05.07.2020 - 16:21 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Eine gesunde Nummer für Waldthurn

„92727“ ist die Postleitzahl Waldthurn und eine „gesunde Nummer“. Denn aus dieser eingängigen Zahlenkombination hat sich vor knapp zwei Jahren das Gesundheitsförderungsprojekt „NEUN2727 – gut leben im Waldthurner Land“ entwickelt.

Die NEUN2727-Bank am Waldthurner Rathaus. von links stehend: dritter . Bürgermeister Hans-Peter Reil, CSU-Fraktionssprecher Georg Bocka, Bürgermeister Josef Beimler, SPD-Markträtin Kerstin Duric, FW-Fraktionssprecher Michael Steiner und NEUN2727 - Koordinatorin Doris Völkl. Sitzend: Silke Stubenrauch (Metallbau Stubenrauch) und Tochter Lena
von Franz VölklProfil

Ziel war damals wie heute, das Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürger ab 60 Jahren in der „NEUN2727 – Region“ zu stärken. Bis zum Beginn der Corona – Pandemie war dies wöchentlich möglich, seither ruhen die Kurse. Im Januar 2018 wurden von der Marktverwaltung 527 Fragebögen an Frauen und Männer über 60 Jahre aus der gesamten Marktgemeinde versandt „Eine Bedarfsabfrage vorab war sinnvoll, um genau zu sehen, wo den Einwohnerinnen und Einwohnern der Marktgemeinde der Schuh drückt“, blickt Völkl zurück. Themengebiete wie „Motive & Barrieren, Bewegung, Ernährung, Entspannung, Infrastruktur und weitere Wünsche wurden abgefragt. „Fast die Hälfte der befragten Personen schickten den 5-seitigen Bogen zurück“.

Aufgrund dieser Ergebnisse und nach umfangreichen Vorbereitungen samt Konzepterstellung erhielt die Marktgemeinde den Zuschlag für die Gesundheitsvorsorge der Bürger ab 60 Jahren über eine Laufzeit von vier Jahren. Seit der Auftaktveranstaltung im September 2018 mit Gesundheitscoach Thomas Eberl hat das Projekt erfolgreich eingeschlagen. Insgesamt 73 Kurse und Vorträge wurden bisher angeboten. Das Interesse war enorm.

Der Projektstart:

Waldthurn

Am 10. März 2020 war vorerst der letzte Kurs – coronabedingt pausieren seitdem die öffentlichen Veranstaltungen des Projekts. Im Hintergrund wird weiter gearbeitet, Anleitungen zu Gedächtnisübungen, Rezepte und Bewegungstraining wurden veröffentlicht. „Die Referenten, deren Kurse in der Corona -Pandemie abgesagt wurden, stehen im Herbst wieder zur Verfügung“, macht Koordinatorin Doris Völkl Hoffnung, dass es bald weitergeht.

Naturkosmetik – selbst gemacht, Vortrag über „Ernährung zuckerfrei“, Kokosöl -Gesund und lecker; Lebe mit Genuss im Säure-Basenhaushalt; Muskelentspannung nach Jacobson; Fußreflexzonen-Massage; Zauberhaftes Konzentrationstraining; Befreie Deine Schultern sowie ein Kochkurs mit Wildkräutern in Suppe, Salat, Aufstrich, „Wie kann ich mit Hilfe von chinesischer Medizin meine Gesundheit stärken“ sind einige Themen.

„Zeit wird, dass es wieder los geht. Täglich kommen hierfür im Rathaus Anfragen. Der Markt wird zusammen mit der Koordinatorin alles daran setzen, dass wir wieder starten können“, ergänzte Bürgermeister Josef Beimler.

Bänke auch für die Ortsteile

Ein Ergebnis der Befragung war laut Völkl, dass 59 Prozent der Altersgruppe 60plus sich in den Ortskernen der einzelnen Ortschaften Sitzgelegenheiten wünschen. Diesen Auftrag habe der Markt zusammen mit dem Amt für ländliche Entwicklung aufgegriffen und außerhalb des Projekts umgesetzt. Schon im Herbst wurden die ersten drei hochwertigen Bänke am Marktplatz direkt an der Kirche und an den beiden Bushaltestellen platziert, nun waren die restlichen Bänke an der Reihe.

Delegationen unterwegs

Beimler dankte dem Rehazentrum Waldthurn und Metallbau Stubenrauch für die unkomplizierte Zusammenarbeit bei der Herstellung der 15 Sitzgelegenheiten und für die Übernahme der Kosten für je eine Bank im Wert von jeweils 800 Euro. Die Koordinatorin meinte zu Beginn der „Bankaufstellaktion in und um Waldthurn“, gerade nach der schwierigen Coronazeit gebe es nun die Möglichkeit, sowohl alt als auch jung sich hier mit dem nötigen Abstand auszuruhen.

Der Lennesriether Dorfsprecher Werner Ertl freute sich über die „Bänkedelegation“. "Wir werden uns dorfintern über den endgültigen Standort Gedanken machen.“ In Albersrieth werde die Sitzgelegenheit einen Platz im zukünftigen Mehrgenerationenpark einnehmen, meinte Dorfchef Andreas Bodensteiner.

Georg Stahl dankte in Frankenrieth für die neue Bank, die am Spielplatz platziert ist. Regine Weig empfing die Delegation am Ottenriether Spielplatz. Lukas Völkl hatte in Spielberg auf Weisung des OWV-Vorsitzenden Roman Bauer das bisherige OWV-Bankerl etwas versetzt und die NEUN2727-Bank am Ortsausgang Richtung Wampenhof platziert. Die Wampenhofer hatte ihre Sitzgelegenheit am Hummerberg am Steinkreuz für Wanderer aufgestellt. In Woppenrieth empfing eine große Abordnung an Einheimischen die „Bankerlübergeber“. Mit dabei war Landarzt Nikolaus Globisch.

In Oberbernrieth nahmen die Familien Schmidbauer und Müller die Bank offiziell für die Dorfgemeinschaft in Empfang. „Dort wo früher das Milchbankerl stand, ist jetzt unter der Wandertafel das NEUN2727-Bankerl“, meinte Schmidbauer.

Auch am Rondell in der Badeweihersiedlung hießen vornehmlich jüngere Bürger das Bankerl willkommen. Sobald der Schäfereiranger in Waldthurn fertiggestellt ist, wird dort die letzte Ruhebank ihrer Bestimmung übergeben.

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