"Ich habe mich phasenweise wie Don Quijote gefühlt", sagte Hausherr Dekan Johannes Lukas in seiner launigen Begrüßung. "Als junger, naiver Pfarrer hatte ich 2003 die Idee, den Kindergarten zu sanieren. Ich konnte ja nicht ahnen, was das auslöst." Diskussionen um Teilabriss, Neubau, Gesamtkonzept, Trägerschaft - mit zehn kirchlichen und staatlichen Stellen habe er am Ende verhandelt. Lukas dankte allen Beteiligten, dass sie an das Projekt geglaubt haben. "Es kostete viel Kraft, doch wissen wir, wofür wir das alles tun: für unsere Kleinsten."
Die Kinder waren es dann auch, die all den Planungsärger vergessen ließen. Sie sangen und klatschten bei der Einweihungsfeier aus voller Kraft, sehr zur Freude der Eltern, geladenen Gäste und Diözesancaritasdirektor Michael Weißmann, der die Räume kirchlich segnete. Kinder seien unsere Zukunft, sagte der Diakon. Er finde, das hier entstandene Gesamtkonzept mit der Nähe zum Altenheim fantastisch. Hier werde eine Kultur des Miteinanders gelebt und wertvolle zukunftsorientierte pädagogische Arbeit geleistet.
Auch Architekt Thomas Gleißner vom Büro apg90 freute sich, dass "wir uns alle noch in die Augen blicken können". Der Kindergarten steht, als nächstes folgt der Neubau des Seniorenheims. "Die Caritas ist in den Startlöchern", so Pichl. Ein neues Pfarrheim werde das Gesamtkonzept des Platzes vervollständigen. "St. Konrad baut hier eine kleine Stadt, und es wird großartig werden."
"Der damalige Pfarrer mag naiv gewesen sein", sagte Bürgermeister Jens Meyer, "aber heute steht hier ein gestandener Dekan, der alles richtig gemacht hat. Der Abbruch des Kindergartens sei gleichzeitig ein Zeichen des Aufbruchs gewesen. Das Ergebnis mache ihn glücklich.
Happy war am Freitag auch die heimliche "Frau Bauaufsicht", wie Dekan Lukas Kindergartenleiterin Barbara Zehrer respektvoll nannte. Sie durfte zuvor von allen ein dickes Dankeschön für ihre Geduld und Standhaftigkeit entgegennehmen. Zehrer dankte vor allem ihrem Team, das inzwischen 18 Mitarbeiter zählt, fürs Durchhalten. Gemeinsam betreuen sie 125 Kinder (darunter 25 Hortkinder) in vier Gruppen. Der Frauenbund St. Konrad übergab zum Schluss als Überraschung noch eine Spende über 1000 Euro. Das Geld soll in die Gartengestaltung einfließen.














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