Weiden in der Oberpfalz
14.12.2018 - 21:29 Uhr

2300 Bäume für Weiden

Für jedes neue Mitglied der Genossenschaft pflanzt die Sparda-Bank Ostbayern einen Baum in der Region. Dieses Versprechen gilt auch in diesem Jahr und wurde im Forstrevier Weiden eingelöst.

In Aktion. Die einzige Frau vor Ort ist Tanja Hochholzer, sie setzt die erste Douglasie in diesem Windbruchgebiet in der hinteren Mooslohe. Bild: R. Kreuzer
In Aktion. Die einzige Frau vor Ort ist Tanja Hochholzer, sie setzt die erste Douglasie in diesem Windbruchgebiet in der hinteren Mooslohe.

In Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald wurden insgesamt 2300 Bäume, konkret 1700 Douglasien und 600 Erlen, fachmännisch in die Erde gebracht. Die Protagonisten der Aktion konnten nun das Ergebnis der Pflanzung bewundern. Dazu fuhren sie ins Mooslohgebiet hinter dem Tierheim. Dort hat der Windbruch einige Schäden angerichtet. Die Pflanzen werden auf mehrere Waldabteilungen in der nahen Region verteilt.

Die Partner der Weidener Pflanzung, Tanja Hochholzer, Leiterin der Sparda-Bank-Filiale Weiden, Simon Tangerding, Geschäftsführer des Landesverbands Bayern der Schutzgemeinschaft, Rudolf Zwicknagel, Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten Schnaittenbach sowie Johann Babl, Förster im Revier Weiden der Bayerischen Staatsforsten, trafen sich zum Abschluss der Pflanzung vor Ort in der Mooslohe. Ziel ist, die vorhandenen Waldbestände sinnvoll zu unterbauen. Die nadelholzreichen Bestände wurden so artenreich verjüngt und können sich frühzeitig an die Veränderungen des Klimawandels anpassen. Noch arbeitet der Harvester in diesem Waldstück.

Die Sparda-Bank Ostbayern, die sich als "zu 100 Prozent klimaneutrales Unternehmen" sieht, initiiert bereits seit 2012 Baumpflanzaktionen in der Region. Die Mittel für die Pflanzungen stammen aus dem Gewinnsparverein der Sparda-Bank Ostbayern. "Wir wollen aktiv für Nachhaltigkeit und Umweltschutz in Ostbayern eintreten", so Hochholzer. Mit der Aktion löse man das Versprechen gegenüber den Mitgliedern ein und engagiere sich für die Region.

Und dann nahm sie auch den Pflanzenstecher in die Hand, setzte das Loch und drehte das Stück Waldboden heraus. Vorsichtig setzte die Douglasie ein. Diese Pflanze zeichnet sich dadurch aus, dass diese Baumart im Vergleich zur Fichte besser mit den zu erwartenden Klimaveränderungen zurechtkommt. "Gerade auf Flächen, auf denen der Sturm größere Windwurflöcher im Bestand hinterlassen hat und so die Bestandsstabilität gefährdet ist, kann diese Baumart durch ihr hohes Wachstum in der Jugend diese Löcher rasch wieder schließen", sagte Zwicknagel.

Die Erle ist eine Baumart der feuchten und moorigen Standorte. Früher wurden dort oft Fichten gepflanzt, die sich nach heutigem Kenntnisstand nur schwer in diesem oft sehr weichen und nassen Boden verankern können. Daher werde Fichtenbestände hier schon in jungen Bestandsphasen leicht vom Wind geworfen." Zudem ist die Schwarzerle als Pionierbaumart und wegen ihrer Frosthärte als Vorwaldbaumart auf den entstandenen Windwurf-Freiflächen gut geeignet und ist weiterhin Heimat zahlreicher bestäubenden Insekten", sagte Förster Babl.

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