19.04.2019 - 11:12 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Sie ist wieder da: Angelika Heining übernimmt Vorsitz der "CSU Bahnhof"

Vor zwölf Jahren hat die Weidener Hotelchefin ihre Ämter im CSU-Ortsverband abgegeben. Anhaltender Mitgliederschwund und die Kommunalwahlen im nächsten Jahr bestärken sie, nochmal als Vorsitzende anzutreten.

Daumen nach oben. Die CSU-Bahnhof will nach der Wahl von Angelika Heining (links) zur Vorsitzenden wieder richtig durchstarten. Benjamin Zeitler (Dritter von links) sprach für die Mittelstandsunion.
von Helmut KunzProfil

In den vergangenen zwei Jahren ist nicht viel passiert beim CSU-Ortsverband Bahnhof. Man habe Sitzungen besucht und auch beim Plakatieren im Stadtgebiet geholfen. Aber größere Aktionen seien nicht organisiert worden, erklärte Vorsitzender Steffen Ilg in der Jahreshauptversammlung im Hotel "Zur Heimat". Mit größeren Aktionen will nun die neue Vorsitzende durchstarten. Vor zwölf Jahren hatte Angelika Heining ihr Amt als Ortsverbandschefin niedergelegt. Jetzt juckte es die ehemalige Stadträtin wieder in den Fingern. Die Mitglieder wählten sie einstimmig an die Spitze der "CSU Bahnhof".

Mit einer Rückkehr hätte sie nach ihrem offiziellen Rückzug aus der aktiven Politik niemals gerechnet, sagte Angelika Heining. Mitglied im Ortsverband sei sie aber geblieben. Dass sie jetzt ihre drei Nachfolger Jürgen Göth, Andreas Baier und zuletzt Steffen Ilg beerbe, sei so nicht geplant gewesen. Ilg setzte sein Amt für die Dauer von zwei Jahren aus beruflichen Gründen aus. Als vierter Vorsitzender bleibt er aber an Bord.

Die Mitgliederzahl im Ortsverband habe sich in all den Jahren von 72 auf 31 reduziert, bedauerte Heining. Der Kommunalwahlkampf stehe vor der Tür. Das bedeute, die Ärmel hochzukrempeln und anzupacken. "Wir müssen wieder richtig Gas geben. Entweder ich mache das gescheit oder ich lass' es." Von Seiten des Ortsverbandes würden einige Aktionen kommen, versprach die neue Vorsitzende. "Wir ziehen hier alle an einem Strang, das ist wichtig."

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzende Angelika Heining, Stellvertreter Karl Fleischmann, Albert Bauer und Steffen Ilg. Schatzmeister Jürgen Götz. Schriftführer Josef Heining sen., Beisitzer Monika Fleischmann und Hana Kick. Revisoren Josef Heining jun. und Oliver Hein. Delegierte sind Angelika Heining, Karl Fleischmann und Albert Bauer.

Im Anschluss sprach Benjamin Zeitler, Bezirksvorsitzender der Mittelstandsunion. "Die Mittelstandsunion tut alles, damit der Weidener Oberbürgermeister aus dem CSU-Lager kommt", sagte Zeitler. In keinem Rathaus dürfe die Wirtschaftsförderung jemanden übertragen werde, der "irgendwo in einer Abteilung sitzt". Diese Aufgabe sei Chefsache. "Der Oberbürgermeister muss der oberste Wirtschaftsförderer seiner Stadt sein."

"Wir brauchen Flächen. ,West IV' muss schnell realisiert werden." Die Verwaltung müsse mit den Unternehmern zusammenarbeiten und Dienstleister sein. Auch Wohnraum habe Priorität. "Die Firmen brauchen für ihre Mitarbeiter Wohnungen", so Zeitler. Und: Eine Stadt wie Weiden brauche Zukunftsvisionen im digitalen Bereich, insbesondere bei der künstlichen Intelligenz.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.