Weiden in der Oberpfalz
14.10.2021 - 10:35 Uhr

99. Generalversammlung der BÄKO Oberpfalz mit Ehrungen

Die langjährigen Mitarbeiter mit Geschäftsführer Walter Beer (3. von links) und Aufsichtsratsvorsitzender Josef Arnold (2. von links) Bild: R. Kreuzer
Die langjährigen Mitarbeiter mit Geschäftsführer Walter Beer (3. von links) und Aufsichtsratsvorsitzender Josef Arnold (2. von links)

In der Jahreshauptversammlung der Bäcker- und Konditorengenossenschaft (BÄKO) Oberpfalz im Schützenhaus sagte Geschäftsführer Walter Beer: „Wir hatten noch Glück, dass wir mit einer schwarzen Null aus dieser Lage herauskamen." Damit meinte er die schwierige Lage während der Corona-Pandemie, die auch Bäcker und Konditoren hart getroffen hatte. "Klar gab es enorme Einbrüche bei den Umsätzen, eine Dividendenauszahlung war heuer nicht möglich“, so Beer.

In seinem Lagebericht sagte Beer, dass die Ertragslage im Geschäftsjahr überall abnahm. Der gesamten Handelsumsatzerlös habe um 11 Prozent abgenommen. Das liege auch an der Kundenstruktur, die einen vergleichsweise hohen Anteil an Gastronomiebetrieben umfasst - und die waren von den Corona-Maßnahmen besonders stark betroffen. Umsatzrückgänge seien in allen Warengruppen zu verzeichnen gewesen, am stärksten sanken die Handelswaren um 19 Prozent, die Tiefkühlprodukte um 13,5 Prozent und die Frischdienstartikel um 14,2 Prozent. Der Wareneinsatz verminderte sich um 11 Prozent. „Obwohl die Umsätze und der Roh-Ertrag zurückgingen, konnten durch Einsparungen bei den Personalaufwendungen und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ein leicht positives Ergebnis erzielt werden."

Der Jahresüberschuss von 25 000 Euro reduzierte sich um 12 000 Euro, die den Rücklagen zugeführt wurden, eine Dividendenauszahlung war nicht möglich. Aufsichtsratsvorsitzender Josef Arnold erinnerte, dass auch in Zeiten der Krise die Geschäftsführung begleitet und überwacht wurde. „Das größte Augenmerk galt dem Ziel, unsere Kunden auch in schwierigsten Bedingungen zu versorgen, gleichzeitig größere finanzielle und materielle Schäden von der BÄKO abzuwenden“, so Arnold.

Momentan gibt es einige wirtschaftliche Schwierigkeiten, auf die Beer einging. Lieferengpässe dauern an, sagte der Geschäftsführer, Zulieferer kämpfen mit der Rohstoffversorgung. Insbesondere Aluminiumrollen, Folien und Papier würden fehlen. Aber auch Erntehelfer. Lieferzusagen würden nicht eingehalten. Und Rohstoffspekulanten befeuern den nervösen Markt. Butter- und Sahnepreise steigen enorm, da weniger Milch auf dem Markt ist und die Nachfrage gestiegen ist. „Schon jetzt soll Ware für das Weihnachtsgeschäft bestellt werden, die BÄKO-Zentralen sind bemüht, ihre Lager reichlich zu füllen. So sind schon jetzt die Umsatzzahlen sehr positiv zu bewerten“, sagte Beer.

Auf der Jahreshauptversammlung ging es aber auch um personelle Angelegenheiten. Ausgeschieden aus dem Aufsichtsrat sind Ruth Herbst, Wolfgang Schmid und David Seegerer. Ebenso die Bäckermeister Gerhard Brunner, Robert Pollinger und Herbert Seer, die jedoch einstimmig wiedergewählt wurden. Als ehrenamtliche Vorstände sind Philipp Beyer und Manuel Neugirg tätig. Der Mitgliederbestand ist gleich geblieben. Mit Geschenken ehrte Beer abschließend Betriebsangehörige. So Johann Götz, der bereits 40 Jahre in der BÄKO arbeitet. 25 Jahre sind dabei: Stephan Frank, Manfred Karl, Rainer Schlaffer, Bernhard Wurmitzer. 10 Jahre ist Stefan Bergmann dabei.

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