12.11.2019 - 19:09 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

50 Jahre Weiden und Weiden am See: "Es muss Liebe sein"

Jeder Militärmusiker hätte seine Freude am neuen Weidener Partnerschaftsmarsch. Kurt Fuhrmann erfüllte seine eigenen Vorgaben: "Der Masch geriet leicht und wohlklingend, mit einer einprägsamen Melodie zum Mitsingen."

von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Die Uraufführung des Marsches ist einer der Höhepunkte der dreitägigen Feier zum 50-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Weiden in der Oberpfalz und Weiden am See. Einst vom Landgerichtspräsidenten Adolf Schuster und vom See-Weidener Bürgermeister Karl Millner (er kam auf dem Weg in die Kriegsgefangenschaft durch Weiden) angestoßen, wird die Partnerschaft nicht nur von den "Offiziellen", sondern in vielen, längst befreundeten Familien - oft in der zweiten und dritten Generation - gepflegt. Dass diese Partnerschaft vitaler denn je ist, erklärte Bürgermeister Lothar Höher beim Festabend. "Weiden und Weiden: Es muss Liebe sein."

Mit einer überraschenden Gabe beweisen die See-Weidener erneut, welch aufmerksame Gastgeber sie sind: Die Gäste aus der Oberpfalz finden in ihren Herbergen die neuen, gravierten See-Weidener Weingläser vor. Ein Geschenk der großzügigen Gemeinde, die sich im Speckgürtel Wiens prächtig entwickelt - mit unglaublichen Baulandpreisen. Die wenigen neuen Appartements kosten, gerade mal 50 Quadratmeter groß, eine halbe Million Euro. Für das nötige und politisch unumstrittene Hotel im Seepark sollen noch in diesem Jahr die Entscheidungen fallen.

Beim Keller-Schau'n am Freitagabend öffnen 14 Winzer ihre Tore und laden zur Verkostung alter und neuer Weine. Am Samstag geht's rüber in die Landeshauptstadt Eisenstadt, die zwar nur halb so groß wie Weiden ist, aber mit Joseph Haydn, Schloss Esterhazy und der höchsten Kaufkraft Österreichs in einer anderen Liga spielt. In der Bergkirche, dort ruht Joseph Haydn, gibt es sogar ein kleines Haydn-Konzert von Organist Josef Bauer.

Auf der Rückfahrt macht die 100-köpfige Reisegruppe Station im See-Weidener Baugebiet Kirchenäcker. Den Kinderspielplatz dort stattete die Stadt Weiden bereits zum 40-Jährigen der Partnerschaft mit Spielgeräten aus. Nun wurden für rund 10 000 Euro Bäume gepflanzt. Die Max-Reger-Städter werden zu Martini wieder vorbeikommen, um die Bäumchen zu begutachten, versprach Oberbürgermeister Kurt Seggewiß. "In zehn Jahren stehen wir hier im Schatten."

Die Reger-Städter bekamen übrigens Hausaufgaben: Sie sollen die zweite Strophe des Partnerschaftsmarsches reimen. Die erste lautet übrigens: "In Weiden am See ist das Glück in der Näh', am Dorfplatz ein Brunnen und ringsherum Blumen."

Zwei Weidener werden in Weiden am See zu Ehrenbürgen

Weiden in der Oberpfalz

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