Waldthurn
06.04.2023 - 10:52 Uhr

Trauer um früheren Busfahrer Willi Ertl aus Waldthurn

Der Waldthurner Willi Ertl war vielen in der Region als Busfahrer und leidenschaftlicher Fußballfan bekannt. Nun ist er im Alter von 81 Jahren verstorben.

Willi Ertl war in zahlreichen Vereinen aktiv. Nun wurde er zu Grabe getragen. Symbolbild: Julian Stratenschulte
Willi Ertl war in zahlreichen Vereinen aktiv. Nun wurde er zu Grabe getragen.

Generationen von Schulbuskindern haben Willi Ertl aus Waldthurn als ihren täglichen Busfahrer in Erinnerung. In der Nacht zu Palmsonntag ist der 81-Jährige im Klinikum Weiden überraschend schnell verstorben. Bei der Begräbnismesse in der Pfarrkirche beschrieb Pfarrer Norbert Götz den Verstorbenen als einen leidenschaftlichen Anhänger des Hamburger Sportvereins (HSV) und Formel-1-Fan, der hauptberuflich Fernfahrer im Schwerverkehr war. Später als Bus-Chauffeur der Firma Bock habe er bei so manchen legendären Luxusfernreisen die Mitreisenden sicher nach beispielsweise Paris, Rom und auch wieder nach Hause gebracht.

30 Jahre war er als Busfahrer auf Achse und kannte sich auch als Reiseführer überall perfekt aus. Bekannt war er auch mit dem aus Pressath stammenden Erzbischof Hans Schwemmer. So ging Ertl am Heiligen Stuhl in Rom bei den Fahrten praktisch ein und aus. „Im Vatikan waren dem Verstorbenen so die Türen offen gestanden – hoffen und beten wir, dass ihm auch bei Gott die Türen offen stehen“, sagte Götz. Ertl ist in Pleystein aufgewachsen, später hat er seine Frau Veronika Müller aus Waldthurn kennengelernt und 1967 geheiratet. Sohn Martin haben sie das Leben geschenkt. Ein schwerer Schlag sei der Tod seiner Ehefrau 2006 gewesen.

Bürgermeister Josef Beimler sprach am Friedhof den Nachruf für die Vereinsgemeinschaft. Seit 1971 war Ertl beim Schützenverein Waldthurn auch als stellvertretender Schützenmeister die treibende Kraft, beim Kickn-Stammtisch war er 1983 Gründungsmitglied, 28 Jahre Vorsitzender und Stammtischsprecher und seit 2014 Ehrenpräsident. So manche Ausflugsfahrt unternahm er mit seinen Vereinsfreunden des OWV (seit 1980 Mitglied), bei der Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft 1884 war er 48 Jahre, bei der Feuerwehr seit 1978 und dem FSV Waldthurn hielt Ertl seit 1973 die Treue. Als Eigenheimbesitzer war er auch seit dreieinhalb Jahrzehnten bei der Siedlergemeinschaft und seit 1965 Mitglied beim Männergesangverein Pleystein.

 
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