09.03.2020 - 09:28 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Heimatkundlicher Arbeitskreis präsentiert Schulgeschichten

Vorsitzender Georg Schmidbauer informiert die Mitglieder des Heimatkundlichen Arbeitskreises (HAK) über die erste eigene Broschüre mit dem Titel „Schulgeschichte(n) aus dem Waldthurner Land. Die Berichte sind kurios und humorvoll.

Die Mitglieder des HAK lassen sich in Regensburg durch die Landesausstellung führen.
von Franz VölklProfil

Auf 226 Seiten berichten die Autoren, Georg Schmidbauer, Josef Forster, Johannes Weig, Herwig Meier, Josef Kick, Hans Pausch, Angela Bodensteiner, Herbert Kick, Rainer Sollfrank, Max Müllner, Maria und Horst Pleyer und Irmtraud Hinterding über die Geschichte der Schule Waldthurn und der ehemaligen Schulen Lennesrieth, Albersrieth, Spielberg, Bernrieth und Letzau. Kuriose und humorvolle Erlebnisse aus Sicht von Lehrern und Schülern lockern die historischen Daten angenehm auf.

Etliche Schulfotos, teilweise mit Namen der Schüler und Lehrer versehen, wecken Erinnerungen. Wie es in früheren Jahren zuging an den kleinen Schulen, über die oft drakonischen Bestrafungen und aus heutiger Sicht unmöglichen Erziehungsmethoden gibt es einige Abhandlungen. Kreisheimatpfleger Peter Staniczek stellte handgeschriebene Heimatkundebeiträge von Schülern aus dem Jahr 1955 zur Verfügung, die im Original abgebildet wurden. Aus der NS-Zeit vor dem zweiten Weltkrieg berichten Auszüge aus Schülerheften der damaligen Fortbildungsschulen und noch Vieles mehr.

Um Layout und Druck kümmerte sich zweiter Vorsitzender Josef Forster. Öffentlich vorgestellt werden die Bücher mit einem unterhaltsamen Rahmenprogramm und der Stubenmusik „Saitenspiel“ am 25. März m 19 Uhr im Malerstüberl Weig.

Im Rahmen der Aktion „LandKULTUR Waldthurn“ widmet sich der HAK auch dem Dialekt. Ein erster Mundartabend ist im April geplant. Dazu möchte sich der Verein intensiver mit der oberpfälzer Sprache beschäftigen. Forster beamte eine kleine Gegenüberstellung von Schreibweisen an die Wand, was zu einer intensiven Diskussion führte. Wie schreibt man beispielsweise „schön“ (schöij, schöi, scheji, schej) oder „Fliege“ (Flöijgn, Floing, Flöig´n, Flejing). Braucht die „Kou“ noch ein „h“ wie Kouh oder schreibt man das „Broud„ besser mit hartem „t“ als „Brout“. Da das vielverwendete „ou“ der Oberpfälzer Sprache gerne als „bellen“ verspottet wird, sollte die Ähnlichkeit mit der englischen Sprache herausgearbeitet werden.

Spontan verabredete sich ein kleiner Arbeitskreis zu einem intensiven Austausch am Mittwoch, 11.März, um 19 Uhr im Besprechungsraum im Bauhof. Unterstützt durch die neue Beschallungsanlage, die durch das Programm „LandKULTUR Waldthurn“ angeschafft wurde, zeigte Forster noch einige anregende Präsentationen zum Thema Mundart, die man sich zum Beispiel auch auf der Homepage des Bezirks Oberpfalz ansehen kann. Den Anschluss bildeten zahlreiche Fotos von Rainer Sollfrank, die er vom Besuch des Museums Pleystein, der Veranstaltung in Bernrieth und einer Führung durch die Landesausstellung und das neue Museum zur Bayerischen Geschichte in Regensburg machte.

Die nächste Monatssitzung findet am Donnerstag, 2. April, um 19 Uhr statt.

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