04.08.2020 - 15:22 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Neuer Waldthurner Landarzt stellt sich vor

Doktor Sebastian Hoppe erhält in der Marktratssitzung ein Begrüßungsgeschenk. Ärztemangel ist laut Bürgermeister Josef Beimler kein Thema in der Gemeinde.

Mit einem Bierkrug begrüßt Bürgermeister Josef Beimler (rechts) den neuen Landarzt Doktor Sebastian Hoppe (links).
von Tanja PflaumProfil

In der jüngsten Marktratssitzung begrüßte Bürgermeister Josef Beimler den neuen Landarzt Doktor Sebastian Hoppe. Er arbeitet seit ungefähr einem Monat in der Praxis von Nikolaus Globisch. Beimler merkte an, dass das oft zitierte Landarztsterben in Waldthurn nicht der Fall sei. „Du hast es gut erwischt. In unserer wunderschönen Gemeinde kann man es gut aushalten“, sagte er zu Hoppe und überreichte einen Bierkrug als Begrüßungsgeschenk.

Waldthurn

Wegen der Erweiterung der Kindertagesstätte (Kita) St. Josef hatte es am 10. Juli eine Besprechung mit Pfarrer Norbert Götz, Kirchenpfleger Max Kick, Vertretern der Caritas und des Kreisjugendamts (KJA) sowie der Kita-Leitung Sonja Kick und Martina Lorenz, Bürgermeister Beimler, den Markträten Georg Bocka und Michael Steiner und Verwaltungsleiter Karl-Heinz Schmidt gegeben. Dabei wurde unter anderem festgestellt, dass der Bedarf für eine zweite Krippengruppe auf jeden Fall gegeben ist. Die Kirchenverwaltung hat die Umnutzung (zusätzlicher Raum unter der Turnhalle, Bewegungsraum der Kita wird langfristig Gruppenraum) der Diözese spätestens im August anzuzeigen und um Genehmigung zu bitten. Laut Pfarrer Götz wurden bereits Vorgespräche geführt, damit die kirchliche Trägerschaft fortgeführt werden kann. Der Markt steigt in die weiteren Verhandlungen ein – aber erst, wenn das neue Förderprogramm, das angeblich im Oktober aufgelegt wird, aktuell ist.

Zuschüsse für Kindergarten

Die Genehmigungen der Änderungen der Abschlagszahlungen für die kindbezogene Förderung der Kita im Bewilligungszeitraum 2020 wurden jeweils einstimmig erteilt. So erwartet der Kiga einen Gesamtzuschuss von 322.081 Euro, wobei der Förderanspruch gegenüber dem Freistaat 196.514 Euro betragen würde. Es werden Abschlagszahlungen in Höhe von 96 Prozent des erwarteten Zuschusses beantragt. An Abschlagszahlungen für die Gemeinde entfallen weiterhin 120 544 Euro.

Änderungen haben sich aufgrund der Corona-Krise und dem damit verbundenen Angebot des Freistaates zur Entlastung der Elternbeiträge für die Monate April, Mai, Juni ergeben (50 Euro mehr pro Kind für die drei Monate). Der Anstellungsschlüssel liegt bei 1:9,61. Für die Kinderkrippe wird nach dem vorliegenden Antrag ein Gesamtzuschuss von 105 585 Euro erwartet, wobei der Förderanspruch gegenüber dem Freistaat 61 533 Euro betragen würde. Auch hier werden Abschlagszahlungen in Höhe von 96 Prozent erwartet. An Abschlagszahlungen entfallen für die Gemeinde 43 250 Euro. Für die Krippe gibt es für April, Mai und Juni jeweils 300 Euro pro Kind vom Freistaat. Der Anstellungsschlüssel liegt bei 1:7,92.

Neuer Server im Rathaus

Der Server für das Rathaus muss regelmäßig alle sechs Jahre ausgetauscht werden. Hierzu wurden fünf Unternehmen zur Angebotsabgabe aufgefordert. Von ValeoIT, Luhe-Wildenau, kam dafür das günstigste Angebot mit 3172,24 Euro. Weiter wird ein Surface Pro 7 (Tablet) angeschafft. Hier liegen die Kosten bei 1140,62 Euro (EDV-BV, Nabburg).

Zu den Kosten bezüglich des Tierheimneubaus in Weiden lagen neue Zahlen vor. So kämen Kosten in Höhe von 2813,48 Euro jährlich – für 25 Jahre – auf die Gemeinde zu. „Die Fundtierpauschale liegt bei einem Euro pro Einwohner, dazu kommen 48 Cent Baukostenzuschuss pro Einwohner“, sagte Beimler. Sollte es bei diesen Zahlen bleiben und alle Gemeinden mitziehen, handelt es sich um annehmbare Kosten, waren sich die Markträte einig. Auch der vorliegende Plan zum Bau einer Zufahrt für das Gewerbegebiet Maienfeld wurde einstimmig genehmigt.

Ein Antrag der Landwirte Josef Beimler (Albersrieth), Tomas Beimler (Remmelberg) und Stefan Weig (Albersrieth) auf Sanierung des Schammesriether Baches stand ebenfalls auf der Tagesordnung. Bürgermeister Josef Beimler erklärte, dass man hier einen Antrag an den Zweckverband stellen wird. „Schließlich zahlen wir jetzt schon drei Jahre und haben noch nichts gebraucht.“ Falls dieser die Arbeiten nicht durchführen kann, werde man selber in Aktion treten, sagte der Rathauschef. Die Räte meinten, dass man die Arbeit dann eventuell dem Verband in Rechnung stellen sollte. Johannes Weig warf ein, dass man sich mit der Gemeinde Theisseil in Verbindung setzen könnte, da es sich um einen Grenzbach handle.

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