29.06.2020 - 10:34 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Waldthurn: Abschied vom Kämmerer

Seit 22 Jahren kümmerte sich Josef Götz um die Finanzen der Kommune. Nun nahm er zum letzten Mal an einer Marktratssitzung teil.

Am Vorabend seines letzten Arbeitstags verabschiedet Bürgermeister Josef Beimler Kämmerer Josef Götz (links). "Wir würden uns freuen, wenn du uns auch so mal wieder im Rathaus besuchen kommst", sagt Beimler.
von Tanja PflaumProfil

Bürgermeister Josef Beimler informierte in der Zusammenkunft in der Schulturnhalle kurz über die Stationen von Josef Götz. Nach dem Landratsamt Dachau, bei der Regierung der Oberpfalz und dem Landratsamt Neustadt übernahm am 18. Mai 1998 die Verantwortung als Leiter der Finanzverwaltung in Waldthurn. „Du wurdest gleich ins kalte Wasser geworfen“, erzählte das Gemeindeoberhaupt. Es galt, eine Vielzahl von Klageverfahren im Bereich der Erschließungsbeiträge abzuarbeiten.

Götz hatte keine Möglichkeit, sich an seinem Vorgänger zu orientieren. Vor allen Dingen stellte ihn aber sein erster Haushalt vor große Probleme. Viele Maßnahmen hat er seitdem begleitet und bearbeitet. Beimler erwähnte auch, dass am 2. Mai 2002 seine gemeinsame Zeit mit dem jetzt scheidenden Kämmerer begann. „Du hast mir immer den Rücken gestärkt und mir aber auch meine Grenzen aufgezeigt“, merkte er augenzwinkernd an. 18 Jahre habe man gut zusammengearbeitet. „Lieber Josef, ich darf dir im Namen der Marktgemeinde, der Markträte und deiner Kollegen herzlich Danke für deine geleistete Arbeit sagen“, wandte sich Beimler an Götz. Das Gemeindeoberhaupt hoffte, dass Götz‘ ehrenamtliche Tätigkeiten noch lange anhalten. Mit dem Waldthurner Wappen wurde der langjährige Kämmerer verabschiedet. Eine Bitte hatte Beimler allerdings am Ende doch noch an Götz: „ Das hölzerne Marktwappen im Rathaussaal gehört ja eigentlich dir. Bitte lass es uns noch ein paar Jahre hängen.“

Weiterer Bericht über die Marktratssitzung

Waldthurn

Zur gemeinsamen Sanierung des Lobkowitzschlosses verkündete Beimler, dass die stiftungsaufsichtlichen Genehmigungen noch immer fehlen. Sobald die Unterschriften da sind, werde man sofort ausschreiben. Die Zeitschiene für die Sanierung des Gemeindehauses sieht vor, dass die Heizungsanlage im Zeitraum Ende Juli/Anfang September ausgetauscht wird. Neue Fenster sollen im August/September gesetzt werden, Vollwärmeschutz und Photovoltaikanlage kommen September/Oktober an die Reihe. Die Arbeiten sollen noch dieses Jahr abgeschlossen werden, damit die Mehrwertsteuersenkung ausgenutzt werden kann. Einstimmig beschloss das Gremium, den Bürgermeister in Zusammenarbeit mit den Fraktionssprechern zu ermächtigen, die Gewerke „Baumeisterarbeiten“ und „Schreinerarbeiten“ zu vergeben. Den Auftrag zur Ausführung der Bautafeln erhält die Firma Regler, Altenstadt/WN (Kosten: 720,45 Euro).

