11.06.2021 - 12:38 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Ambulanter Hospizdienst betreut belastete Kinder und Jugendliche

Nach der Coronakrise starten zwei hilfreiche Gruppen neu. Ambulanter Hospizdienst Weiden-Neustadt/Malteser-Hilfsdienst laden zu Aktionstagen ein, um sie kennenzulernen.

von Externer BeitragProfil

Wenn in einer Familie ein Mitglied erkrankt oder ein Geschwisterkind mit einer schweren Behinderung lebt, betrifft dies die gesamte Familie. "Kindern und Jugendlichen wird eine hohe Anpassung abverlangt, da sich die Ressourcen der Familie auf den durch Krankheit oder Behinderung Betroffenen konzentrieren“ weiß F. Volpert-Greim. Sie ist Koordinatorin der "Malteser Löwengruppe", die solche Geschwisterkinder betreut. Damit verschafften die Ehrenamtlichen den Eltern Freiräume, die sie unbedingt bräuchten.

Treffen sind einmal im Monat, die Teilnahme ist kostenlos. Einzelbegleitungen sind möglich. Bei einem Aufenthalt eines schwerkranken Angehörigen im Hospiz St. Felix bietet die räumliche Nähe an, dass die Betreuer während eines Besuches ein Kind unterstützen. Auftakt für kommende Gruppen-Treffen ist ein Aktionstag am Samstag, 19. Juli, von 11 bis 16 Uhr, für interessierte betroffene Familien (Felixallee 9a in Neustadt/WN). Anmeldung unter 0151/167 346 63 oder per E-Mail an Hospizdienst.weiden[at]malteser[dot]org.

Dank für die Betreuung in der Krise

Störnstein

Geschulte Ehrenamtliche im Bereich Kinderhospizbegleitung, Familienbegleitung und Kindertrauerbegleitung bieten für Kinder und Jugendliche nicht nur in der Malteser Löwengruppe, sondern auch in der Kindertrauergruppe jeweils Gruppentreffen an. „Die Begleitung für Kinder und Jugendliche setzt bei besonderer Belastung ein und geht über den Tod hinaus", ergänzt Renate Buchfelder, Koordinatorin und Ansprechpartnerin der Trauergruppe. "Gespräche und Rituale sind sehr wichtig in der Arbeit, aber auch, den Betroffenen Raum und Zeit geben, um den Schmerz verarbeiten zu können.“ Ziel sei, Behinderung, Krankheit und Tod "aus der Ecke ,Tabuthema‘ herauszuholen". Das habe sie aus der Hospizarbeit für sich gelernt.

„Manches Mal sind es Geschwister, die sich miteinander in eine Gruppe wagen und sich auch gegenseitig stützen,“ erzählen die geschulten Kindertrauerbegleiterinnen Kornelia Stengl und Barbara Reichl Bei Bedarf ist auch hier eine Einzelbegleitung möglich, Gespräche und Beratung der Eltern gehen voraus und gehören zum begleitenden Austausch. Das erste feste Treffen findet am Donnerstag, 24. Juli, um 16 Uhr in den Räumen des Ambulanten Hospizdienst Malteser e.V. , Felixallee 9a, in Neustadt/WN statt. Anmeldung erbeten unter 0171 163 21 77 oder per E-Mail an Hospizdienst.weiden[at]malteser[dot]org.

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