16.06.2019 - 18:26 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

500 Zuhörer beim Auftakt der Weidener Sommerserenaden

Es ist ein stilvoller Auftakt der Weidener Sommerserenaden 2019. Knapp 500 Besucher lauschen am Sonntagnachmittag im Max-Reger-Park dem „Kaiser Salonorchester“: Tanzmusik aus Urgroßvaters Zeiten.

Diszipliniert: Das "Kaiser Salonorchester" spielt bekannte und weniger bekannte Melodien aus den 30ern und 40ern.
von Helmut KunzProfil

Bürgermeister Lothar Höher unterbrach eigens seinen Urlaub, um den 36. Weidener Serenaden-Sommer an der Seite von Organisatorin Gertrud Wittmann zu eröffnen. Höhers Dank galt allen stillen Helfern im Hintergrund. „Ich freue mich darüber, dass heute so viele Leute gekommen sind“, sagte Wittmann, die vor allem dem Wettergott dankte. Mit dem „Salonorchester" unter Leitung von Jeremias Kaiser habe sie „neues Blut“ in die Max-Reger-Stadt geholt. Das Ensemble habe hier noch nicht gespielt.

Der Auftakterfolg sei ein gutes Omen für die weiteren 14 Veranstaltungen im Pavillon, die noch folgen würden. Im Namen der Besucher grüßte traditionell Anneliese Hein vom benachbarten Sindersberger-Seniorenheim. Sie rief die Weidener Bürger auf, möglichst zahlreich zu den Konzerten zu kommen. Auch die Verkäuferinnen der Serenaden-Herzen waren wieder unterwegs. „Wir verkaufen wieder 1500 Stück zu einem Preis von jeweils drei Euro“, sagte Wittmann. Aus dem Erlös würden künftige Konzerte finanziert. "Ein fairer Handel."

Das Salonorchester, ein Ensemble aus Erlanger Studenten widmet sich seit geraumer Zeit der Salonmusik der 30er und 40er Jahre. Es war der Urgroßvater des Orchesterleiters, der in Neuhaus bei Windischeschenbach zwischen den beiden Weltkriegen ein Tanzcafé betrieben hat. Gutsituierte Leute waren in sein Lokal zum Tanzen gekommen.

Jeremias Kaiser hatte alte Notenblätter des Urgroßvaters gefunden, was ihn dazu motivierte, ein Orchester zusammenzustellen, um den Notenschatz in Musik umzusetzen. Premiere feierte das Ensemble am Schafferhof. „Mich hat der Frühling wachgeküsst“- die meisten Melodien waren den Zuhörern bekannt. Alte, charmante Lieder von Heinz Rühmann, Zarah Leander und wie sie alle hießen.

Zu Gehör kamen Klassiker wie „Ich brech die Herzen der stolzesten Fraun“, „Capri Fischer“ oder „Heimatland“. Aber auch selten gehörte Lieder, die ebenfalls mit Anmut und Grazie aufgelegt wurden. Musik, die in vor dem Zweiten Weltkrieg von den großen deutschen Rundfunk- und Tanzorchestern rauf- und runter gespielt und von Kaiser und seinen acht Studenten nun wieder zum Leben erweckt wurden. Am Mittwoch folgt Country mit den „ Mountaineros“.

Zum Auftakt der Sommerserenaden kommen 500 Besucher in den Max-Reger-Park.
Bürgermeister Lothar Höher lässt sich von Orchesterleiter Jeremias Kaiser erklären, wie es zur Gründung des Ensembles gekommen ist.
Gertrud Wittmann und Bürgermeister Lothar Höher eröffneten am Sonntag die Sommerserenaden-Saison.
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