21.08.2020 - 10:25 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Waldthurn bekommt wieder Geld für Kultur

Wegen Corona liegt das Programm "LandKULTUR Waldthurn" heuer auf Eis. Für die kommenden beiden Jahre gibt es jedoch Zuschüsse vom Bund.

Für die Anschaffung von 420 stapelbaren Stühlen stehen vier verschiedene Musterstühle bereit, die ausführlich getestet werden. Die Kriterien liegen auf Sitzkomfort, Qualität und Handlichkeit. Zwei Exemplare weisen in dieser Hinsicht einige Mängel auf, sodass sich das Gremium unter der Leitung von Josef Forster (vorne, Mitte) einstimmig nicht für das günstigste Angebot, sondern für ein etwas teureres aber insgesamt wirtschaftliches Modell aussprach.
von Franz VölklProfil

Die Corona-Pandemie durchkreuzte die Pläne im Förderprogramm „LandKULTUR Waldthurn“. „Waldthurn blickt aber trotzdem mit Zuversicht hinsichtlich LandKULTUR in die Zukunft“, sagte Josef Forster als Betreuer dieser Maßnahme im Lenkungsausschuss. Nachdem das Gremium in der letzten Sitzung alle geplanten Veranstaltungen für das laufende Jahr abgesagt hat, bemühte sich Forster um die Übertragung von Zuschüssen auf 2021 und 2022.

Corona stoppt auch Waldthurner Kultursommer

Waldthurn

Nun kam die Mitteilung, dass dem Antrag und der neuen Finanzierungsübersicht zugestimmt wird. Damit stehen für 2020 noch die Anschaffungen für 420 Stapelstühle, der Kauf einer 50 Quadratmeter großen Bühne, 10 Stehtische mit Hussen und ein Beamer mit Großleinwand für Übertragungen im Außenbereich an. Mit je 20.000 Euro können in den nächsten zwei Jahren Veranstaltungen der Vereine, Chöre und Musikgruppen unterstützt werden. Alle Maßnahmen fördert der Bund mit rund 80 Prozent Zuschüssen, informierte Forster.

Neuer Finanzierungsplan

Mit diesem Geld könne die kulturelle Basis des Markts nachhaltig gestärkt und gefördert werden. Ohne diese Zuwendungen wären die Anschaffungen kaum realisierbar gewesen. Forster stellte den neuen Finanzierungsplan vor. Die genehmigten Zuwendungen, die im jeweiligen Jahr nicht abgerufen werden, verfallen.

Die Erfordernisse für eine mobile Bühne für den Innen und Außenbereich stellte Felix Griesbach vor. Dass 50 Quadratmeter Fläche auch für größere Chöre ausreichen, bestätigten Bernhard Unger und Manuela Grünauer. Ein umlaufendes Geländer sichert die Künstler. Unebenes Gelände gleichen verstellbare Gerüststützen aus. Die zwei mal einen Meter großen Bühnenplatten, das Geländer und die Zubehörteile passen auf vier fahrbare Transportwagen. Die Ausschussmitglieder baten Forster, die Bühne auszuschreiben und das Ergebnis dem Marktgemeinderat zur Entscheidung und Auftragserteilung vorzulegen.

Homepage für "LandKULTUR"

Die im Programm "LandKULTUR" vorgesehene Homepage für die Öffentlichkeitsarbeit und Berichterstattung für den Zuwendungsgeber soll Forster erstellen und betreuen. Für die etwa zweieinhalbjährige Laufzeit fallen 1930 Euro an. Darin enthalten sind alle gängigen Sicherheitsprogramme, Internetadresse, E-Mail Konten, genügend Speicherplatz und vor allem einwandfreie Darstellung auf PC, Laptop, Tablet und Handy. Die künftige Pflege und Einträge mit Texten, Bildern oder Videos übernimmt Forster kostenlos.

Zur Vorbereitung des nächstjährigen Kultursommers bat dritter Bürgermeister Hans-Peter Reil, die Termine für die Veranstaltungen bis Dezember festzulegen. Die Vereinsgemeinschaft sollte dazu schon informiert werden. Da die Serenaden jeweils an Donnerstagen stattfinden, sollte es keine größeren Überschneidungen geben.

Die Printz-Festspiele gehen am 31. Juli und 1. August 2021 über die Bühne. Der Organisator und in Lennesrieth aufgewachsene Countertenor Franz Vitzthum erläuterte, dass er die Planungen für dieses Jahr in etwa für 2021 übernehmen wolle. Allerdings müssten mit den geplanten Künstlern verbindliche Verträge abgeschlossen werden, die auch Ausfallsvergütungen vorsehen. Forster ergänzte dazu, dass Musterverträge bereits dem Zuwendungsgeber vorgelegt wurden. Als Ausfallsvergütung werden im Höchstfall 50 Prozent des vereinbarten Honorars bezuschusst. Der Markt hätte damit 10 Prozent des Honorars zu tragen. Mit dieser Regelung erklärten sich die Mitglieder einverstanden.

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