Nachdem ein Drogen-Wischtest bei einem 32-Jährigen positiv verlaufen war, durchsuchten die Polizisten den Mann und fanden in seiner Unterhose zwei Druckverschlusstütchen mit zusammen fast 30 Gramm Crystal. Am Dienstag stand der Maurer vor dem Schöffengericht und wurde zu zweieinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
Für zwei bis drei Monate hätte der Vorrat, den er sich am „Vietnamesenmarkt“ bei Eger für 1000 Euro gekauft hatte, reichen sollen, gestand der Mann aus dem Bayerischen Wald. Seit fünf Jahren konsumiere er regelmäßig ein halbes bis 0,7 Gramm Methamphetamin täglich. Dr. Thomas Wenske bescheinigte dem Angeklagten eine starke Abhängigkeit und befürwortete die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik zum Entzug.
18 Monate werde die Maßnahme voraussichtlich dauern, hatte der Gutachter geschrieben. Staatsanwältin Anja Benner-Tischler und Verteidiger Dr. Hans-Wolfgang Schnupfhagn beantragten sie in ihren Plädoyers auch. Richter Hubert Windisch und die beiden Schöffen ordneten die Unterbringung neben der Freiheitsstrafe an. Obwohl der Angeklagte wegen Betrugs, Waffenbesitzes, Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisation mit Strafbefehlen vorgeahndet ist und wegen eines Wohnungseinbruchs unter Bewährung steht, blieben Windisch und die Schöffen ein halbes Jahr unter Benner-Tischlers Forderung. Der Verurteilte, sein Anwalt und die Anklägerin verzichteten auf Einspruch gegen das Urteil.













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