02.09.2020 - 15:14 Uhr
WaldthurnOberpfalz

Waldthurn saniert beschädigte Straßen

Baumaßnahmen und Starkregenereignisse Ende Juli und Anfang August setzten den Straßen und Wegen im Gemeindegebiet stark zu. Noch immer ist man in Waldthurn damit beschäftigt, die Schäden auszubessern.

In der Neuenhammerstraße wurden die Muldensteine an der linken Straßenseite vom Bauhof in einer "Blitzaktion" entfernt. Der Gehweg wird wieder ordentlich instand gesetzt.
von Tanja PflaumProfil

„Einiges haben wir schon geschafft“, erklärte Bürgermeister Josef Beimler am Montagabend in der Sitzung des Marktrates und zählte die stark betroffenen Fälle auf. Leider konnte man nur das Nötigste vornehmen, da beispielsweise der Grader der Firma Hartinger nur eineinhalb Tage zur Verfügung stand. Die Bauhofmitarbeiter arbeiteten „was das Zeug hält“, so Beimler. Mehrere Tonnen Material wurden benötigt, um die Schäden einigermaßen zu beheben. Dadurch, dass alles schnell gehen musste, konnte sich Beimler auch nicht lange mit Angeboten aufhalten und konnte so zur Sitzung nicht sagen, wie hoch die Kosten sein werden. „Wir werden aber etwas über den Haushaltsansatz kommen“, ist er sich sicher.

Im Zusammenhang mit den Starkregenereignissen steht auch der Antrag von Erich und Elisabeth Kellner auf Sanierung des Zufahrtsweges zur Kellergarage (Schulstraße 8). Der Schotterweg, der auch in den hinteren Bereich des Bauhofes/Vereinshalle führt, wurde regelrecht ausgeschwemmt und verschmutzte das Hofpflaster der Hausbesitzer. Sie baten darum, den Zufahrtsweg zeitnah instand zu setzen. Beimler merkte an, das „zeitnah“ nicht möglich sein wird, da im Moment viele Arbeiten anstehen. „Wir werden alles nach und nach abarbeiten“, versprach er. Dem stimmte auch das Gremium zu.

Waldthurn mit neuem Sanierungskonzept

Waldthurn

Ein „Übeltäter“ für die Schäden bei den Unwettern wurde auch gefunden. So wurde die Verbindungsleitung der Regenrückhaltungen in den Marktgraben im Bereich der Fahrenbergstraße durch die Firma Seebauer bei der Erschließung des Baugebietes „Hirmersbühl“ beschädigt beziehungsweise das Kanalstück der Zuleitung mangelhaft hergestellt. Beimler erklärte, dass er deshalb „stinksauer“ sei – der Schaden ist aber inzwischen durch die Firma behoben worden.

Nicht durch Starkregen und auch nur indirekt durch die Bauarbeiten beim Anwesen Marktplatz 2 wurde der Gehweg in der Neunhammerstraße bei den Anwesen Kühnhauser und Sier in Mitleidenschaft gezogen. Durch die zweijährige Baustelle musste der Verkehr immer wieder einspurig durch die Straße geführt werden und Kraftfahrer über die dortigen Betonrinnenplatten fahren. Die Muldensteine wurden dadurch beschädigt. In einer „Blitzaktion“ wurden die Steine bereits am Montag vom Bauhof entfernt. In den nächsten Tagen wird der Gehweg auch wieder hergestellt.

Zu den bevorstehenden Asphaltierungsarbeiten erklärte der Rathauschef, dass der „Fleckerlteppich“ in der Neuenhammerstraße (vom Anfang bis ungefähr zur Abzweigung Schulstraße) ab nächsten Montag erneuert wird. „Bis dahin müssen die Gehwege und alles andere fertig gestellt sein“, so Beimler. Das Staatliche Bauamt wird auch einen Teil der Vohenstraußer Straße (Abzweigung Hauergasse bis Anwesen Müllner) ausbessern. Ebenso werden die Restarbeiten im Bereich „Schäferei“ ausgeführt.

Bezüglich des Umbaus und der Sanierung des Anwesens Marktplatz 2 wurde die Herstellung eines Einbauschrankes an die Schreinerei Härtl, Spielberg, vergeben (Kosten: rund 3400 Euro). Die dort ursprünglich geplante Vorsatzplatte konnte so nicht ausgeführt werden, deshalb wurde jetzt ein Einbauschrank mit Schiebetüren in Auftrag gegeben, den der Eigentümer auch als Abstellmöglichkeit nutzen kann.

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