Mit einem Lob an den Bauhof ging es mit der Neugestaltung des Schäfereirangen weiter. Die Markträte billigten einstimmig die Vergabe der Materiallieferung zur Hangsicherung. Die Auftragsvergabe an den günstigsten Bieter, die Firma ARGE Natursteinwerke, Flossenbürg, ist im Zuge einer Eilentscheidung des Bürgermeisters bereits erfolgt. Die Kosten liegen bei rund 18.000 Euro brutto (inklusive 3 Prozent Nachlass). Die Holzbauarbeiten (Geländer und „Fledermaustür“ für den Felsenkeller) übernimmt die Firma Holzbau Riedl, Waldthurn, für rund 4850 Euro brutto. Beimler wurde weiter ermächtigt, in Zusammenarbeit mit den Fraktionssprechern die Schlosserarbeiten zu vergeben. Er informierte, dass auch die Pflanzarbeiten ausgeschrieben wurden. Die Vergabe soll in der Juli-Sitzung erfolgen.

Beim Anwesen Käs (Spielberg) wird eine Solarlaterne aufgestellt. Die Firma ATB Automaten Technik Baumann, Luhe-Wildenau, hat eine Sonderaktion im Angebot, die einstimmig angenommen wurde. Eine Solarlaterne wird für zwölf Monate kostenlos zur Verfügung gestellt. Nach dieser Testphase kann die Gemeinde entscheiden, ob sie die Laterne zum Sonderpreis von 2400 Euro erwerben oder aber an ATB zurückgeben möchte.

Michael Steiner bat darum, zwei Bäume an der Lennesriether Kirchenmauer, die möglicherweise saniert werden müssen, begutachten zu lassen. Andreas Troidl meldete, dass sich eine Ricke im Netz des Fußballtores beim Badeweiher verfangen hat. Das Tor ist umgekippt, das Reh konnte sich nicht befreien und ist verendet. Troidl bat darum, das Tor dementsprechend zu sichern, damit so etwas nicht wieder passieren kann. Georg Bocka wurde angesprochen und darauf hingewiesen, dass das „Schnupperbrückerl“ sehr zugewachsen ist. Er bat darum, diesen Umstand zu beseitigen.

Weitere Themen:

Bauanträge und Badeweiher

Einstimmig wurden folgende Bauanträge genehmigt: Errichtung eines Nebengebäudes (Schäferei 20), Wohnhausneubau mit Doppelgarage (Hirmersbühl 20), Aufstockung des Nebengebäudes (Woppenrieth 16), Neubau einer Hofbiogasanlage (Albersrieth 14), Erweiterung einer Garage mit Lagerraum (Pleysteiner Str. 11) und Errichtung einer Hauskapelle (Am Badeweiher 31).

Weiter informierte Bürgermeister Josef Beimler, dass Putz und Fassadenfarbe des Anwesens Marktplatz 2 mit der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landratsamts abzustimmen sind. Außerdem unterstützt die Gemeinde den Wunsch nach Einrichtung einer zusätzlichen Baxi-Haltestelle im Bereich Maienfeld. Das Tempo-Sys-Gerät war in den Bereichen Poststraße (828 erfasste Fahrzeuge, Spitzenwert: 2 mal im Bereich 60 bis 70 Kilometer pro Stunde) und Waldaustraße (379 Fahrzeuge, Spitzenwert: 18 mal im Bereich 30 bis 40 km/h) eingesetzt.

Die Polizei Vohenstrauß hat eine Kontrolle bezüglich des Infektionsschutzes am Badeweiher durchgeführt und bescheinigt dem Betreiber des Kiosks vorbildliches Arbeiten. Infektionsschutzkonzept und Gästeliste waren vorhanden. Für die Gemeinde entfällt die Notwendigkeit des Konzepts mit Desinfektionsmaßnahmen, da Duschen und Umkleiden gesperrt bleiben. Beimler berichtete, dass Stefan Konradt bei ihm vorgesprochen hat und mitteilte, dass er einen Einbruch in sein Anwesen dank seines Hunds vereitelt hat. „Konradt bat mich, die Bevölkerung aufmerksam zu machen und Beobachtungen zu melden“, sagte Beimler.

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