20.04.2021 - 17:07 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Nach Astrazeneca-Aus im Impfzentrum: Abnehmer für Restdosen gesucht

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Es gibt es keine Corona-Impfung mehr mit Astrazeneca in den Impfzentren in Weiden und im Kreis Neustadt. 2200 Dosen galt es, noch zu vergeben. Nicht alle Dosen gingen weg.

Den Astrazeneca-Impfstoff haben die Mitarbeiter im Impfzentrum in Weiden und in den Außenstellen in Vohenstrauß und Pressath nicht mehr in Händen.
von Simone Baumgärtner Kontakt Profil

Engagiert kämpfte das BRK-Impfteam, die Stadt Weiden und der Landkreis Neustadt in der vergangenen Aktionswoche um jeden Abnehmer über 60 Jahren für die 2200 Astrazeneca-Dosen. Bis zuletzt. So erfolgten bis Sonntagabend über sämtliche Kanäle wie Whatsapp, Facebook und Telefon noch Impfaufrufe. Ganz geklappt hat's nicht.

Wenige Dosen des Vakzins seien übrig geblieben, zieht der Leiter des BRK-Impfzentrums, Thomas Rauch, auf Anfrage von Oberpfalz-Medien Bilanz. Konkret seien noch 60 Impfdosen Astrazeneca übrig. Doch was passiert mit den restlichen Dosen? "Wir können ganz sicher sagen, dass letztendlich keine Impfdosen verworfen werden", betont Rauch.

Deshalb sei das Impfzentrum gerade "in enger Abstimmung mit den Kreisverwaltungsbehörden sowie mit Vertretern der Hausärzte, um eine entsprechende Lösung zu finden". In Hausarztpraxen soll der Impfstoff weiter gespritzt werden. Die Überlegung, auch Betriebsärzte für die Astrazeneca-Verwendung einzubeziehen, sei noch blanke Theorie. Praktisch liegen laut Rauch keine Informationen darüber vor, wann so eine Einbindung erfolgen kann und wie sie dann aussähe.

Zeitdruck für die alternative Verwendung herrsche nicht. Die übrigen Impfdosen seien noch bis 31. Juli haltbar. Rauch: "Somit können wir eine für alle Seiten vernünftige Lösung abwarten, um die Impfdosen auch dort einzusetzen, wo sie am dringendsten gebraucht werden."

Die Astrazeneca-Aktionswoche gab es auch in den Landkreisen Tirschenreuth und Amberg-Sulzbach. Hier gingen alle Dosen in kürzester Zeit weg. Auch, weil die anderen Kreisverwaltungsbehörden das Vakzin entgegen der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) ebenso für Menschen unter 60 Jahren angeboten haben. Wäre das rückblickend die bessere Entscheidung für Weiden und den Landkreis Neustadt gewesen? "Wir bedauern unsere Entscheidung nicht", teilt Thomas Rauch mit. "Denn wir haben uns an die entsprechenden Empfehlungen der STIKO gehalten und trotzdem bis auf wenige Impfdosen alles an den Mann beziehungsweise die Frau gebracht." Den Verantwortlichen sei es zudem wichtig gewesen, die bereits oft in der Presse zitierte "neue Risikogruppe" der über 60-Jährigen bei dieser Impfaktion zu erfassen und diesen Personen gezielt einen schnelleren Impftermin anzubieten.

Seit Beginn der Astrazeneca-Impfungen wurden in den Impfzentren Weiden, Pressath und Vohenstrauß insgesamt 11.000 Impfungen mit diesem Vakzin durchgeführt.

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