23.07.2018 - 19:18 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Abschlussfeier der Pestalozzi-Schule

Nicht der äußere Schein zählt. Der Inhalt ist wichtig. Das wird bei der Abschlussfeier an der Pestalozzi-Mittelschule deutlich. Trotz einer hohen Erfolgsquote bei den Prüfungen fallen mahnende Worte.

Abschlussfeier an der Pestalozzischule Weiden. Die besten Absolventen.
von Wolfgang Fuchs Kontakt Profil

(fuw) "Alle Stühle sind besetzt, das macht mich stolz und froh im Herzen", sagt Schulleiter Heribert Zeis. Schüler, Lehrer und Eltern sitzen in der untergehenden Sonne des Freitagabends auf dem Schulhof vor den Treppen, die als Bühne dienen. Bei der Abschlussfeier und Zeugnisvergabe wird deutlich: 67 Prozent der teilnehmenden Neuntklässler haben sich den Qualifizierenden Abschluss gesichert, 95 Prozent der Zehntklässler die Mittlere Reife. Eine "beachtliche Erfolgsquote", findet Zeis.

Dann richtet der Schulleiter einen Appell an seiner Zuhörer: Eltern und Lehrer müssten mehr zusammenhalten. Denn aus dem Jugendamt Weiden gingen vermehrt "Hinweise auf Kindswohlgefährdung" ein. Ein Drittel der Jugendlichen, die es in Obhut nehme, suchten von sich aus Hilfe. Eine der Ursachen dafür liege wohl in der steigenden Zahl der Crystal-Meth-Konsumenten unter jungen Eltern. Die Folge: "Erziehungsdefizite" nähmen zu. Was Schüler bräuchten, sei "eine ehrliche und umfassende Unterstützung", die die Pädagogen alleine jedoch nicht leisten können. Deshalb gelte: "Schule und Eltern müssen zusammenhalten, sind gefordert, um allen jungen Menschen Kraft und Rüstzeug in die Hand und in den Kopf zu legen, mit dem sie ihr Leben sicher und zielführend gestalten können."

Auch Helmut Sauer, Lehrer einer neunten Klasse und Moderator des Abends, findet mahnende Worte, die er an die Schüler richtet. Es sei "nicht nur eine Entlassfeier, sondern auch eine Eröffnungsfeier für das Leben danach". Die Absolventen bräuchten "Standvermögen, Selbstbewusstsein, die Fähigkeit zur Selbstkritik. Einsicht in das Wichtige und Notwendige". Nur so könnten sie das Leben meistern. Die Schule versuche alles, den Schülern diese Werte zu vermitteln. Bei der Bewertung der Jahrgangsbesten betont Zeis, dass neben dem Notenschnitt unter anderem auch das Sozialverhalten und die Leistungsbereitschaft entscheidend gewesen seien. Ausgezeichnet wurden Florian Hüttl, Jakob Beutner, Samantha Wagner, Sarah Hartwig, Selina Filchner und Daniel Dorn.

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