Um mit dem Umbau und der Sanierung des Anwesens Marktplatz 4 voranzukommen, vergab der Marktrat in seiner jüngsten Sitzung mehrere Aufträge. Die Firma Bäumler aus Waldthurn übernimmt die Innentüren sowie die restlichen Schreinerarbeiten wie Treppe und Fensterbänke. Die Kosten betragen 29.226,40 Euro beziehungsweise 10.192,35 Euro. Der Waldthurner Malerbetrieb Weig erhält den Auftrag für die Beschichtung der Treppe zu Kosten von rund 2.600 Euro.
Weiter ging es mit dem Waldthurner Wasserschutz. Bürgermeister Beimler berichtete kurz über die Ergebnisse des Fachstellengesprächs zu den Kooperationen im Wasserschutz. Sorgen bereite ihm der Anstieg des Nitratgehalts in den letzten Jahren. Das Gremium legte den Höchstwert für das Gesamt-Nmin auf 55 Kilogramm pro Hektar fest. Die Frühjahrs-Nmin-Messung wird mit dem Düngeberatungssystem Stickstoff (DSN) speziell für Wasserschutzgebiete für alle Fruchtarten außer Grünland und Kleegras fortgeführt. Die Herbst-Nmin-Beprobung erfolgt wieder in der letzten Oktoberwoche. Landwirt Georg Bocka hat sich bereit erklärt, im Jahr 2026 eine Demonstrationsanlage zum Zwischenfruchtanbau auf seinen Flächen einzurichten.
Der Jahresbetriebsplan 2026 für den Körperschaftswald Waldthurn zeigt einen Überschuss von etwa 5.600 Euro. Die Markträte genehmigten den vorgelegten Plan einstimmig.
Bauplätze auf dem alten Fußballplatz
Zügig verlief auch der öffentliche Teil der örtlichen Prüfung der Jahresrechnung 2024. Michael Steiner, Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, stellte den Bericht vor. Er verlas drei Prüfvermerke, die anschließend durch Stellungnahmen der Kämmerei ausgeräumt werden konnten. Damit könne man den öffentlichen Teil als erledigt betrachten, sagte Bürgermeister Beimler.
Die Markträte hatten einen Plan des Büros Weidner Architektur zur Flächenaufteilung des alten Fußballplatzes vorliegen. Das Büro hatte drei Varianten erarbeitet. Hans-Peter Reil findet die Aufteilung mit einem größeren und zwei kleineren Bauplätzen sinnvoll, während Roman Bauer die Variante mit zwei Bauplätzen bevorzugt. Man müsse noch einmal mit den Planern sprechen. Die Tendenz gehe allerdings zu drei Bauplätzen ohne straßenmäßige Erschließung, beendete Beimler das Thema.
Umrandung und Deckel für Brunnen
Beimler berichtete weiter, dass die Kirche aus Zeitgründen die Sanierung der Toilettenanlage auf dem Fahrenberg im Rahmen eines Zuwendungsverfahrens über die Diözese abwickeln möchte. Ergänzend werde sofort ein Antrag auf private Förderung an das Amt für Ländliche Entwicklung gestellt. Der Markt soll den Bereich „Barrierefreiheit“ übernehmen und die Zuwegung entsprechend anheben.
Der Bürgermeister berichtete anschließend über die Besprechung zum historischen Brunnen bei der Wallfahrtskirche während des Denkmal-Sprechtages am 12. Februar. Die Fachleute hätten dringend davon abgeraten, den Brunnen freizulegen und wiederherzustellen. Im Gespräch mit der Kirchenverwaltung einigte man sich darauf, dass eine kleine Granitumrandung mit Deckel die ideale Lösung sei.
Im Bereich Ottenrieth/Am Bahnhof errichtet das Bayernwerk eine Trafostation. Die frisch geteerte Fläche bei der Firma Weig muss dafür noch einmal geöffnet werden. Der Marktrat stimmte außerdem zu, dass der Anschluss der ehemaligen Buchberger-Halle an die öffentliche Wasserversorgung auf kirchlichem Grund verlegt wird. Im Zuge dieser Arbeiten werde auch für eine ordentliche Straßenbeleuchtung gesorgt. Zustimmung gab es ebenfalls für die Anschaffung eines neuen Kompressors für die Kläranlage, der rund 7.700 Euro kostet. Ohne Einwände genehmigte der Marktrat den Bauantrag zur Sanierung mit Anbau des Anwesens in der Bahnhofstraße 15.
Weiter informierte Beimler über die Erhöhung der Entgelte für die Betriebsleitung und die Bewirtschaftung des Körperschaftswaldes. Diese steigen von bisher 9,15 Euro auf 10,46 Euro je Hektar Holzbodenfläche und Festmeter Hiebsatz.















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