28.06.2020 - 10:30 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Corona stoppt vorerst auch Waldthurner Kultursommer

Das Förderprogramm „LandKULTUR Waldthurn“ sollte eigentlich für eine kulturelle Aufwertung sorgen. Die Pandemie macht den Verantwortlichen jedoch einen Strich durch die Rechnung.

Die Mitglieder des Steuerungsausschusses (von links) Thomas Bergmann, Hans-Peter Reil, Georg Schmidbauer, Josef Forster, Felix Griesbach, Manuela Grünauer, Bernhard Unger, Josef Pflaum senior und Karl-Heinz Schmidt testen schon mal die Stühle.
von Franz VölklProfil

Die Mitglieder des Steuerungsausschusses „LandKULTUR Waldthurn“ haben in einem Treffen drei verschiedene Sitzmöbel getestet. Projektbetreuer Josef Forster hat sich um die geförderten Anschaffungen einer transportablen Bühne mit 50 Quadratmetern, von 420 Stapelstühlen, Stehtischen und eines Laserbeamers mit Großleinwand wie geplant gekümmert. Hinsichtlich der geplanten Veranstaltungen gibt es aber wegen der Corona-Pandemie enorme Einschnitte.

LandKULTUR wollte eigentlich durchstarten

Das Förderprogramm „LandKULTUR Waldthurn“, mit einer Maßnahmensumme von rund 113.000 Euro und einem Zuwendungssatz von knapp 80 Prozent sollte von Juni 2019 bis Juni 2022 für einen Aufschwung und qualitative Aufwertung der Marktgemeinde sorgen.

Wie im gesamten Kulturgeschehen wurden die Vorbereitungen für den Kultursommer 2020 abrupt gestoppt. Als Höhepunkt war das Printz-Festival schon für 31. Juli und 1. August terminiert, als Ehrung und Erinnerung an den in Waldthurn geborenen barocken Komponisten Wolfgang Caspar Printz. Die erste Veranstaltung zum Thema „Geschichte und Mundart“ im April fiel ebenso aus wie fünf weitere Veranstaltungen in monatlichen Abständen.

Mehrere Anträge auf Verlängerung der bis zum 30. Juni 2022 begrenzten Förderzeit um ein Jahr und die Übertragung der gewährten Fördergelder hatte der Markt an alle einschlägigen Stellen bis hin zum Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin gestellt. Leider wurde die Verlängerung des Förderzeitraums nur bis 31. Dezember 2022 in Aussicht gestellt, bedauerte Bürgermeister Josef Beimler.

Als Betreuer und fachlicher Berater für das Förderprogramms „LandKULTUR Waldthurn“ berichtete Forster von den Gesprächen mit dem Projektträger aus Jülich, der die Maßnahme für das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft abwickelt. Dabei wurde dem Markt geraten, von der jährlich zugesprochenen Förderung so viel auszugeben wie möglich. Eine Übertragung von Fördermitteln sei aus haushaltsrechtlichen Gründen nur in geringem Umfang möglich. Zur weiteren Argumentation in den folgenden Verhandlungen sei es nun notwendig, dass der Steuerungsausschuss festlegt, ob und wenn ja, welche Veranstaltungen noch in diesem Jahr durchgeführt werden sollen.

Dritter Bürgermeister Hans-Peter Reil, der auch als Veranstaltungsorganisator fungiert, sprach sich für die grundsätzliche Absage aller Veranstaltungen des LandKULTUR-Sommers für 2020 aus. Sollten irgendwann kleinere Auftritte oder Vorträge möglich werden, könnte man darüber kurzfristig entscheiden. Die Vertreter der Chöre und Musikgruppen schlossen sich wie die übrigen Mitglieder dieser Ansicht an, vor allem weil derzeit noch keine vernünftige Möglichkeit für Proben oder Workshops absehbar ist. Der Beschluss fiel einstimmig aus. Ab dem Herbst soll, soweit möglich, mit den Vorbereitungen für die Veranstaltung wieder begonnen werden.

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