03.11.2020 - 13:08 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Ladung künftig elektronisch

Digitalisierung im Zeichen des Umweltschutzes. Die Gemeinde beschließt, die Ladung und Unterlagen zur Marktratssitzung den Räten künftig auf elektronischem Wege zukommen zu lassen. Weiterhin prägen Auftragsvergaben die Sitzung.

EDV-Sachbearbeiter Thomas Giehl (Landratsamt Neustadt/WN) stellt in der letzten Marktratssitzung die neue "Bayern-Box" vor.
von Tanja PflaumProfil

Bisher wurden alle Unterlagen in der entsprechenden Anzahl kopiert beziehungsweise ausgedruckt und den Räten persönlich zugestellt. Dies soll sich künftig ändern, denn das Landratsamt bietet mit der „Bayern-Box“ eine Cloud-Lösung zur elektronischen Sitzungsladung. „Damit sparen wir nicht nur Zeit und Papier, sondern schonen die Umwelt zusätzlich, da die Zustellung wegfällt“, erläuterte Bürgermeister Josef Beimler.

Zur Vorstellung der „Bayern-Box“ war Thomas Giehl (Sachgebiet EDV, Landratsamt) zur Oktobersitzung eingeladen worden. Dieser beschrieb die Einzelheiten zur Nutzung der Box. Jeder Marktrat benötige ein Tablet, das er dann auch zu den Sitzungen mitbringen sollte, da sich ja alle Unterlagen dann dort befänden, so Giehl. Die Unterlagen sind als normale PDF-Datei abrufbar und können auch bearbeitet werden. „Alles was sonst in der Cloud gespeichert ist, kann nicht verändert werden“, merkt der Sachbearbeiter noch an.

Jeder Marktrat muss sich anmelden, damit er einen Zugang bekommt. Außerdem werde mit jedem eine Dienstvereinbarung zur Nutzung der „Bayern-Box“ geschlossen. Beimler bedankte sich bei Giehl und verkündete, dass zur Novembersitzung gleich über die „Bayern-Box“ eingeladen wird. Einstimmig wurde die Anschaffung der Laptops für die Gremiumsmitglieder beschlossen. Diese werden den Räten zur Verfügung gestellt, bleiben aber Eigentum der Gemeinde.

Bürgeranliegen trotzdem berücksichtigt

Waldthurn

Weiter ging es mit zahlreichen Gewerksvergaben für die verschiedenen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen in der Gemeinde. Beim Anwesen Marktplatz 13 werden die Trockenbauarbeiten durch die Firma Trockenbau Koller aus Gleiritsch ausgeführt (Kosten: rund 60 000 Euro). Den Außenputz am gleichen Gebäude übernimmt die Firma Reger Bau, Vohenstrauß (Kosten: 103 779, 40 Euro). Die Schreinerarbeiten (Fenster und Außentüren) wurden für 72 515,40 Euro an die Schreinerei Bäumler (Waldthurn) vergeben. Andreas Troidl wollte hier wissen, ob es aufgrund des denkmalpflegerischen Mehraufwandes einen weiteren Zuschuss gebe. Beimler verneinte dies, da der Umbau und die Sanierung bereits mit 90 Prozent gefördert wird.

Bezüglich des Umbaus und der Sanierung des Anwesens Marktplatz 2 stand die Vergabe des Außengeländers am Gehsteig noch aus. Hier bekommt die Firma Metalltechnik Stubenrauch aus Waldthurn den Zuschlag (Kosten: 4 475,28 Euro). Zur Dachbodendämmung des Gemeindehauses gab es einen Nachtrag. Hier wurde das Energiekonzept überarbeitet und die Dämmung der obersten Geschossdecke energetisch verbessert. Die Firma Bäumler hat deshalb ein Nachtragsangebot erstellt (Kosten: 8 584,29 Euro). Da aber die Dämmung der Kellergeschossdecke jetzt wegfällt und alles gegengerechnet wird, ergeben sich hier keine Mehrkosten. Für die Befestigung der Zaunriegel beim Generationenbegegnungsgarten in Albersrieth liefert die Firma Metalltechnik Stubenrauch (Waldthurn) für rund 1 300 Euro die passenden Eisenteile. Die Kosten für die Bepflanzung des Spielplatzes im Generationengarten liegen bei rund 400 Euro.

Für das Projekt LandKULTUR wurde beschlossen, eine flexible Bühne anzuschaffen. Den Auftrag erhält die Firma Amplify (Andreas Fritsch) aus Obertresenfeld (Kosten rund 14 000 Euro). Die Frage von Roman Bauer, wie transportabel die Bühne ist, beantwortete Hans-Peter Reil: „ Die Teile sind auf Paletten und in Kästen mit Rädern gelagert, die relativ leicht zu transportieren sind.“ Außerdem handle es sich um ein völlig unkompliziertes Stecksystem. Man habe zig Möglichkeiten verschiedene Bühnengrößen zu gestalten, merkte Reil an. Bürgermeister Josef Beimler stellte fest, dass man bezüglich der Lagerung der Bühne und, der mittlerweile eingetroffenen, Stühle eventuell einen Anbau an die Vereinshalle anbringen müsste. Postwendend stellte Andreas Troidl den Antrag, diesen Anbau gleich Anfang nächsten Jahres in Angriff zu nehmen. Weiter wurde beschlossen für das Projekt LandKULTUR einen lichtstarken Beamer (Hösl-Elektronik, Weiden, Kosten rund 5 000 Euro) und eine große Leinwand (Firma Thomann, Burgebrach, Kosten rund 1 500 Euro) anzuschaffen.

Einstimmig wurde auch beschlossen, Daten für den Infrastrukturatlas der Zentralen Informationsstelle des Bundes bereitzustellen. „Die können so viele Daten wie wir haben bekommen“, stellte Beimler fest.

Für die Auftragsvergabe bezüglich der Ausschreibung der Beladung des neuen Tragkraftspritzenanhängers der Feuerwehr Spielberg wird der Bürgermeister im Zusammenwirken mit den Fraktionssprechern ermächtigt. Beimler erwähnte in diesem Zusammenhang auch, dass die Spielberger Feuerwehr 7000 Euro an Eigenleistung erbringen wird.

Der Antrag auf Neugestaltung des Spielplatzes in Oberbernrieth wurde ebenfalls genehmigt. Beimler merkte an, das man sich über den Winter damit befassen werde. Eigentlich war eine Neugestaltung bereits vor einiger Zeit angedacht gewesen – aber durch die Vielzahl der Maßnahmen sei dies leider in Vergessenheit geraten, entschuldigte sich der Rathauschef. Keine Einwände gab es auch beim Antrag über den Neubau eines Geräte- und Lagerschuppens und den Neubau eines Gartenhäuschens in der Fahrenbergstraße 16a.

Am Ende des öffentlichen Teiles der Sitzung hatten wie immer die Markträte das Wort. Nikolaus Globisch bat darum, den neuen Wirt der Lottnerstube angesichts der erneuten Schließung der Gastronomie zu unterstützen und vielleicht dort Speisen abholen. „Er kann keine Unterstützung beantragen, da er im vergangenen Jahr dort keinen Umsatz hatte und somit keinen Vergleichswert vorweisen kann“, so Globisch.

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