04.08.2020 - 12:09 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Viel Zeit und Arbeit für Zukunft von Waldthurn

Damit „etwas vorwärtsgeht“ müssen Bürgermeister und Markträte viele Entscheidungen treffen – immer zum Wohl der Gemeinde. Auch in der jüngsten Sitzung standen wieder viele Vergaben und Vorplanungen auf der Tagesordnung.

Viele Gewerke zur energetischen Optimierung des Gemeindehauses wurden in der Sitzung des Marktrats vergeben, damit die Arbeiten zügig vonstatten gehen können wie hier im Gemeindehaus.
von Tanja PflaumProfil

So galt es, mehrere Gewerke bezüglich der energetischen Optimierung des Gemeindehauses im EFRE-Programm zu vergeben. Den Zuschlag für die Baumeisterarbeiten bekam die Firma Reger-Bau, Vohenstrauß (Kosten: 36.487 Euro), die Fenster und Außentüren fertigt die Schreinerei Bäumler, Waldthurn für rund 23.400 Euro. Die Firma Zscherner aus Floß übernimmt die Spenglerarbeiten (Kosten 2177,32 Euro) und das Gewerk „Blitzschutzarbeiten“ wurde an die Firma Kopp aus Weiden für rund 1500 Euro vergeben.

Der Abschluss einer Vereinbarung mit der Teilnehmergemeinschaft (TG) Waldthurn 3 bezüglich der Umgestaltung des Schäfereirangens wurde einstimmig genehmigt. Die voraussichtlichen Kosten für diese Maßnahme liegen bei 72 000 Euro (Kostenbeteiligung TG: 49.680 Euro). Die Pflanzen wurden von der Baumschule Kahl, Schnackenhof, geliefert (Kosten: 3192,26 Euro) und vom Pflanztrupp der Denkstatt eingepflanzt.

"Schönster Ranger von Waldthurn"

Waldthurn

Weiter ging es mit Vergaben bezüglich der Errichtung des Generationengartens in Albersrieth. Das benötigte Holz liefert das Sägewerk Stahl, Kainzmühle (Kosten rund 2100 Euro), die Granit-Zaunsäulen kommen von der Firma Helgert Granit aus Flossenbürg (Kosten rund 4400 Euro). Bezüglich des Umbaus und der Sanierung des Anwesens Marktplatz 4 wurden die Weidener Architekten, Architekturbüro Schabner GmbH (Bärnau), Architekturbüro Müsseler (Honerath), Robl Architektur- und Planungsbüro GmbH (Weiden) und das Architekturbüro Meißner (Waldthurn) angeschrieben und zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert. Beimler gab bekannt, dass die Architekten in zwei „Bewerbungsrunden“ ihre Angebote präsentieren können. Der erste Termin ist am 10. August, der zweite Termin findet am 27. August vor der Gemeinderatssitzung statt.

Naturdenkmäler erhalten

Für nachfolgende Naturdenkmäler erteilten die Räte das Einverständnis zu Pflege und Erhalt: Ortslinde in Ottenrieth, zwei Lindenbäume beim Friedhof Lennesrieth und die Friedenseiche in Waldthurn. Georg Stahl bat darum, auch die große Eiche in Frankenrieth der Liste hinzuzufügen. Die Gemeinde wird die Ausschreibung zur Sanierung vornehmen. Bürgermeister Josef Beimler fügte kurz an, dass es hier 50 Prozent Förderung vom Landratsamt gibt.

Die Friedenseiche auf dem Waldthurner Marktplatz soll begutachtet und gegebenenfalls saniert werden.

Die Kläranlage Albersrieth bekommt zwei Emscher-Rinnen. Nachdem Dieter Bauer vom Wasserwirtschaftsamt Weiden die Gegebenheiten der Anlage bei einem Gespräch am 14. Juli aufgezeigt hatte, erklärte er weiter, dass die Verweildauer im Vorklärbecken zu lange ist. Da sich die Zu- und Abläufe für das Schmutzwasser auf der gleichen Seite befinden, muss hier etwas geändert werden. Die Planungen dafür werden dem Ingenieurbüro König übergeben.

Klimaanlage für Marktladen

Im Zusammenhang mit dem Umbau der Energieversorgung im Marktladen wird eine weitere Vereinbarung mit der TG geschlossen. Der Laden erweist sich im Sommer als „unkühlbar“. Bereits 2018 wurden Sonnenschutzfolien angebracht, die allerdings nicht den gewünschten Effekt erzielten. Der Einbau einer Klimaanlage ist unumgänglich. Die Kosten belaufen sich auf rund 11.000 Euro zuzüglich der Elektroinstallationen (1327,58 Euro). Die Förderung liegt bei rund 10.300 Euro. Die übersteigenden Kosten werden vom Marktladen getragen.

Einen Punkt fügte der Rathauschef kurzfristig ein. Es ging um die Vergabe für Duschabtrennungen und den Empfangstresen und Wandschränken für die neue Physiotherapiepraxis im Anwesen Marktplatz 2. Die Firma Sana, Luhe-Wildenau liefert die Trennwände (Kosten rund 2800 Euro), der Empfangstresen und die Wandschränke werden von der Schreiner Härtl, Spielberg angefertigt (Kosten rund 12 000 Euro).

Abgeschlossene Asphaltierungsarbeiten

Außerdem informierte Beimler über Asphaltierungsarbeiten im Gemeindegebiet, die erfolgreich abgeschlossen wurden – zum Teil mit erheblich mehr Aufwand als ursprünglich geplant, weshalb man noch nicht alles geschafft habe. Weiter berichtete er über den Ausgabenstand beim Anwesen Marktplatz 2 (1,3 Millionen Euro) und Marktplatz 13 (613 000 Euro). Als besonders erfreulich betrachtet Beimler die Neueröffnung des Speiselokals „Lottnerstube“ durch Christian Reichl. Dieser komme aus Mitterteich und arbeitete als Koch im Hotel „Goldener Löwe“ in Floß. Beimler dankte noch der Dorfgemeinschaft Albersrieth für die erbrachten Eigenleistungen beim Bau des Generationengartens. „Die Spielgeräte stehen schon“, freute er sich.

Nikolaus Globisch lobte, dass die Auszubildende der Gemeinde, Marina Daubenmerkl, den Facebookauftritt des Marktladens aktualisiert. Johannes Weig berichtete über eine Gefahrenstelle in der Albersriether Siedlung. Beimler entgegnete, dass diesbezüglich schon einmal Gespräche mit der Polizei in Vohenstrauß geführt wurden, die aber diese Stelle als nicht so gefährlich eingestuft hatte.

Bauanträge:

Ohne Einwände genehmigt

Keine Einwände gab es bei den Bauanträgen für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage und Carport (Am Badeweiher 30), den Neubau eines Bio-Milchviehlaufstalles mit Güllebehälter (Oberbernrieth 16 und 16a), den Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage (Hirmersbühl 18), die Nutzungsänderung eines landwirtschaftlich genutztem Gebäudes in eine Maschinenhalle (Blockbandsäge, Spielberg 21) und den Neubau einer Garage (Albersrieth 4).

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