01.12.2020 - 10:47 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Ottenrieth: Dorfbewohner müssen anpacken

Zum Wunsch nach Neugestaltung der Ortsmitte in Ottenrieth muss zunächst eine Kostenvereinbarung mit der Teilnehmergemeinschaft Waldthurn 3 abgeschlossen werden. Es sind allerdings noch einige Gespräche nötig.

Die Dorfmitte Ottenrieths soll umgestaltet und ein ansprechender Spielbereich für Kinder errichtet werden.
von Tanja PflaumProfil

Bezüglich der Neugestaltung der Dorfmitte mit Spielbereich in Ottenrieth wurden rund 91 000 Euro an Kosten ermittelt. Das Bürgermeister Josef Beimler merkte dazu an, dass man diese Summe um mindestens ein Drittel kürzen müsse. Man muss noch einmal das Gespräch mit den Ottenriethern suchen. Die Dorfbewohner müssten selbst mit anpacken und manche Arbeiten könnten vom Bauhof übernommen werden. „Aber der Platz muss auch unterhalten und gepflegt werden“, gab der Rathauschef zu bedenken. "Und das kann nicht vom Bauhof getragen werden". Auch müsse man im Auge behalten, dass die Größe und Ausstattung des Spielbereichs der Kinderzahl angepasst sein muss. Johannes Weig wollte wissen, ob es schon einen Zeitplan für diese Maßnahme gibt. Beimler erwiderte, dass man alles vom neuen Haushalt abhängig machen müsse. Roman Bauer wandte ein, dass man schon im nächsten Jahr anfangen und nicht noch länger hinauszögern sollte.

Hier lesen Sie einen weiteren Bericht über die Marktratssitzung

Waldthurn

Neuer Schlepper für Bauhof

Für den Bauhof wird ein Schlepper mit Kommunalplatte und Einhebelsteuergerät angeschafft (Kosten: 25 984 Euro). Der Vorschlag Beimlers, den alten Geräteträger der Gemeinde zu verkaufen, wurde mit einer Gegenstimme genehmigt. Bei der Anschaffung eines Salzstreuers kam es zu einer kurzen Diskussion. Der im Angebot der Firma Landtechnik Lindner, Floß, beschriebene Streuer verfügt nicht über eine geschwindigkeitsgesteuerte Streumenge beziehungsweise nicht über eine Abschaltautomatik. Georg Bocka merkte an, dass diese Einrichtungen sinnvoll seien. Hans-Peter Reil stimmte Bocka zu. Beimler erwiderte, dass so ein Modell um einiges teuerer würde. Bei der abschließenden Abstimmung entschied sich die Mehrheit der Markträte für den Vorschlag von Georg Bocka.

Bauvorhaben

Keine Gegenstimmen gab es dagegen bei den Bauvorhaben. Der Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage (Hirmersbühl 17), die Nutzungsänderung des Wohnhauses als Planungsbüro (Am Badeweiher 21), der Neubau einer Garage zur betrieblichen Nutzung (Am Thurnbühl), die Erweiterung der Kita Waldthurn (Anbau einer zweiten Krippengruppe) sowie der Umbau eines Wohnhauses in zwei Wohnungen (Neuenhammerstr. 9) wurden jeweils einstimmig genehmigt.

Wettbewerb "Heimatdorf 2021"

Weiter informierte Beimler darüber, dass der Markt für den Wettbewerb „Heimatdorf 2021“ eine Bewerbung eingereicht hat. Das Preisgeld beträgt bis zu 60 000 Euro. „2021 ist Kneipp-Jubiläumsjahr“, sagte Beimler. Es gebe Mittel aus dem Sonderprogramm "Touristische Infrastruktur – Kneipp-Anlagen“ in Höhe von 90 Prozent. Für die Erneuerung des Kneippbeckens in der Freizeitanlage wird mit Kosten von 5000 Euro gerechnet, der Eigenanteil des Marktes würde bei 500 Euro liegen. „Allerdings geht das nur über einen Kneipp-Verein“, erklärte Beimler weiter. Man habe sich deshalb mit dem Weidener Kneipp-Verein in Verbindung gesetzt.

Schreiben des Landesfeuerwehrverbands

Für die Grundschule wurden Tablets angeschafft. Die Kosten von 1700 Euro werden komplett gefördert. Weiter wurden für die Schule CO2-Messgeräte beantragt. Hans-Peter Reil wollte wissen, ob man das Ortsschild, von Vohenstrauß her kommend, versetzen könnte. „Die Autos ‚rauschen‘ vom Thurnbühl rein – die wenigsten bremsen so ab, dass sie 50 Stundenkilometer ab dem Ortsschild fahren“, bemängelte er. Seiner Meinung nach gehöre das Ortsschild „ganz nach oben“. Beimler erwiderte, dass hier das Staatliche Straßenbauamt zuständig ist. Man könne jedoch nachfragen. Andreas Troidl meldete Briefe des Landesfeuerwehrverbands, die eigentlich auch der Gemeinde vorliegen müssten. Beimler wusste nichts davon und fragte nach, worum es in den Schreiben gehe. Troidl antwortete: „ Zum einen sollen die Gemeinden ihre Kostenrechnungen überarbeiten und zum anderen geht es um die Kommandantenwahl, die auch online durchgeführt werden könnte.“ Beimler bat Troidl, ihm diese Schreiben zukommen zu lassen.

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