbekommen“. Diese Vorleistungen seien auch bei „Innen statt Außen“ fällig, daher sei die Pro-Kopf-Verschuldung von 785 Euro auf 1155 Euro gestiegen. Trotzdem stehe die Gemeinde gut da, auch wenn man bedenkt, dass man die Straße nach Oberbernrieth neu hergestellt habe. Die Kläranlage Waldthurn sei immer noch nicht abgerechnet. Nach mehreren Bürgeranfragen sollen demnächst Bescheide an die Bürger gehen.

Steiner referierte über Integrierte Ländlichen Entwicklung (ILE) – die kommunale Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden. Der Parkplatz am ehemaligen alten Rathaus sei ein schöner Flecken geworden und absolut nötig gewesen. Nach Abschluss der Neugestaltung wird es eine Einweihung geben.

Erna Gollwitzer kritisierte, dass sie hinsichtlich des Unfallschwerpunkts an der Kreuzung Lennesrieth einen Antrag auf Einrichtung eines Kreisverkehrs gestellt habe, die Ablehnung habe sie aus den Medien erfahren. Steiner stellte klar, dass der Antrag an die Marktgemeinde gegangen sei und sie von dort eventuell auch eine offizielle Antwort oder einen Zwischenstand hätte bekommen sollen.

Roman Bauer wies darauf hin, dass derzeit noch nicht klar sei, wie viele Markträte - 14 oder 12 - im März 2020 zu wählen seien. „Wir werden im Sommer/Herbst eine Liste aufstellen, die sich Sie schreibt“, meinte Bauer. Ansonsten werden die Freien Wähler das Wählervotum so annehmen wie es kommt. Josef Müllner schlug für den Herbst einen politischen Frühschoppen mit einem hochrangigen „freien Wähler-Politiker“ vor, was auf Zustimmung in der Versammlung stieß.

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