Waldthurn
18.12.2022 - 14:20 Uhr

Trauer um Mario Sachs aus Waldthurn

Mario Sachs hatte ein zu großes Herz, das ihm im Alter von nur 55 Jahren den Tod brachte.

Mario Sachs ist tot. Symbolbild: Julian Stratenschulte/dpa
Mario Sachs ist tot.

In der Begräbnismesse für den verstorbenen Mario Sachs in der Waldthurner Pfarrkirche St. Sebastian blickte Pfarrer Norbert Götz auf das Leben von Sachs zurück.

Man habe so gut wie nie von ihm ein böses Wort über einen anderen gehört, würdigte er den Familienmenschen. Mario Sachs kam im August 1967 als jüngster Sohn einer Lehrerfamilie zur Welt. Er wuchs in Waldthurn auf und hat am Schliersee Koch gelernt. Nach der Bundeswehrzweit arbeitete er in seinem Beruf in der Schweiz. Später zog er ins Nürnberger Land nach Leinburg, wo er ein Gasthaus betrieb. Er heiratete seine Christine, mit der er die Söhne Söhne Benjamin und Max hat.

Mario Sachs sattelte danach um und gründete sein eigenes Speditionsunternehmen und kehrte danach wiederum an den Herd zurück. Er war ein offener Mensch, der sich Zeit für die Probleme anderer genommen hat. Von seiner Frau getrennt, war ihm daran gelegen, weiterhin ein gutes Einvernehmen mit ihr zu haben.

Seit August 2021 lebte er wieder in Waldthurn, die Leute und Nachbarn stellten seine Freude am Gesang fest, wenn sie an seiner Wohnung vorbeikamen. Pfarrer Götz zitierte aus der „Ode an Waldthurn“, die der Verstorbene im Jahr 2013 anlässlich eines Klassentreffens geschrieben hatte. „Waldthurn so schön am Berg gelegen, das ist doch wahrer Gottessegen. Der Fahrenberg thront über dir, ja meine Heimat die ist hier. Lasst doch die Allmacht Gottes lenken, nicht immer alles überdenken. Ein offenes Ohr, ein Stünderl Zeit, des is des was den Mensch heit gfreit.“ Sachs' Patenonkel sang ein selbst verfasstes, bewegendes Abschiedslied am offenen Grab.

 
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