24.05.2019 - 16:23 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

72-Stunden-Einsatz für Senioren, Marterl und Barfußpfad

Gute Taten am laufenden Band. Die 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) unter dem Motto "Uns schickt der Himmel" gibt dazu den Anstoß. Vier Gruppen beteiligen sich daran in Stadt und Land.

Ganz Kavalier schenkt Johannes den Damen im BRK-Seniorenheim ein unter dem aufmerksamen Blick von Kevin.
von Jutta Porsche Kontakt Profil

In Weiden mit von der Partie: 12 Schüler der Stötzner-Schule. Eine Premiere, wie Martina Troidl vom Koordinierungskreis des BDKJ betont. "Eine Schule hatten wir noch nie." Schulsozialarbeiterin Corina Lutz und Religionslehrerin Sabine Schmid-Schurig haben für das generationsübergreifende Projekt geworben. Ein Dutzend Schüler aus den Klassen 5 bis 8 ist eifrig dabei. Mit selbstgebackenen Kuchen tauchen sie am Freitagnachmittag im BRK-Seniorenheim auf, servieren den Damen und Herren Kaffee oder Tee dazu.

Johannes (12) hat den Pegelstand in den Kaffeetassen seiner Sitznachbarinnen stets im Blick. Wenn eine leer ist, springt er flugs auf und schenkt nach. Ganz Kavalier. So wird das Ziel schnell erreicht: Ein "Feel good Afternoon" - sprich: Wohlfühlnachmittag - für die älteren Herrschaften. Die Mädchen und Jungen der Stötzner-Schule opfern dafür gern ihre freie Zeit. Dafür danken auch Heimleiterin Michaela Heldwein-Keim und SPD-Stadtverbandschefin Sabine Zeitler, die im Namen von OB Kurt Seggewiß - er und Landrat Andreas Meier sind die Schirmherren der Aktion - ein Grußwort spricht.

Doch mit Kaffee und Kuchen ist es für die Stötzner-Schüler nicht getan. Sie haben zur Unterhaltung der Senioren noch zwei Sketche eingeübt. Und sie haben 72 selbstgebastelte Bingo-Kärtchen dabei, mit denen sie die älteren Herrschaften aus der Reserve locken. Bingo kommt bei den Senioren bestens an.

Mit ähnlichen guten Taten erfreuen die Ministranten der Pfarrei St. Dionysius Neunkirchen die Bewohner des St.-Michaels-Zentrums. Sie unterhalten die Senioren mit Spielen, Spaziergängen, gemeinsamen Gesang und mit Bastelaktionen.

Ein Marterl oder besser gesagt, ein Wegkreuz, wollen die Ministranten der Pfarreiengemeinschaft Rothenstadt-Etzenricht im Rahmen der BDKJ-Sozialaktion gestalten. Als Standort haben sie den Garten der Familie Freller in Sperlhammer ausgewählt. Dorthin führt die Gläubigen alle drei Jahre ein Bittgang, der mit einem Freiluftgottesdienst seinen Abschluss findet. Das Wegkreuz an der Grenze der beiden Pfarreien soll künftig eine Art sichtbare Verbindung schaffen. Immerhin: Etwa 1,50 Meter hoch dürfte das Kreuz schon werden, rechnet Gemeindereferentin Claudia Stöckl. Gemeinsam mit den Oberministranten Sebastian Betz und Bettina Beutner hält sie bei dieser Aktion die Fäden in der Hand.

Am Freitagnachmittag trafen sich Ministranten aus beiden Pfarreien, um zunächst mal das Fundament zu setzen. Die Anfragen bei örtlichen Schreinereien und Gärtnereien wegen Holz- und Blumenspenden laufen. Stöckl: "Unsere Ministranten wollen rund um das Kreuz Blumen anpflanzen. Die Jüngeren gestalten außerdem einen Mosaik-Fliesenboden."

Vierte im Bunde ist in diesem Jahr die Kolpingsfamilie Neustadt/WN. Sie begann bereits am Donnerstagnachmittag mit den Arbeiten für einen Barfußpfad am Spielplatz im Mühlbergweg. Der soll bereits am Sonntag, 26. Mai, um 14.30 Uhr im Beisein von Bürgermeister Rupert Troppmann feierlich eingeweiht werden. An diesem Tag endet auch die bundesweite 72-Stunden-Aktion - offiziell um 17.07 Uhr.

Den selbstgebackenen Kuchen haben die Stötzner-Schüler mitgebracht. Kaffee und Tee stellt das Heim und wird von den Schülern - wie hier im Bild Johannes - ausgeschenkt.
Stötzner-Schüler bei der BDKJ-Sozialaktion im BRK-Seniorenheim.

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