14.05.2019 - 11:17 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Vielsaitiges Trio

Hölzernes Glachter, Okarina, Harfe und Alphorn: Wie passt denn das zusammen? Die Antwort liefert „Hackbrett Furiosa“. Ein Trio, das sogar sein eigenes musikalisches Logo hat.

Das Ehepaar Andrea Zellner-Vitzthum und Martin Zellner (von rechts) aus Lennesrieth sowie die Weidenerin Christine Eller spielen als "Hackbrett Furiosa" bayerische und internationale Volksmusik.
von Thorsten Schreiber Kontakt Profil

Die Gruppe fühlt sich zwar der echten, traditionellen bayerischen Volksmusik verpflichtet, experimentiert aber gerne mit Stilen. Und so sind auch Klänge aus Irland oder Mexiko zu hören. Die drei sind echte Vollblutmusiker: Andrea Zellner-Vitzthum aus Lennesrieth spielt seit zwölf Jahren Hackbrett, außerdem Glachter (eine Holzharmonika) und seit einiger Zeit Gitarre. Ihr Ehemann Martin Zellner (Akkordeon und seit kurzem auch Alphorn) war bis vor 20 Jahren in der Waldthurner Trachtenkapelle aktiv. Die Weidenerin Christine Eller spielt bereits seit 35 Jahren Hackbrett, hinzu kommen Okarina, Harfe und Flöten.

„Die zwei Frauen kannten sich übers Hackbrettspielen“, erzählt Zellner. Die eigentliche Heimat des Trios ist aber das Bergstüberl im Feriendorf Pfifferlingstiel, wo sonntags Musikantentreffen über die Bühne gehen. „,Hackbrett Furiosa‘ spielt seit 2012 mehr oder weniger regelmäßig zusammen, je nachdem, wie es Arbeit und Familie zulassen. Wir treten auf, wenn’s halt passt“, sagt Eller. Der Spaß am Musizieren steht im Vordergrund. In der Szene sind sie bereits fest etabliert. Hauptsächlich ist das Trio im Waldthurner und Weidener Raum unterwegs. „Wir gehören ja zu den Nordoberpfälzer Musikfreunden und haben unsere kleine Fangemeinde.“

Die Dreierformation hat sich quasi von selbst ergeben. „Wir spielen auch viele dreistimmige Stücke, daher passt das ganz gut“, findet Zellner. „Hackbrett Furiosa“ kann aber genauso gut zu zweit oder zu viert auftreten. „Und wenn’s sein muss, singen wir auch Zwiefache mit eigenen Texten“, ergänzt Zellner-Vitzthum.

Eines der Lieder in ihrem Repertoire ist ihre Erkennungsmelodie, ihr musikalisches Logo: die „Polka Furiosa“. Daher kommt auch der Name des Ensembles. „Wir mussten uns für unseren ersten Auftritt anmelden. Auf die Frage, wie wir heißen, meinte Martin einfach: ,Hackbrett Furiosa‘“, erinnert sich Eller.

Dem ersten Auftritt sollten viele weitere folgen: diverse Musikantentreffen, Waldthurner Heimatfest, Geburtstage, Ausstellungseröffnungen oder die Sitzweil in Lennesrieth. Beim Dellnhauser Volksmusikfest in Au in der Hallertau war das Trio 2015 und 2017 ebenfalls schon zu Gast, im Juli geht es wieder dorthin. Die Fans müssen aber nicht mehr so lange warten, um „Hackbrett Furiosa“ das nächste Mal zu hören. Am Freitag, 17. Mai, um 20 Uhr steht wieder die Sitzweil im Lennesriether Veidnstodl auf dem Programm.

Viel üben müssen die Musiker dafür nicht. Zum einen sind sie schon bestens aufeinander eingespielt, zum anderen gibt es dafür keine festen Zeiten. Geprobt wird einfach – wie immer bei anstehenden Auftritten – ein paar Tage vorher.

Martin Zellner spielt normalerweise Akkordeon, seit kurzer Zeit aber auch Alphorn.
Kontakt:

„Hackbrett Furiosa“: Telefon 09657/912000 oder E-Mail christine-eller[at]t-online[dot]de

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